Mitnichten. Wir haben gut zweieinhalb Jahre lang gesucht und sehr viel gerechnet. Altbau, Neubau, Grundstück, Eigenleitungsquote, Förderungen… Eine ziemlich frustrierende, aber lehrreiche Zeit.
Am Ende war der Altbau hier, inclusive neues Dach, Türen, Fenster und Fassade günstiger, als ein halb so großer, fertiger Baugrund im Nachbardorf und noch im ursprünglich geplanten Budget.
Ein paar der Arbeiten wurden durch Fachfirmen durchgeführt. Nicht nur, weil die Profis da besser sind; auch weil über den Energieberater eine Einmalförderung zu EH85 beantragt und genehmigt wurde. Die 20% haben dann einiges von den Facharbeitsstunden übernommen.
Bei manchen der Regularien kann ich zwar die Gründe nachvollziehen, aber ein wenig ‚schräg‘ sind sie schon.
Liebes Bauamt/-aufsicht/-sonstigeStellendiewirkontaktierthaben, wir möchten das Haus dämmen. Das Haus steht sehr nah an der Grundstücksgrenze und das Dach müsste x cm verbreitert werden. Dabei kommen wir wahrscheinlich über das Grundstück. Wie gehen wir vor, was muss beantragt werdenusw? - Liebe Bastelfamilie, da es sich um eine energetische Sanierung, die über den Staat bezuschusst wird, handelt, gar nichts.
Liebes Bauundsonstige, wir möchten bei einer Scheune mit eineinhalb Stockwerken das Holzdach entfernen und eine Terrassenfläche machen. Was müssen wir beachten und beantragen usw? - Liebe Bastelfamilie, da es sich um eine Umwidmung handelt und das Gebäude nahe an der Grundstücksgrenze steht, müssen sie, nachdem sie das brennbare Dach entfernt und durch feuerfeste Fliesen ersetzt haben, eine Brandwand zum Nachbargrundstück hochziehen. Parallel zur 50cm entfernten Brandwand des Nachbarn.
Liebe Bastelfamilie, in Hessen ist mindestens eine Solarvorbereitung/Ständerung bei einer Dacherneuerung umzusetzen. … Bei einer energetischen Sanierung ist nur eine Bestandserneuerung und -wiederherstellung förderbar. Da vorher keine Solaranlage vorhanden war, wird die Solarvorbereitung nicht gefördert. Genauer, sobald eine Schraube Solarzubehör auf den eingereichten Rechnungen auftaucht, wird die komplette Förderung, incl. Fenster und Fassade hinfällig.
Ich meinte es eher so: Hättest du keine Förderung beantragt, du hättest, bis zu einem gewissen Grad und natürlich ohne Gesetze zu verletzen können, einfach machen können.
Beim Neubau MUSST du die Gewerke letztlich bezahlen.
Nach einigem hin und her haben wir uns damals dafür entschieden, bei ein paar Dingen die Profis ran zulassen. Die haben mehr Erfahrung und geben eine Gewährleistung. Und mit 50+ Jahren wollte ich auch nicht mehr auf einem Dach rumturnen. Die kleineren Eigenleistungen dabei, wie ‚Betonfensterbänke von außen plan zur Fassade schneiden‘ und ‚Fensterlaibungen 2cm verbreitern und Glattstrich ziehen‘, auf einem kleinen Heimwerkergerüst, waren schweißtreibend genug.
Kleines Update: Die OSB Platten, die den Dachboden geschmückt haben, sind nach mehreren ‚Verputzen, spachteln und schleifen‘ Durchgängen jetzt schön. Die Beleuchtung strahlt auch munter vor sich hin und lässt sich über Schalter und app steuern.
Der unbewohnte Dachboden hat ‚normgerecht‘ 15 Steckdosen, 12 Lampen, 6 LS, 3 FI und ein Netzwerkkabel bekommen. Schön verpackt in eigenem Verteilerkasten.