Gebläse Konvektor zur Kühlung im Sommer

Hallo Leute

Ich würde gerne meine existierende Fußbodenheizung effektiver machen wenn diese im Sommer kühlt - und zwar mit Vaillant aroVair pro Wasser-Luft Wärmetauschern/Gebläse Konvektoren in einigen Räumen.

Hier mein Plan - wir haben auf jedem Stockwerk Heizkreisverteiler bei denen noch Anschlüsse frei sind. Könnten wir an diese Anschlüsse nicht einfach die Gebläse Konvektoren anschließen?

Das ganze nur für den Sommer. Im Winter klappt alles gut mit der Fußbodenheizung und unserer Aerotherm plus 5kW WP.

Hat jemand Erfahrung damit? Scheint ziemlich neu zu sein. Oder vergleichbaren Geräten?

Das System kommt wahrscheinlich etwas aus der Balance aber das kann man ja nachjustieren.

Mit besten Grüßen

Das Thema ist uralt.

Kernproblem ist das Kondenswasser an sämtlichen Heizleitungen, wenn die nicht perfekt für den Zweck "Kühlung" vorbereitet sind. Dann kondensiert die Luftfeuchte des Gebäudes an allen möglichen und unmöglichen Stellen. Dann Schimmel usw.

Gebläsekovektor habe ich seit Jahren laufen. Macht sich gut. ABER bei Kühlnutzung mußt du zusätzlich das Kondenswasser am Konvektor abführen.

Hast du da eine Abflußleitung ist es einfach, ansonsten must du dir etwas einfallen lassen.

Wie der Konvektor heist ist ziemlich egal. Die Dinger sind völlig primitiv: ein "Autokühler" und ein Ventilator, das ist alles. Dazu ein Thermostat der den Lüfter schaltet ... oder eine schön teure superduper Steuerung ...

1 „Gefällt mir“

Hallo Uschi

Danke für die Info, dachte ich mir schon.

Ja, Kondensat abführen ist natürlich notwendig und auch möglich.

Da ich die FBH im Kühlmodus nicht unbedingt entkoppeln kann, müsste die VL Temperatur sowieso über dem Taupunkt liegen, dh geringe Kühlung. Das ist aber auch in Ordnung.

Ich werde mal dieses Forum durchforsten.

Danke nochmals

Hallo, ich wollte gerade das gleiche als Frage hier hineinstellen. Bist du schon weiter mit deinen Überlegungen? Also ich plane unten im Keller, wo die Leitung der Wärmepumpe ins Haus kommt,einen eigenen Abzweig ( Dreiwegehan) zu schaffen, den ich dann wirklich dicht isolieren und dämme. Von dort aus geht es bestmöglich isoliert mit eigener Leitung auf dem Dachboden zu einem eigenen Verteiler und dann von dort aus zu den Deckengeräten von Vailant. Natürlich mit kondensatablauf und allen Dingen die dazu gehören. Meine Frage ist eher hat jemand damit Erfahrung? Ich stelle mir die Frage wenn ich dort 7 Grad kaltes Wasser hochschicke, ist es dann genauso als ob ich mit Kältemittel dort ankomme? Hast du dazu Informationen? Gruß Gregor

Darf ich fragen wie deine Erfahrungen mit den Konvektoren beim Heizen sind? Ich überlge alte Heizkörper dagegen auszutauschen, nur ist es sehr schwer jemanden in Deutschland zu finden der damit praktische Erfahrungen hat..

Die Konvektoren haben ein unglaubliche Wärmeabgabeleistung, selbst schon auf der kleinsten Lüfterstufe.

Ich hatte zu wenig Platz im Bad für einen richtigen Heizkörper. Die vorhandene "Hühnerleiter" hat an der Gastherme mit 60-70° VL ausgereicht um das Bad warm zu bekommen. Mit den 30-40° der Wärmepumpe hatte ich keine Chance für die üblichen Badtemperaturen.

