Gerüchte: Kleinsterzeugungsanlagen bis 7kWp (statt 2kWp BKW) nun zulässig...?

Bedeutet das, dass ein Victron Multiplus für so eine Anlage nicht zulässig ist?
Und was wäre beispielsweise eine Anlage/ein Wechselrichter, an den man Batterien anschließen kann und der garantiert nicht mehr als 800 W einspeist?

Nachtrag: Hab's schon selbst gefunden. Das wäre dann wohl sowas: Victron MultiPlus 48/800/9-16
Noch ein Nachtrag: Lt. Datenblatt ist die Leistung zwar 800 VA, die "Max Leistung" aber 1.600W. Es ist kompliziert :frowning:

Da kannst du jeden 800 VA Balkonwechselrichter für die Einspeisung verwenden.

Das wäre er auch nicht, weil er meines Wissens kein Zertifikat und auch keinen NA-Schutz hat. Nur was in der ZEREZ registriert ist, kann angemeldet werden. Oder du hast einen externen NA-Schutz.

Jetzt muss ich hier leider meine Ahnungslosigkeit posten.
Ich hatte gedacht, dass ein Balkonwechselrichter eher ein "dummes" Teil wäre, der die Energie, die reinkommt einfach in's Netz einspeist (bis max. 800VA)
Kann man den denn auch steuern? Netzdienlich wäre es ja z.B. wenn tagsüber, wenn alle einspeisen, die Batterien geladen werden, und die Energie dann erst Abends/Nachts in's Netz eingespeist wird. Kann ein Balkonwechselrichter das denn auch?

Das ist richtig. Wenn nur PV Module an einen kleinen Netzwechselrichter angeschlossen werden, dann speist der alles was geht (PV und 800W Grenze) in das Netz ein. Anders sieht es aus, wenn es einen Akku gibt und eine Leistungsmessung, die den WR ansteuert.

Die wenigsten haben so viel Speicher, dass sie Nachts auch noch die gespeicherte Energie verschenken können. Der wird tagsüber geladen und gibt dann passend wieder Energie ab, um den eigenen Strombezug zu minimieren. Das ist ja auch in der Regel netzdienlich.

Das sind zwei sachen. Einmal ein "normales" BKW ohne speicher. Hier hat man 2 Solarpanel und einen wechselrichter. Dieser macht das, was du beschreibst. Alles was von den solarpanel kommt wird direkt in das netz eingespeist.
Mittlerweile werden "erweiterte" Anlagen verkauft, viele auch unter der bezeichnung BKW. Dabei handelt es sich um einen speicher, an dem bis zu 4 Solarpanel angeschlossen werden. Dieser speicher besitzt zudem noch einen wechselrichter, der den gespeicherten strom an das netz bgeben kann. Dies kann man in einer App einstellen wann wie viel in das netz abgegeben werden kann.
Da meist der wechselrichter im speicher die grösse eines BKW wechselrichtes hat, wird dies oft als BKW bezeichnet.

Das wäre genau mein Szenario. Ein "großer" Multiplus II in Kombination mit einem Shelly 3EM kann das alles, aber den darf man ja nicht benutzen, weil er nicht ab Werk auf 800W gedrosselt wird.
Mit einem ca. 8 kWh-Speicher könnten wir mit der tagsüber eingesammelten Energie den Abend und die ganze Nacht bestreiten.
Was wäre denn ein konkretes Gerät für so ein Szenario?

Moin und frohe Ostern an Alle
@pauls
ich kenne die Fertig Geräte nicht aus eigener Erfahrung, nur vom lesen hier im Forum. Da sollte sich was finden lassen. Bei mir sind es noch diskrete Geträte:

Der Akku ist DIY und wird von MPPT Ladegeräten mittels der PV aufgeladen (EPEVER). Die Einspeisung macht ein Hoymiles HMS 800 (ohne WLAN) als WR. Gesteuert wird über einen Microcontroller "OpenDTU" in der Verion OpenDtu on Battery. Der bekommt die aktuellen Verbrauchsdaten vom Lesekopf meines Tarifzählers (Volkszähler), läuft aber auch mit dem Shelly Messgerät.

Der Hersteller Hoymiles hat die HMS 800 abgekündigt, es gibt eventuell noch welche im Handel, sonst schau nach gebrauchten oder kompatiblen Geräten.

Bei mir läuft alles lokal in meinem Heimnetz sehr stabil und das schon seit gut 2 Jahren.

L.G.

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Gelesen habe ich das auch schon und nur so gedacht:

“legitimierter Diebstahl”.
Denn soweit ich das verstanden habe, muss man trotzdem passende Schutzeinrichtungen montieren lassen und bekommt keine Einspeisevergütung (stimmt das wirklich?). Bei 7 KWp (das ist dann eine Phase vom 32A-Anschluss) kann so ein “Balkonkraftwerk” am normalen deutschen Tag schon 35kWh bringen.

