Hallo, da hier bisher viel über das Regelverhalten der Markengeräte zu lesen ist, weniger aber über das günstige Hantech, möchte ich meine Erfahrung mal kundtun.
Dazu direkt mal zwei Diagramme. Es läuft gerade der Modus Heizen. Zum Kühlen mache ich vermutlich im nächsten Jahr eine Messreihe.
Ich habe das Gerät in HomeAssistant eingebunden und lese darüber die Ist-Temperatur. Das scheint die im Innengerät zu sein. Wie man sieht, schein das Gerät kein Problem damit zu haben, 2 Grad über dem Soll weiter zu laufen. Abgeschaltet hat sie hier bisher nicht. Es kommt dauerhaft warme Luft raus.
Hier nun zur Stromaufnahme des gleichen oben dargestellten Zeitraums. Die messe ich über einen ZigBee Zwischenstecker und protokolliere das in Grafana. Wie man sehen kann, geht sie gerne auf 110W runter. Der Lüfter ist dabei im Automatikmodus und ging schnell auf Minimum runter.
Das ganze lief bei tatsächlichen 22 bis 23 Grad Raumtemperatur und 18-19 Grad Außentemperatur. Es scheint also die I-Feel Funktion der Fernbedienung zu greifen, auch wenn ich diese nicht explizit aktiviert habe.
Für mehr Betriebszustände muss ich noch weiter beobachten.
Klimaanlagen heizen gerne deutlich über Soll, weil sie wissen, daß sie unter der Decke hängen, und es weiter unten (wo sich Menschen und unabhängige Thermometer aufhalten) kälter ist.
Mit I-Feel hat das nicht unbedingt etwas zu tun.
Also: Du stellst 22 Grad ein, das Gerät heizt unter der Decke auf 25 Grad in der Hoffnung, daß es weiter unten dann 22 Grad sind. Bei Dir kam das zufällig in etwa hin.
Bei der Hantech kommt hinzu, daß der interne Temperaturfühler direkt über dem Wärmetauscher hängt, und daher Strahlungswärme abbekommt. Mir scheint, als würde die Hantech das ebenfalls kompensieren, und auch daher höher zu heizen als was der interne Sensor suggeriert.
Die eigene App von Hantech zeigt, so weit ich mich erinnere, die interne Temperatur auch garnicht erst an, vermutlich weil sie wissen, daß der Wert ziemlicher Unfug ist.