Gesamtkonzept und Verständnisklärung MP-II etc

Hallo

überlege eine >10Jahre alte PV Anlage mit 10kWp im Einfamilenhaus durch einen Speicher zu ergänzen. Verbaut sind 2x5kW einphasige WRs.

Sinn wäre für mich den Eigenverbrauch zu steigern (zu letzt 2000kWh) und zusätzlich auf zukünftige Situation (Auslauf der EEG Vergütung) vorbereitet zu sein.
Zusätzlich heize ich seit kurzem zusätzlich mit Split-Klima -> höherer Stromverbrauch

Der Gedanke ist nun 16kWh DIY Akku zu verbauen und Netzparallel über einen Victron MP-II zu laden und saldierend über den Hauszähler zu speisen.

Was mir noch nicht ganz klar ist:

  1. Typ 48/3000/35-32 oder 48/5000/70-50

Der erste läd mit 35A was ca. 2kW sind und speist mit 2,4W. Das reicht für 95% meiner Tageslast also bis auf wenige Spitzen. Kostenpunkt: ca. 450€

Der zweite läd mit 70A was ca. 4kW sind und speist mit 4kW. Gefühlt würde das 2-3% mehr kurzeitige Spitzen abdecken. Hilft aber enorm um den Akku bei PV-Überschuss schneller zu laden. Kostenpunkt: ca. 650€

Da ich Netzparallel anschließen möchte, sehe ich für den 3000er eine Vorsicherung von 16A also 1,5mm² und für den 5000er eine Vorsicher von 20A also 2,5mm² was auch für die Verlegung im Altbau ein Unterschied macht.

  1. Desweiteren brauche ich einen Stromzähler. In diversen Videos wird der EM24 bzw EM540 genannt. Wäre auch ein direkter Anschluß des VM-3P75CT am Multiplus möglich?

3)Ergänzend stell ich mir die Frage ob ich wirklich eine Cebro GX brauche oder auch einen MP-II in der GX Ausführung.

Ich betreibe einen IOBroker und Visualisierung und Trends könnte ich eh da realiseren.

Danke vorab für Eure Tips.

VG

Zum schnelleren Akkuladen ist der 48/5000/70-50 sicherlich hilfreich und ich hab mich daher auch für den entschieden (14 kWh Akku, 8.8 kWp aber Ost/West, Fronius 6 Symo + vorhandener Solis 4G, d.h. max 7 kW von den WR, bisher beobachtet glaube ich 6.4 kW). Kannst Du ihn nicht in der Nähe des Zählerschranks montieren, so daß es mit den Leitungen kein Problem ist? Hab da selber 4mm2. Ich hab nen Cerbo GX, ne gute Alternative ist wohl auch einfach ein Raspi, zumal man da dann mehr Speicherplatz hat. War mir zu kitzelig, ob ich das hinbekomme. Viel Erfolg, Jens

Wenn es unbedingt sein müßte vielleicht. Um dahin zu kommen ist der Weg aber ziemlich aufwendig freizulegen.

Da es sich um Wechselstrom handelt hab ich aber mit 2,5mm² bei 4kW nicht wirklich Stress. Da wir vom Keller sprechen (Umgebungstemperatur 20°C) und Verlegeart B2 ist es für mich legetim nach VDE Tabelle den Umrechnungsfaktor 1,12 anzusetzen und somit sogar möglich 1,5mm² zu verlegen. Verluste auf der Leitung bleiben vernachlässigbar, ganz im Gegenteil zum DC Teil.

Entscheidender ist für mich der Gedanke ob ich für 16kWh Akkus minimal 6,66h oder 4h brauche zum Aufladen. Das könnte ein Unterschied machen. Insbesondere im Winter wo richtig PV-Leistung nur kurz und selten vorkommt.

Aber alles nur subjektiv und gerne wie ihr es seht.

Du kannst die max. Lade/Entlade-Leistung des Multiplus ggf. auch konfigurieren, wenn Du mit den Leitungen nicht an die Grenze gehen willst. Ich hab mich da nach der Installation auch erstmal rangetastet und den Akku etc. mit der Thermokamera beobachtet, bevor ich ihm freie Bahn gegeben habe.

Danke. Hatte schon so etwas gelesen und was kann man den genau konfigurieren? Im Datenblatt ist eine konstante Dauerleistung 4kW für den 5000er genannt, aber auch eine Spitzenleistung von 9kW. Was der Unterschied beim MP-II bedeutet ist mir nicht ganz klar. Aktuell betrachte ich die Dauerleistung als Nenngröße zur Auslegung der Installation.

Müßte auch nachschaun, ich hatte die Stromstärke vom/zum Akku eingestellt, ist ja mit der AC Leistung korreliert. Die 9 kW kann ich mir nur im internen Netz vorstellen, wenn Leistung aus dem Akku und "Landnetz" kommt. Muß ja der TAB entsprechend einmalig grundkonfiguriert werden was die AC Seite angeht und dann wäre da ja schon die Schieflast kritisch bei einphasig wie bei uns.

stimmt da wären es die zulässigen 4,6kW also vergesse ich besser mal die 9kW

du brauchst jedenfalls ein GX-device, ob nun als cerbo, multiplus-II GX oder raspberry pi -- denn was du machen willst, ist ein ESS und da läuft die steuerung teilweise auf dem GX, und auch die kommunikation mit dem stromzähler läuft darüber.

zur dimensionierung: schau dir mal den standby-verbrauch der beiden typen an, und auch deren effizienzkurven. meines erachtens ist kleiner besser.

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