Und die streichen die EVUs dann einfach ein. Wenn man die 35kWh aber zurück haben will, werden einem dafür durchaus 15,-€ abgenommen.

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Das ist eine EU-erdachte Regelung. Was erwartest du?

Die Anlage muß den VDE-Bestimmungen entsprechen, was du mit deiner Unterschrift bestätigst.

Und natürlich gibt es für den eingespeisten Strom Einspeisevergütung nach den zum Anmeldungzeitpunkt gültigen Bedingungen.

Das gilt im übrigen auch für echte Balkonkraftwerke, wenn man auf die vereinfachte Anmeldung dafür verzichtet.

Oliver

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Danke.
Muss ich nochmal Schularbeiten machen…

Genauso isses !
Wenn ich eine total menschen - und autoleere Strasse nachts überqueren möchte, und da dann die Fußgängerampel Rot zeigt.........also : Ich überquere dann.....
Würde mich echt freuen, wenn mich da jemand eines Besseren belehrt : Wer, bitte, hat schon Probleme damit bekommen, wenn sie/er z.B. 4kw -Paneele statt 2 kw nutzt ?

Artikel von 14.04.26 dazu

Kleinsterzeugungsanlagen

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Danke für den Artikel. Sehr interessant finde ich dies hier:

Zitat:
"Wenn es dennoch mehr als zwei Kilowatt Modulleistung sein sollen und sich der Netzbetreiber bei der Anmeldung querstellt, spielt das nach Ansicht von Marcus Vietzke für die Anlagenbetreiber keine Rolle. „Die Anmeldepflicht beim Netzbetreiber ergibt sich aus § 19 Abs. 3 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV). Im Gegensatz zur Registrierungspflicht beim Marktstammdatenregister gibt es keine Bußgeldvorschriften für Meldeverstöße beim Netzbetreiber. Eine ausdrückliche Erlaubnis oder Genehmigung des Netzbetreibers ist für den Anschluss rechtlich nicht erforderlich“, sagt Vietzke."

Man meldet also einfach über dieses Formular und wenn der Netzbetreiber das irgendwie nicht akzeptiert, kann einem das egal sein. Man hat seiner Meldepflicht Genüge getan.

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Danke für den Link,
in der Tat gibt es für die 2000Wp Grenze im EEG keinen sachlichen Grund. Die Ministerialbeamten glaubten, es müsse eine Grenze geben und so haben sie die 2000 "gegriffen". Wie die Techniker mit der VDE bestätigen, gibt es keinen sachlichen Grund. Enscheidend ist allein die Einpeiseobergrenze von 800W.

L.G.

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Die Solarpanel sind günstig. So kann man auch bei nicht optimaler Ausrichtung ein bkw mit Speicher sinnvoll betreiben. Mit mehr als 2.000 W Panelleistung, weil dieser Wert nie erreicht wird. Das lässt sich auch nicht mehr aufhalten, die Hersteller bringen absolut gut entwickelte geräte raus, die für sehr viele Situationen passen. Die wollen verkaufen, je mehr desto besser. Auch Dachseiten die nicht optimal sind kann man versorgen. Das alles ist technisch überhaupt kein Problem. Es gibt einen Kreis, der das verhindern will. Das ist das Problem. Die Steine schmeisser, die das verhindern wollen dass maximal privater Strom im kleinen erzeugt wird.

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Das ist eine sehr erfreuliche und sinnvolle Entwicklung, gerade wo nun Speicher und Panele recht erschwinglich sind…aber…

Gibt es denn ein erschwingliches, für den Laien verwendbares Plug&play System, was 7kwp Modulleistung bei 800w Wechselrichter - Ausgangsleistung verarbeiten kann?

Es gibt ja modulare Speichersysteme, wo teils jeder Zusatzspeicher wieder Eingänge für 2 Module hat. Beispiel Marstek B2500, Growatt Noah, Ecoflow Stream. Musst du dir dann einfach mal genauer anschauen, welches System da was zulässt.

Es ist insgesamt undurchdringlich.

Die permanenten Änderungen und Neuregulierungen bedeuten insgesamt Chaos :face_with_peeking_eye:

Was gestern noch galt, ist heute anders. Mir kommt es so vor, als ändert sich die Situation schon beim Kauf der Hardware.

Jeder Leitfaden von gestern ist nicht mehr aktuell und die alten Inhalte sind dennoch Vorhandene, an denen man sich orientiert......

Vielleicht irgendwie einen Schnitt wagen, oder historienbasierten Leitfaden, der bis zum Jetzt gilt aufbauen. Letzte Seite, aktuelle Situation :wink:

Es sei zu erwarten, daß Viele orientierungslos sind, mich eingeschlossen. Fragt mich jemand, sage ich "das ist mir zu kompliziert"

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