Hallo zusammen aus dem westlichsten Teil Deutschlands

Hallo zusammen,

ich bin Maschinenbaustudent mit Fachrichtung Energietechnik. Kenne mich also ganz gut mit den theoretischen Grundlagen in den hier besprochenen Bereichen aus. Mit der Praxis allerdings bislang nur mit kleinen Projekten mit meinem 3D-Drucker oder ähnlichen Basteleien. Da ich selbst in meiner Wohnung leider keine Möglichkeit habe ein Balkonkraftwerk zu installieren, habe ich jetzt nach langer Überzeugungsarbeit den Auftrag von meinen Eltern bekommen für sie eins auszusuchen und zu installieren. Dabei erhoffe ich mir Unterstützung und Entscheidungshilfen von erfahreneren Kraftwerksbetreibern. Ich möchte schließlich nicht, dass aufgrund meiner Anfängerfehler das Thema Balkonkraftwerk bei meinen Eltern in Verruf gerät.

Beste Grüße

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Hallo, hier meine Faustregeln:
a) Ware bei einem "bekannten" Online-Vertrieb bestellen - nicht im Discounter.
b) Panelen: möglichst Halbzellenmodule. Das sind die mit dem Kabelanschluss in der Mitte der Panele. Vorteil. Die Panelenfläche teilt sich elektrisch in 4 Teile, da ist es egal, ob ein Schattenbalken im Tagesverlauf längs oder quer über die Panele wandert, es bleibt dann oft mehr als 50% der Leistung übrig. Ggf. sich bifaziale Halbzellenmodule entscheiden, die bringen noch 30% mehr, da sie auch von der Rückseite Licht aufnehmen. Module eines namhaften Herstellers oder Vertriebs wählen. P.S.: neulich habe ich Module von Jinko Solar im BAUHAUS Baumarkt gesehen. Die gehören, soweit ich mich erinnere zu den Premium Marken.
c) Wechselrichter: Es gibt da YouTube Videos mit Testberichten.
d) Optimierer: Ich habe 4 von Tigo zu je ca. 36 EUR. Die sind von Vorteil, wenn Verschattung oder unterschiedliche Leistungsdaten der Panelen aus sonstigen Gründen vorliegen.
e) zusätzliche Verkabelung und Montagematerial nach Erfordernis und eigenem Design. Dazu kann man keine allgemeinen Tipps geben.

Und dann Loslegen : Erfahrung macht den Meister.

Ich kann mich noch an dem Moment erinnern, als ich zum ersten mal den Schuko-Stecker in die Steckdose gesteckt habe und intuitive einen fetten Kurzschluss erwartet habe - aber nichts dergleichen schlimmen geschah. Nach 7 Minuten blinken hatte sich der Wechselrichter mit dem Netz synchronisiert und speiste ein. Ich hatte im ersten Jahr mit 2 Panelen angefangen und im Folgejahr auf 4 aufgerüstet.
Viel Erfolg.

P.S.: Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass Du Dein Anliegen nicht klar definiert hast, um was es dir GENAU geht. Aus Sicht eines Personaltrainers kann Dein Anliegen "Unterstützung und Entscheidungshilfen" auch so gelesen werden wie: Bemüht Euch mal, bevor ich mir darüber im Klaren bin.

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