Fronius Symo und Victron Multiplus II abregeln

Hallo an das Forum

Vorweg zum Stand der Dinge. Ich betreibe eine PV Anlage mit drei MP II 3000 48 in 3N~, als Laderegler zwei MPPT 250/85 mit insgesamt 20 Modulen zu 410W belegt, zwei Batterien LIFOPO4 mit je 16s 280 Ah ohne Datenanbindung. Am AC out hängt noch ein Fronius Symo 5.03 mit 12 Modulen zu 400W und mein gesamtes Haus als Last.
Jetzt mein Problem: Da es mit dem deutschen Steuerrecht immer bekloppter wird, habe ich nach weit über einem Jahr nach Inbetriebnahme immer noch keinen Einspeisevertrag, hatte ich in einem früheren Beitrag schon einmal beschrieben.
Jetzt sehe ich als Möglichkeit, meine Einspeisung zu begrenzen. Nach Auskunft eines Mitarbeiters von Mitnetz vor einigen Tagen bekomme ich trotzdem so ein IMSYS zum Horrorpreis dann aber ohne Einnahmen. Ich trage mich mit dem Gedanken, meine Einspeisung auf nahe Null zu begrenzen. Wenn ich nichts für meinen Strom bekomme, muß ich auch nichts verschenken. Mein Problem ist jetzt der Symo. Wie bekomme ich das Teil ähnlich den MPPT von Victron dynamisch abgeregelt ? In den Einstellungen des Symo unter EVU Editor hatte ich die dynamische Begrenzung auf 3500W eingestellt und die Steuerung per Modbus aktiviert. Leider tut sich nichts, als die maximale Erzeugung des Symo auf eben diese 3500W zu begrenzen. Hat noch jemand eine Idee ?
Langsam bin ich soweit, die Netzverbindung zu trennen und zum Insulaner zu werden.

Grüße aus dem Vogtland

Victron und Fronius können doch offiziell mit einander.
Wirft man die beiden Begriffe einer Suchmaschine vor, findet als erstes das hier:

Oliver

@oliverso
Hallo OliverSO
Klar können die Beiden direkt miteinander, sind inzwischen per Ethernet verbunden. Das Cerbo kann den Symo lesen und auch mit einrechnen, aber nicht abregeln. Als ich das erstmals in Betrieb genommen hatte, konnte man den ESS und Assistent für PV Wechselrichter gleichzeitig installieren, jetzt geht nur noch eines von beiden.

Grüße aus dem Vogtland

Du hast die oben verlinkte Doku gelesen, und bist auch den darin vorhandenen links gefolgt?

Oliver

@oliverso

Genau so hatte ich es eingestellt. Gerade nochmals alles durchgesehen, die letzte Position mit der Priorität hat scheinbar gestern das FW Update geändert. Da aber der Netzbetreiber keinen Zugriff hat, dürfte das ja nicht stören.

Grüße aus dem Vogtland

ps: melde mich morgen wieder, muß zur Nachtschicht.

Probier mal am Multi aux1 (Disable feed in) zu Brücken, eventuell steuert er dann den Fronius runter…

Vielen Dank an alle

Problem hat sich erledigt. Nach einem Neustart aller Komponenten mit vollständiger Stromabschaltung funktioniert es jetzt.
Bliebe noch eine Frage: Wenn das sauteuer Abschaltgerät des Netzbetreibers kommt, wie bindet man das in ein Victronsystem ein, um auch stufenweise abzuregeln ?

Grüße aus dem Vogtland

Stufenweise gibt's doch gar nicht. Da kommt ein Signal, und dann muss die Einspeisung auf 4,2kW begrenzt werden. Das können die Multis seit dem letzten Firmwareupdate.

Oliver

@oliverso

Da könnte ich meine Einspeisung gleich fix auf 4,2 kW einstellen, habe ich sowieso auf 5 kW begrenzt. Viel würde ich da nicht einbüßen. Vielleicht kommt irgendwann eine Möglichkeit, im Zweig mit den MPPT und den Batterien den Anteil des Ladestroms und des Teils für den Wechselrichter getrennt einzustellen. Dann könnte die Batterie langsamer und evtl. etwas später laden, damit würde die Spitze gegen Mittag begrenzt und früh bei viel Sonne könnte mehr eingespeist werden. Derzeit lädt der ESS erst die Batterie und speist danach ein.
Auf meinen MP II läuft noch Firmware Version 501. Hatte mal 513 mit Cerbo V 3.42?, da funktionierte nichts mehr, das Cerbo war ständig nicht mehr bedienbar.
Aber Mitnetz wird mir wohl trotz freiwilliger Begrenzung das teuer Zählerzeug aufs Auge drücken.

Grüße aus dem Vogtland

Wenn die Anlage jetzt erst in Betrieb geht, dürfen die das. Wenns eine Bestandsanlage ist, nicht so ohne weiteres.

Oliver

@oliverso

Guten Abend

Nein, ist nicht ganz neu, mit Perwoll gewaschen. Inbetriebnahme war Herbst 2013.
Wenn ich das mit diesen "intelligenten" Messsystemen richtig verstehe, kostet das nackte IMSYS im Jahr 25€, die Steuerbox 50€ und bei PV bis 15 kWp 50€, bis 25 kWp schon 110€. Auf dem Dach habe ich 13 kWp PV, an einer Nordfassade nochmal knapp 6 kWp. Die Nordwand läuft derzeit als reine Insel und erzeugt nur Gleichstrom, am Ende 19V für meine IT und 36V für Außen- und Notbeleuchtung. Damit werde ich mir eine Verbindung zum Netz verkneifen. Sonst müßte ich da wegen mehr als 15 kWp 60€ mehr zahlen. In Summe macht das dann 125€ oder bei in Summe 19 kWp 185€. An der Nordwand kommt nur im Winter richtig Strom wenn Schnee liegt. Da kommt vom Dach nix. Bei Südausrichtung würden dafür 3-4 Module reichen, da habe ich keinen Platz und fortschreitenden Urwald.

Grüße aus dem Vogtland

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