Große PV-Anlage: Überschuss für Heizstab

Hallo liebes Forum,

wir bekommen demnächst eine 24 kWp-Anlage installiert. Zusammen mit einem 8,6 kWh-Speicher.
Zusätzlich haben wir noch ein Balkonkraftwerk mit 2 kWp und einem Speicher von rund 4kWh. Da wir in einer sehr sonnigen Region (Süddeutschland) leben und keinerlei Verschattung haben, bringt unser Balkonkraftwerk Höchstleistungen. Auch von der neuen großen PV-Anlage erwarten wir ähnliches.

Wir haben einen ziemlich geringen Stromverbrauch. In den letzten Jahren 3200 - 3700 kWh/Jahr.

Wir heizen mit Öl. Ein Tausch auf Wärmepumpe ist geplant. Aber frühestens für 2027 oder 28.

Wir würden nun gerne den Überschuss in den Warmwasserspeicher (300l) stecken. Über einen Heizstab. Die PV-Firma kann uns hierzu etwas anbieten.

Worauf haben wir hier zu raten?
Oder würdet ihr davon gänzlich abraten? Wir sehen dein Heizstab als schnelle Lösung, um Strom in Wärme umzuwandeln und die Öl-Heizung etwas zu entlasten.

Reicht so ein Heizstab in Kombination mit PV-Anlage eigentlich aus, um die Ölheizung in den Sommermonaten komplett ausgeschaltet zu lassen? Oder wird sie auch im Sommer noch zuarbeiten müssen?

Vielen Dank für eure Rückmeldungen!

Das ist pauschal schwer zu sagen. Kennt ihr den Warmwasserverbrauch oder den Ölverbrauch dafür? Wie viele Leute müssen mit WW versorgt werden?

Was soll die Heizstablösung kosten?

Wir kennen leider weder den Warmwasserverbrauch noch den Ölverbrauch (für WW). Gesamtöl (also für WW und normalen Heizbetrieb) verbrauchen wir rund 2200 l /Jahr.
Wir sind 4 Personen.

Finanziell ist es für mich nicht so relevant, wie viel der Heizstab kostet. Ob 1000 € oder 3000 € ist mir nicht wichtig. Ich möchte es nicht in erster Linie um Geld zu sparen, sondern um weniger Öl zu verbrauchen und um den PV-Eigenverbrauch etwas zu erhöhen.

Hmm,

nehmen wir an, der WW-Speicher würde für zwei Tage reichen, also 150L WW pro Tag mit einer Temperaturerhöhung von 45K. Das macht einen Energiebedarf, ohne die Stillstandsverluste des Speichers oder Zirkulation, etwa 8kWh die Du dafür aufwenden musst. Rechenweg?:

150Lx45Kx4190J/kgK. Für kWh durch 3.600.000 teilen.

Die Energie musst Du in der Sonnenscheindauer in den Speicher bekommen oder den Akku einsetzen. Mit einem 2kW Heizstab, einem Relais und einem passenden Shelly sollte das automatisiert laufen. Der Shelly detektiert Deine Einspeisung und steuert den Heizstab über das Relais an. Wenn Du das selbst installieren kannst, ca. 500€ eher weniger. Spart ungefähr einen Liter Öl pro Tag. Mit dem ganzen dicken Daumen mal Pi überschlagen.

Wenn’s nicht gerade ein 1kW Heizstäbchen wird, ganz sicher.

Oliver

Wo ist das Problem? Wenn sie doppelt soviel WW brauchen wie wir damals zu dritt, dann hat auch der das in 10h erledigt.

Macht Sinn. Der Heizstab sollte vom Inverter angesteuert werden soll. Wenn PV da ist, sollte zuerst der Hausnetzbedarf, dann der Akku Ladebedarf und dann erst die Heizpatrone angeschaltet werden. An sonnigen Tagen hast du dann genug Warmwasser. Wenn es aber längere Zeit dicht bewölkt ist, dann wird es nicht reichen. Dann stehtst du vor der Wahl Öl oder Netzstrom.

Übrigens finde ich die Akku Kapazität recht gering. Der ist ja ruck-zuck voll, wenn die Sonne richtig scheint. Und wenn er lange halten soll, dann entnimmt man ihm 0,5 C, also 4kW max. und nicht mehr. Das muss dann zum Haushalt passen. Hier im Forum gibt es ja ein Tool mit dem die Wirtschaftlichkeit der Akku Kapazität errechnet wird.

Warum nicht eine Brauchwasserwärmepumpe wie die Ochsner Europa Mini anflanschen?

1 „Gefällt mir“

Zuerst das BKW mit zur PV Anlage und den BKW Akku verscherbeln

Es macht doch keinen Sinn bei neuer PV Anlage diese kleiner als möglich zu bauen um irgendwelche alte BKW Spielerei weiter zu betreiben.....

Dann einen Akku verwenden, aber dich nicht so etwas Winziges. Damit kommt man nicht weit genug.

