In den meisten Fällen wird bei einem Austausch der alten Heizung gegen eine Wärmepumpe auch der Warmwasserspeicher ausgetauscht. Damit geht oft ein intakter, hochwertiger Edelstahlspeicher auf den Schrott.
Ich habe meinen alten 300L-Speicher zusammen mit einer ebenfalls ausrangierten Umwälzpumpe in den Rücklauf der WP eingesetzt. Durch den integrierten Wärmetauscher, durch den bei der alten Heizung das WW im Speicher aufgeheizt wurde, schicke ich nun das kalte Frischwasser, bevor es in den neuen WW-Speicher strömt.
Die Vorteile dieser Installation:
1.: ein großes Heizwasservolumen sorgt für einen ruhigen WP-Betrieb.
2.: das im Winter eiskalte Frischwasser gelangt bereits vorgewärmt in den WW-Speicher, dadurch reduzieren sich dort die Verwirbelungen und das verfügbare WW-Volumen wird deutlich größer. (Nachtrag) Bei der WW-Entnahme sinkt die Temperatur deshalb gleichmäßig und langsamer dadurch kann die Ziel-Temperatur bei der WW-Bereitung reduziert werden der WW-COP steigt.
3.: das Vorwärmen des Frischwassers geschieht in einem niedrigen Temperaturbereich, der COP der WP ist deutlich besser als bei der WW-Bereitung, wo 50°C Vorlauf erzielt werden müssen, um 45°C WW zu erreichen.
4.: Je kälter es ist, um so höher ist die Temperatur des Rücklaufs und damit die Vorwärmung des Frischwassers. Damit reicht die einmalige WW-Bereitung im Winter oft schon aus.
5.: die zusätzliche Umwälzpumpe sorgt während der WW-Bereitung dafür, dass der Pufferspeicher-Inhalt durch die Heizkörper gepumpt wird. Dadurch kann ein Auskühlen der Heizkörper während der WW-Bereitung verzögert werden.
Der Pufferspeicher steht im Keller, damit ersetzt er mir einen Heizkörper, es gibt also keine Verluste.
P.S. Ein großer Vorteil der WP ist, dass sie keine Verbrennungsluft benötigt. Alle Kellerfenster können geschlossen und isoliert ausgeführt werden. In älteren Häusern wird damit der Keller warm, der Fußboden im Erdgeschoss ist dann auch nicht mehr kalt. Auch schön.