Ich habe den Kanal von Andreas von Anfang an verfolgt, weil ich mich schon lange mit dem Gedanken an eine Solaranlage beschäftigt habe. 2023 habe ich eine 800 W - Balkonsolaranlage auf’s Flachdach gebaut, um ein Gefühl für die Betriebsbedingungen hier zu bekommen. Prinzipiell haben wir in Richtung Süden ziemlich freie Sicht, leider ist unser Haus aber etwas niedriger, als das südliche Nachbarhaus. Aber ich habe mit der Drohne Sommer- und Winteraufnahmen gemacht, die zeigten, dass man da wenigstens 7 Module in einer Reihe drauf bekommt. Eine zweite Reihe wäre möglich, aber die bekommen dann mehr Schatten ab. Da wir zwei Wohnungen mit eigenen Zählern im Haus haben, ist seit 2024 eine zweite 800 W - Anlage drauf. Die rasante Entwicklung bei den Akkus bringt mich langsam vom Gedanken an eine Inselanlage ab und hin zu zwei kleinen Balkon-Solarakkus mit Notstrom-Funktion. Pro Wohnung verbrauchen wir zwischen 2,5 bis 5 kWh pro Tag. Seit 2024 haben wir auch ein BEV, wie wir das versorgen, müssen wir noch überlegen, wir haben nur eine Phase am Hausanschluss. Da bekommen wir maximal 16A, also etwa 3,5 kW Ladeleistung zusammen. Wenn man die ausnutzen möchte, müßte man dafür eine eigene Insel-Anlage mit ca. 5 kW Peak dafür bauen. Andererseits kann man beim Tesla ja den DC-Ladestrom auch auf 5A, also ungefähr 1 kW Ladeleistung, runterregeln.
Wenn du mehrere Reihen Panels montierst, werden die Reihen halbwegs gleichzeitig verschattet?
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Nein, es ist komplizierter. Das Nachbarhaus im Süden ist etwas höher, daher wird die zweite Reihe die Sonne etwas später sehen. Außerdem steht unser Schornstein noch südlich, so dass dessen Schatten horizontal über die Modulreihe wandert. Wenn ich nach ein paar Beiträgen Bilder hochladen kann, zeige ich meine Drohnen-Aufnahmen.
Hochgestuft. Bilder gehen jetzt.
Prima, musste erstmal meine Backups synchronisieren, weil ich die Flugaufnahmen nicht lange lokal auf dem Rechner hier habe. Das mit den sieben Modulen pro Reihe war noch aus der Planungsphase 2024, als ich noch von Hochkant-Ausrichtung ausgegangen war. Quer gehen maximal 5 Module. Dann ist vorne noch platz für eine Ost-Reihe.
Bild 1 vom Dezember 2024, gegen 10:00 Uhr:
Bild 2, Dezember 2024, gegen 13:00 Uhr:
Bild 3 vom November 2025, gegen 11:00 Uhr:
Ich habe auch Sommer-Aufnahmen, allerdings finde ich die Videos (aus denen ich die Bilder extrahiere) gerade nicht, siehe oben. Muss dringend meine Backups in Ordnung bringen…
Nachtrag, ein Video aus dem Herbst mit höherem Sonnenstand hat sich noch angefunden!
Bild 4, 6. November 2025, gegen 10:00 Uhr:
Wenn das ganze Haus mit nur einer Phase versorgt wird, kann man mit einem 3,5kW-Ladegerät 24 Stunden lang einen dicken Akku laden, und der kann dann auch Spitzenlasten versorgen.
24x3,5kW= 84kWh
Das ist dann die maximale Speichergröße. Ein oder zwei kräftige 10kW-Wechselrichter könnten ein E-Auto dann schon etwas schneller laden.
Man kann aus dem Akku aber auch eine 3-Phasenanlage aufbauen.
Grüße
Die Idee, mit einem Akku ein lokales Dreiphasen-System aufzubauen, hatte ich auch ganz kurz. Aber dafür reicht die maximal zu installierende PV-Leistung nicht. Wir haben auch keinen allzu hohen Strombedarf, im Sommer ca. 3,5 kWh pro Tag und im Winter maximal 8,2 kWh pro Tag.
Wenn wir irgendwann mehr Energie brauchen, lassen wir uns von den Stadtwerken einen neuen Hausanschluss installieren. Für das E-Auto reicht uns eine Phase, so weit fahren wir nicht im täglichen Betrieb.
Hallo Peter,
Eigentlich ist kein neuer Hausanschluss mit einer Phase notwendig, Mit der beschriebenen Technik kann man jeden Tag ja 80kWh aus dem Netz ziehen.
Für Deinen Verbrauch würde ein 20kWh-Speicher zunächst ausreichen, ein MP 6000 von Victron könnte die vorhandene Hausinstallation versorgen, auch um vielleicht einen Induktionsherd oder später eine Wärmepumpe zu versorgen. Ein zweiter MP6000 kann das E-Auto schon schneller als mit einem kW laden. Schließlich muss Du bei der aktuellen Ladekapazität 15 Stunden warten, bis man wieder 100km weit fahren kann.
Deine Solaranlage würde die Ladeleistung für die Akkus direkt unterstützen und eine Victron Anlage ist Notstrom-fähig und kann mit dem Speicher einige Stunden Stromausfall überbrücken.
Dynamische Stromtarife sind mit diesem Anlagentyp ebenso möglich.
Grüße Stephan
Missverständnis, ein neuer Hausanschluss wäre 3-phasig. Im Kabelanschlusskasten liegen schon immer drei Phasen an. Das war historisch gewachsen, in der Straße waren die Häuser aber immer abwechselnd an eine der drei Phasen angeschlossen. Ursprünglich war die Stromzuführung mal über Freileitung, daher ist der Hauptverteiler auch im ersten Stockwerk. Bei der Umstellung auf Kabel, vermutlich in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, wurde der Kabelanschlusskasten mit der Hauptsicherung im Treppenhaus neben der Eingangstür eingebaut und mit dem Hauptverteiler im ersten Stock verbunden. Da sind die beiden Wohnungszähler drin.
Ein neuer 3-Phasenanschluss würde komplett im Treppenhaus angebaut. Wir müssten dann von dort alles neu verteilen. Ich habe zwar eine ungefähre Vorstellung, wie das über die alte Verteilung im ersten Stock laufen könnte, aber der Aufwand ist nicht ganz ohne!



