Insebesondere gefällt mir diese Passage in dem Fraunhofer Beitrag.
5.2 Wird die fossile und nukleare Stromerzeugung subventioniert?Das fasst aus meiner Sicht das jahrelange taktieren der etablierten Stromerzeuger und das Dilemma der erneuerbaren Energien gut zusammen.
Ja, dabei sind die zukünftigen Kosten der Subvention schwer abzusehen.
Die Politik beeinflusst die Strompreise aus fossilen und nuklearen Kraftwerken. Politische
Entscheidungen definieren den Preis von CO2 -Zertifikaten, die Auflagen zur Filterung von
Rauch oder zur Endlagerung von CO2, die Besteuerung von Atomstrom oder die Versiche-
rungs- und Sicherheitsauflagen für Kernkraftwerke. Die Politik legt damit fest, inwieweit
Stromverbraucher die schwer fassbaren Risiken und Lasten fossiler und nuklearer Strom-
erzeugung tragen. Sie entstehen größtenteils in der Zukunft, durch die CO2-induzierte
Klimakatastrophe, die Endlagerung von Atommüll und Ewigkeitslasten aus dem Steinkoh-
lebergbau. Bei einer konsequenteren Einpreisung dieser Kosten wird es dazu kommen,
dass die PV-Stromerzeugung den Strommix verbilligt. Bis wir so weit sind, wird fossiler
und nuklearer Strom zu Preisen verkauft, die seine externen Kosten verschleiern und als
Hypothek in die Zukunft abschieben.
Quelle: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE Oktober 2022
Da haben sich Erzeuger jahrelang auf den Subventionen und unter dem Schutz der Politik ausgeruht und gut verdient.
Die Folgekosten trägt am Ende wieder mal die Allgemeinheit.
Für die erneuerbaren und die Speicher dürfen wir jetzt investieren und ein wirtschaftliches Risiko eingehen, weil wir an die Zukunft und eine bessere (klimaneutrale) Welt glauben bzw. darauf hoffen.
Diejenigen, die bisher wunderbar profitiert haben kämpfen gegen den Wandel, weil er sie aus der bequemen Ecke, nix tun und trotzdem gut verdienen raustreibt.
Herzliche Grüße