ABER Du must bedenken das der Wasserinhalt dieser Teile viel kleiner ist als bei einem Heizkörper. Bei ein oder zwei noch kein Problem. Bei mehreren fehlt dann aber die Wassermenge um die WP im Winter abzutauen. Also ein Speicher nötig, der die Effizienz etwas verschlechtert.

In Schlafräumen kommt dazu das Problem, das wenn der Lüfter aus ist nahezu keine Wärme abgegeben wird. Beim Schlafen würde mich der Lüfter aber selbst in der kleinsten Stufe stören.

2 „Gefällt mir“

Ein Familienmitglied hat folgende Situation:

Gasetagenheizung, alte Heizkörper (vermutlich zu klein), Leitungen nicht isoliert.

Es gibt einen Zugang zum Dach, und dort soll eine Wärmepumpe hin, das ist kein Problem. Die Rohre von der Wärmepumpe würden im Badezimmer enden, wo jetzt die Gasetagenheizung steht.

Idee: Direkt neben dem Badezimmer befinden sich mehr oder weniger alle anderen Räume der Wohnung. Man könnte von dort aus direkt ein paar Löcher in die Wände bohren, in deckennähe, luftdicht isoliertete zusäzliche (!) Leitungen verlegen, und Gebläsekonvektoren (Die, die wie Wandegräte von Klimaanlagen aussehen) anschliessen.

In der Übergangszeit: Nur die Heitzkörper heizen, die "nervigen" Konvektoren bleiben aus.

Im tiefsten Winter: Konvektoren helfen mit. Tausch von Heizkörpern daher nicht nötig, Vorlauftemperatur kann niedrig bleiben.

Im Sommer: Der normale Heizkreis wird abgeschaltet, die Wärmepumpe auf Kühlen geschaltet, und die Konvektoren kühlen, mit sehr kaltem Wasser, unter Taupunkt. Das Kondensat wird abgeleitet.

Das müsste doch klappen? Und warum macht man das nicht häufiger?

Hallo zusammen, Hallo krummbrumm

Ich denke das wenn man sich solche Geräte ins Haus baut , das Problem mit der Steuerung beginnt.
Bei einer WP hat man keinen Thermostat im Heizkörper . Aber bei ein Fan-Coil / Gebläse schaltet man zu und ab . Bei relativ kleinen Wassermengen ist das problematisch da die WP dann es nicht schafft schnell genug Wärme oder Kälte zu liefern.
Man müsste also ein Puffertank haben der das auffängt . Eine WP dann ohne Puffertank zu betreiben wird dann wohl nicht gehen .
Auch daran denken was passiert bei einem Auftauvorgang an der WP ? Diese müsste ggf dann die Gebläse ausschalten oder ?

Rein von den Kosten her , wäre es günstiger mit 2-3
normalen Splittgeräten zu arbeiten.

Gruß Eckard

Ich vermute mal, weil Kältemittel wesentlich mehr Wärmeenergie aufnehmen kann als Wasser.

Wenn man rein über Außentemperatur regelt. Aber ist das nicht sogar eine der Förderbedingungen in Deutschland, daß die Heizkörper einzeln regelbar sein müssen, oder sowas?

So weit ich weiß haben die dann, wie bei Klimaanlagen, einen PID-Controller, der die Leistung sanft nach oben/unten regelt, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Die Wärmepumpe sollte sich dann ebenfalls langsam anpassen, wenn die Rücklauftemperatur sich ändert.

Das sind alles, so weit ich weiß, seit langem gelöste Probleme.

Und, Gebläsekonvektoren sind auch nichts völlig unübliches bei Wärmepumpen, die werden schonmal empfohlen, wenn große Heizkörper nicht eingebaut werden können. Meist dann allerdings die Truhenversion.

Braucht man oft eh bei Heizkörpern.

Müsste man die Dokumentation der Konvektoren sich mal näher ansehen, ob sie erkennen, daß die Wassertemperatur zu niedrig wird zum Heizen, und dann das Gebläse abschalten. Ich könnte mir vorstellen, daß die Hersteller daran gedacht haben.

Ja, die werden eingebaut um das Geld anderer Leute abzugreifen und anschließend totgelegt.