Mit ausreichend Akku kann eine thermostatgesteuerte Heizpatrone zur WW Bereitung dauerhaft ab März eingeschaltet sein, das fällt kaum auf :wink:

Es macht auch begrenzt Sinn über ne BW WP nachzudenken, es ist so viel Saft zuviel - direkt thermisch verheizen.

Das schon, aber wenns dann doch mal ne Woche weniger Sonne gibt, und dann mal ein Sonnenstrahl durchkommt, darfs auch mal schneller gehen.

Oliver

Wenn der Akku nur 8 kWh hat und entsprechend max. 4 kW leisten kann, geht dann aber auch schon die halbe Leistung davon für den Heizstab drauf. Wenn der WW Speicher noch was taugt, würde ich auch an eine externe BWWP denken oder sonst gleich ne neue BWWP, dann kann man die künftige WP ganz fürs Heizen nutzen.

1 „Gefällt mir“

Hallo zusammen ,

der Wechselrichter ist Recht neu , ist dieser SG-Ready ?
Wenn ich mich richtig eingelesen habe , kann man an den WR der es unterstützt , ein Steuerkabel anschließen . Das geht zum Heizstab . Im WR Stelle ich dann ein ( oder über der passenden App ) ab wie viel Watt der Überschuss freigegeben wird .

Mal ein Beispiel : Man hat einen Überschuss zZ. von 2100 Watt . Der WR hat die Einstellungen 2100 Watt bekommen . Das Steuersignal gibt den Strom frei und der Heizstab mit z.B 2000 Watt beginnt mit seiner Arbeit . Der Überschuss wir etwas höher eingestellt wie die Leistung des Verbrauchers , in diesen Fall der Heizstab , weil man ein häufiges Ein und Ausschalten verhindern möchte / sollte .

Aus meiner Sicht eine Recht einfach zu installierende Technik . Kosten zu Nutzen muss man aber dann für sich selbst rechnen, da jedes Haus und somit der Aufwand bei den Verlegen des Steuerkabels sowie den Stromkabel unterschiedlich ist . Den Querschnitt des Kabels beachten .

Bitte korrigiert mich wenn ich da was falsch verstanden habe .

Gruß Eckard

Meine Gedanken:

mit 24kWp und 8,6kWh-Speicher ist der Speicher im Verhältnis zur PV unterdimensioniert, 16 kWh wären passender. Aber 8,6 kWh reichen Euch evtl. über Nacht und für einen sonnenarmen Tag?

Wenn ihr im Süden wohnt habt ihr mit 24kWp kein Problem das WW auf Temperatur zu halten, wenn der Speicher ausreichend gedämmt ist. Bei einer Woche Regenwetter sieht das aber wieder anders aus. Aber selbst bei dunklem Himmel haben wir im Sommer mit unseren 14 kWp noch meist 20-30 kWh Ertrag - sollte also in 95% der Fälle reichen.

Ich würde einen 3 kW-Heizstab installieren (ob 2 oder 3 spielt preislich wohl kaum eine Rolle), aber ihr habt die Möglichkeit Sonnenpeaks besser zu nutzen, wenn der Speicher schon voll ist. Der wird im Sommer schon um 9.00 voll sein, wenn die PV gut ausgerichtet ist.

Eigentlich ist die PV-Anlage für Euren Eigenbedarf überdimensioniert, schadet aber nichts für Herbst und Winter Reserven zu haben. Allerdings wird die Kosten-Nutzen-Situation (vor allem, wenn ihr wenig in DIY macht) schlechter bzw. die Amortisationszeit länger.

Bei dem Verbrauch und der PV-Leistung kannst du nicht nur warmes Wasser mit dem Heizstab machen.

Hat deine Heizung einen Anschluss um sie mit einer zusätzlichen Heizquelle zu versorgen?

Wenn ja, besorg dir einen Pufferspeicher und eine Pumpensteuerung für Solarthermie.

Die Einschalttemperatur deines Ölbrenners stellst du so weit runter wie du noch erträglich warmes Wasser hast.

Mit dem Heizstab machst du den Speicher heiß.

Die ST Steuerung schiebt das Wasser vom Puffer in die Ölheizung. Mindestens so warm damit der Ölbrenner aus bleibt.

Falls mal nichts vom Dach kommt hast du ölbackup, für Heizung und Warmwasser.

Gerade aufgrund der 60% Regelung, bzw. Negativpreis Regel ist es durchaus sinnvoll den “Überschuss” der sonst abgeregelt werden würde selbst zu verbrauchen.
Da ist es unerheblich wie der Strom verwendet wird.
Allerdings die Sache mit dem Speicher wird gerade später mit Wärmepumpe wichtig.
Ich habe eine 22,45kWp Anlage mit 34kWh Speicher und kann so mit Wärmepumpe von Anfang März bis Ende Oktober autark sein.

Moin

Schau dir mal den mypv AC Thor 9s an, der kann mit den passenden Heitstäben von 0-18 kW stufenlos Überschuss verheizen. Der ist mit einer Vielzahl von WR kompatibel oder mit einem eigenen smart Meter zu betreiben. Der kann, auch mehrere Heitstäbe ansteuern, also zB einen im Trinkwasser und einen im Pufferspeicher.

Guten Dino