Ich würde eher von Solarladeregler sprechen. Das sind dann Fertigspeicher, die Solarladergler und Akku enthalten und dann DC-Ausgang haben, wo ein 800 VA Mikrowechselrichter angeschlossen wird. Teils ist auch der schon integriert.
Mhhm ok, danke - das zeigt immerhin, dass es grundsätzlich möglich ist und auch, welche Leistungsdaten ungefähr benötigt werden.
Bei diesen Strömen ein NoName Produkt zu wählen, welches den Bruchteil des Preises eines Victron kostet, klingt für mich nicht so gut.
Hat vielleicht jemand eigene Erfahrungen mit Ladereglern bis 7kw.
Laut dem Victron Produktauswahl Helfer auf der Webseite würde z.B. der 250/100 mit 3 Strängen von jeweils 5 Modulen mit 450W und Voc ~40v funktionieren. In den technischen Daten hingegen sind 5800Wp die Grenze.
Guten Tag zusammen,
erstmal muss ich meckern: Warum werden solche Threads immer so lang und unübersichtlich?
Die Ursprungsfrage bezieht sich auf die 800 “Watt” Einspeisegrenze und die Solarleistung bis 7kW/p.
Und dann wird seitenlang über alle möglichen anderen Aspekte diskutiert, die mit dem ursprünglichen Thema nichts, oder nur am Rande zu tun haben.
Nicht das ich diese Diskussionen unpassend finden, sie gehören definitiv in ein solches Forum, aber dann doch bitte in einen eigenen Thread!
Genug gemeckert, eigentlich wollte ich nur eine (meine) Lösung zu der Problematik vorstellen:
Bisher gab es eine (Halb) Inselanlage aus 1 x Victron MP II 5000, 14 kW Pylontech Speicher (4 x US3000) und 3270 PV Peak am Victron MPPT 150/70 bestehend aus 6 Stück 545W Modulen in einer 2x3 Verschaltung. Alles von einem Elekriker aus dem Freundeskreis überprüft und an einer eigenen Sicherung mit 20A im Zählerschrank angeschlossen. Die Regelung läuft über einen Cerbo und einen Victron Zähler (den blauen, habe gerade nicht die Typbezeichnung parat) auf Nulleinspeisung. Diese Anlage wurde 2021 nach der Jahrhundertflut “schnell zusammengestrickt”, um zumindest eine belastbare Notstromversorgung zu haben. Für Dunkelflauten gibt es auch noch ein 6kVA Dieselaggregat, das aber bisher nur im Test- und Servicebetrieb laufen musste. Ich habe die Gelegenheit genutzt, die damals unter dem Eindruck der Ereignisse bestehende Zustimmung der besten Ehefrau von allen zeitnah umzusetzen *breitgrins. Heute ist sie nach unseren Einsparungserfahrungen von der Technik auch überzeugt und nutzt ganz selbstverständlich die Spül- und Waschmaschine immer dann, wenn die Sonne scheint.
Das neue Projekt, nach der Änderung der 4105 zum 01.03.2026 wurde jetzt folgendermaßen realisiert:
Cerbo, Victron Netzzähler und MPPT bleiben bestehen, die PV wurde auf 5450W/p (10 Module) aufgestockt, die den Pylontech Speicher laden. Als Verbraucher und gleichzeitig 800W-Erzeugungsanlage läuft ein EcoFlow Wechselrichter mit 2 parallel geschalteten Eingängen, die über die Pylontechs gespeist werden. Das ganze, zur Zeit noch ohne weitere Regelung mit 800W durchgehend, ich hatte keine Lust, mir noch einen Netzzähler von EcoFlow zu montieren. Softwaremäßig bin ich, was HA oder Node Red angeht eher unbedarft.
Diesen Aufbau habe ich regulär über das Marktstammdatenregister angemeldet und über das tolle Dokument F1.2 des VDE auch meinem Netzbetreiber gemeldet, natürlich MIT dem Wunsch auf Einspeisevergütung! Die erforderlichen Zertifikate für den WR gab es auf der ZEREZ-Seite auch. Normalerweise reicht die Nennung der ZEREZ-Nummer aus, ich habe aber sicherheitshalber die Zertifikate beigefügt und ausdrücklich im Anschreiben darauf hingewiesen, dass es sich NICHT um ein Balkonkraftwerk und auch NICHT um eine “normale” Solaranlage handelt, sondern um eine Kleinsterzeugngsanlage gem. der neuen VDE 4105. Mein Netzbetreiber ist Westnetz; die haben sogar eine Hotline für potentielle (End-) Kunden, die eine PV-Anlage anmelden wollen. O-Ton des dortigen Mitarbeiters: Von dieser neuen VDE-Regel hätten sie (er hatte auch noch andere MA im Hintergrund befragt…) noch nie etwas gehört, da wäre ich der Erste. Einen modernen Zweirichtungszähler haben wir bereits im Rahmen des Rollout von Westnetz im Oktober 2024 im (alten, von 1994) Zählerschrank installiert bekommen.
Anmeldung war Anfang April und bisher noch keine Rückmeldung. Hier ist also abwarten gefragt; über den weiteren Verlauf werde ich berichten.
Es geht somit auch schon heute mit bewährter und bekannter Technik, die am Markt auch schon vorhanden ist.
Gerne auch weitere Diskussionen zu diesen, zumindest theoretischen Möglichkeiten der Umsetzung - wir warten ja alle gespannt auf die tatsächlichen Reaktionen der Netzbetreiber, wenn sie denn mal gehäuft kommen.
Schönes Wochenende
Wäre dann eine Kleinsterzeugeranlage möglich mit einem Wechselrichter 800VA und einem zweiten, Hybridwechselrichter, der das Haus versorgt und fehlende PV- oder Akku-Energie aus dem öffentlichen Stromnetz (von außen gesehen als Verbraucher) bezieht?
muss man wohl anmelden als USV-Anlage ab bestimmter Grösse, dann kommen Schaltgeräte des Versorgers dazu
Was will der schalten, wenn nur max. 800VA ins Netz gehen?
laden der Batterie, das geht dann auch aus dem Netz
Ist doch ok. Ein ganz normaler Verbraucher.
Bei einer USV-Anlage wird unterstellt, dass bei Netzwiederkehr eine hohe Netzlast erzeugt wird. Dafür kriegst die Schaltbox verpasst.
Eine Kleinsterzeugungsanlage nach VDE hat genau einen Wechselrichter, und der darf max 800VA haben.
Oliver
Man spricht über sogenannte Kleinsterzeugungsanlagen. Wechselrichter max. 800 VA. Modulleistung bis 7 kWp. Anlage muss über Formblatt F1.2 angemeldet werden. Es gibt eine Übergangansfrist bis Ende Februar 2027. Ab dann müssen die Netzbetreiber eine Anmeldung über F1.2 akzeptieren. Auch mit Einspeisevergütung, wenn gewünscht. Viele oder die meisten Netzbetreiber haben ihre IT-Prozesse bisher noch nicht angepasst. Es kann sein, dass man auf nächstes Jahr vertröstet wird.

