Hallo liebe Fachleute .....bin ein ziemlicher NewBi und möchte es nun aber angehen ein BalkonKraftwerk mit Speicher zu realisieren.
Hauptziel ist es 24/7 die Grundlast (ca. 350 W ) auszugleichen. Nun bin ich über dieses Gerät gestoßen und wenn ich das richtig sehe kann ich dort meine PVModule, Speicher und Netz komplett anschliessen und benötige nur noch entsprechende PVModule und Akkus ansonsten ist da an Wechselrichter usw. alles dabei.....ist das richtig?
Also ich interpretiere das von Dir verlinkte Angebot so, dass dieser Wechselrichter grundsätzlich NICHT ins Netz einspeisen kann.
Er hat einen 230V AC-Ausgang, an den man seine Verbraucher direkt anschließen kann. Eingangsseitig schließt man PV-Module und öffentliches Stromnetz an, und optional schließt man eine Batterie an. Der Wechselrichter holt sich die Energie zur Versorgung der Verbraucher dann primär von der PV, wenn das nicht reicht zusätzlich von der Batterie, und wenn die leer ist vom Netz.
In dem Sinne ist das also eher eine Off-Grid-Anlage mit dem Netz als Rückfalllösung.
Wenn Du all Deine Grundlast-Verbraucher direkt an den Wechselrichter anschließen kannst, könnte es trotzdem funktionieren.
Ja, das ist ein offgrid Wechselrichter. Das ist was ganz anderes als die normal Bkw. Hier muss man das hausnetz vom normalen Netz weg klemmen. Die Stromkreise müssen rein im Inselbetrieb betrieben werden, dürfen keine Verbindung zum normalen Netz haben.
Das muss man zwar nicht Mal anmelden. Jedoch wird der Stromversorger eine "Abnahme" eines Elektrounternehmens verlangen. Dass das alles so in Ordnung ist. Das macht kein Unternehmen bzw. Verlangt für die Unterschrift so viel Geld, dass es kein Sinn mehr macht, die so zu bauen.
Ich hab mir den Wechselrichter angesehen. Ungewöhnlich, das wird aus Deutschland verschickt. Und hat ce Zeichen.
So ne Inselanlage ist nicht schlecht. Man sollte da aber eine verriegelte Umschaltung dazu machen, dass man die Stromkreise auch auf Netz umschalten kann. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nicht oft automatisch hin und herbeschaltet wird.
[quote data-userid="9025" data-postid="132575"]Das muss man zwar nicht Mal anmelden. Jedoch wird der Stromversorger eine "Abnahme" eines Elektrounternehmens verlangen.[/quote]Irgendwie widersprechen sich die beiden Sätze. ?
Ich denke das wichtigste ist gesagt, ich kann nur hinzufügen: Geringerer Preis = Geringere Qualität. Zumindest bei Anlagen die kaum noch DIY sind, was scheinbar bei dieser Anlage der Fall ist.
Deswegen würde ich sagen: Der Preis ist schon extrem niedrig und ich würde mal behaupten, dass du da nicht viel erwarten kannst und vermutlich enttäuscht sein wirst.
Dazu kommt, dass selbst wenn man das Teil ans Netz anschließen könnte, es eine Zulassung benötigt.
Für BKW kauf dir lieber einen Wechselrichter wie Hoymiles etc. Du musst dir nur das letzte Video von Andreas Schmitz anschauen zum Thema BKW und Discounter. Ich denke da sind viele wichtige Infos auch für dich mit dabei in Sachen Microwechselrichter.
Wenn ich eine Insel mache, das auch nicht anmelde, wird iwann der Stromversorger kommen und ärger machen.
Die Frage ist, was dann passiert. Wenn der Versorger nen wisch verlangt und ich sage, ich brauche keine Rechenschaft abzulegen, was ich in meinem Haus privat mache.
Wenn ich eine Insel mache, das auch nicht anmelde, wird iwann der Stromversorger kommen und ärger machen.
Die Frage ist, was dann passiert. Wenn der Versorger nen wisch verlangt und ich sage, ich brauche keine Rechenschaft abzulegen, was ich in meinem Haus privat mache.
[/quote]Wieso widerspricht sich das?!?.
Der Standard in Deutschland ist doch ein Stromanschluss vom Versorger, meines Wissens zu 99,9%. Wenn nun hinz und kunz oder Friseur und Fußballprofi am heimischen Stromnetz rumwurschtelt muss das nicht sicher und fachmännisch sein. Das möchte der Stromversorger aber. Dafür ist nun mal ein Meisterbetrieb da. Ärger gibt es nur beim rumwurschteln. {green}
[quote data-userid="9025" data-postid="132594"]Wenn ich eine Insel mache, das auch nicht anmelde, wird iwann der Stromversorger kommen und ärger machen.
Die Frage ist, was dann passiert. Wenn der Versorger nen wisch verlangt und ich sage, ich brauche keine Rechenschaft abzulegen, was ich in meinem Haus privat mache.[/quote]Du, ich habe meinen ollen Solartaschenrechner auch nicht angemeldet. Muß ich das jetzt bei meinem EVU noch schnell nachholen? ?
Ich würde bei einem IT-Netz dem EVU einfach gar nichts sagen, dann kann er auch nicht irgendwann angeschissen kommen und meckern. Was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß.
Es gibt für diesen hybridwechselrichter eine github anbindung zu esphome bzw. Home assistant. Dieser wechselrichter wird auch über amazon verkauft.
Negativ ist der hohe eigenverbrauch, wenn die laststromkreise über netz versorgt werden müssen. Hier gibt es aber auch schon eine lösung. Kein netz am wechselrichter anschliessen. Die last-stromkreise über schütz auf netz umschalten.
Ich bin nicht sicher, ob man nicht mehr geld für einen besseren hybridwechselrichter ausgeben sollte. Ich traue dem chinesen zeugs nicht viel zu.
[quote data-userid="9025" data-postid="132687"]Bei meinen arbeiten Zuhause bin ich aber nicht qualifiziert genug.[/quote]Du bist daheim offiziell nicht mal qualifiziert genug, eine Deckenleuchte anzubringen. Aber da denke ich mir immer: Würden wirklich alle Bundesbürger für jede neue Deckenleuchte einen Elektriker rufen, das ganze Land bräche zusammen.
Warum sollte der das? Und mit welcher Legitimation und welcher Begründung?
Die einzigen, die bei solch einer echten Insel ohne Installation durch einen Fachbetrieb rumzicken könnten, sind im Falle eines Falles die Versicherungen.
Als Elektrofachkraft (EFK) wird eine Person bezeichnet, die gewerblich elektrotechnische Arbeiten ausführen und überwachen darf. Sie muss in einem Arbeitsgebiet der Elektrotechnik ausgebildet sein ‒ als Geselle/Facharbeiter, staatlich geprüfter Techniker, Industrie- oder Handwerksmeister oder Diplomingenieur. Dies kann auch durch eine nachgewiesene mehrjährige Tätigkeit mit Ausbildung in Theorie und Praxis erfüllt werden. Diese Qualifikation muss durch eine Elektrofachkraft überprüft und dokumentiert werden."
Leider ist Deine Aussage damit nicht richtig, als Elektromeister darf er auch in seinem Privateigentum in Sachen Elektriktrik in etwa alles machen. Richtig ist, dass es im Zusammenhang mit Zählern Vorschriften gibt, dass nur konzessionierte Personen / Betriebe, bestimmte Arbeiten durchführen können, weil es sonst kein GO vom Netzbetreiber gibt.