Das ist die superduper Regelung für fetten Aufpreis, die in Praxis unnötig ist.

Ich würde sagen meisten geht es ohne. Problem sind die Hersteller, die einen Puffer vorschreiben um jedem Ärger aus dem Weg zu gehen ... auf Kosten der Effizienz. Strom zahlt ja nicht der Hersteller.

Ja, das macht selbst mein primitiver Konvektor mit einfacher Regelung. Es wird über einen Theromfühler die VL gemessen und erst ab ca. 28° der Lüfter freigeschaltet. Rückwärts dann genauso.

Ich bin davon ausgegangen, alle Gebläsekonvektoren, vor allem die die für Kaltwassersätze, würden das machen, genauso wie jedes Innengerät einer Billigst-Klimaanlage.

Ein PID-Controller ist ja nun auch nichts kompliziertes, das kann man in einem Ein-Cent-Microcontroller implementieren.

Ich würde noch mal die Frage aufwerfen. Hat jemand Informationen zur Effektivität wenn man die Konvektoren mit kalten Wasser beschickt? Hat jemand so etwas an der Wand und könnte mal schreiben wie kalt die Luft da rauskommt? Eventuell eine Einschätzung ob es mit einer Splitklima mithalten kann oder weit entfernt davon ist? Wenn ich 7 Grad kaltes Wasser zum Konvektor schicke, bekomme ich dann 7 Grad kalte Luft raus? Oder übersehe ich ein physikalisches Prinzip?

7 Grad kaltes Wasser - da bräiuchte es komplett sehr sauber gedämmte Rohre. Und dann könnte man berechnen, wie bei welchem Volumenstrom und welcher Rücklauftemperatur die Leistung ist, die man dem Wasser entnehmen kann.

Hab mal ausgerechnet: Bei einem typischen Volumenstrom von 1000 l/h und 5 Grad Temperaturerhöhung im Rücklauf würde man 5,8 kW Kühlleistung haben. Das scheint also von dieser Seite her zu klappen.

Real wird man vermutlich eher so mit 1-2 kW Kühlleistung rechnen können bei akzeptabler Lüfterleistung.

Hallo Win,

DANKE! , dass du das mit dem Volumenstrom geschrieben hast, ich Idiot habe bisher immer nur auf die KW Zahl geachtet, die diese Geräte in den technischen Beschreibungen haben. Also ich habe eine 7 Kw Wärmepumpe ( Therma v R290 LG ) und die hat laut Datenblatt 7 KW Kühlleistung. Die Geräte von Vailant haben 2,3KW, also habe ich mir gedacht wird eng, klappt aber. Jetzt wo du vom Volumenstrom geschrieben hast, habe ich das noch mal nachgeschaut und siehe da, es geht nicht. Volumenstrom 480lh die Wp Hat max 1200lh. Also noch mal Danke für dein Schreiben. Das Projekt hake ich ab. Eine hydraulische Entkopplung ist mir zu teuer.

Kann ich nicht nachvollziehen. Kannst Du das nochmal genauer erklären?

Meine Wp die bereits installiert ist hat 7 KW Kühlleistung, so steht es in dem Datenblatt von LG. Wenn ich also nur die Kühlleistung mir anschaue und dann die Kühlleistung der Vailant Wandgeräten anschaue, die 2,3KW Leistung haben, geht das ja mit 3 Räumen rechnerisch auf. Die leistung der Geräte aroVAIR pro WN entnehme ich auch dem Datenblatt. Aber damit sie dies Leistung erreichen brauchen sie einen Volumenstrom von 480 Litern/h.( Flüssigkeitsmenge die durch das Gerät fließen müssen) da die LG Therma v r290 7 KW aber nur einen Volumenstrom von Max 1200L/h liefert, ist das dann nicht mehr zu realisieren. Das, was ich nun machen könnte, wäre einen Zwischenspeicher einbauen und dort eine leistungstärke Umwälzpumpe einbauen.(Hydraulik entkoppeln) Das sind erhebliche kosten. Dabei ist zu bedenken, dass die Leistung der WPumpe im betrieb immer auf max arbeiten müsste.