Fragen zu komplexer Solaranlage - diy

Hallo,
ich bin Hausbesitzer und eine Solaranlage ist längst überfällig. Allerdings ist der Fall eher kompliziert.
Jetzt gerade gibt es ein sehr tollen Angebot für einen Akku, deshalb überlege ich jetzt endlich die Umsetzung zu beginnen: 16 kWh für 2550€ https://www.ebay.de/itm/137076188478

Ausgangsbedingungen:
Doppelhaushälfte Nordseite
Wärmepumpe
Wallbox
Flachdach aber mit 6-8° Neigung

Meine Gedanken:
1.) Auf Flachdach mit Eigenkonstruktion stellen so das ich Solarmodule mit 50° Neigung nach Süden ausrichten kann. Ich habe ca. 12-14m entlang des Ringankers Platz um Module nach Süden auszurichten. Ergo 10-11 Module. Diese Konstruktion würde ich im Ringanker fixieren damit auch bei Wind nichts weg fliegt. Außerdem würde ich die Rückseite auch zu machen damit der Wind nicht drunter heben kann. Beschwerung pro Modul 30-50kg. Das Dach selbst ist für die Last ausgelegt.
2.) Flexibler Stromtarif mit § 14a EnWG: Durch WP ist mein Stromverbrauch im Winter extrem hoch. Nachts kann ich dann aber im Schnitt unter 10Cent/kWh WP anmachen und den Akku voll machen. So das ich am Tag keine Strom aus dem Netz ziehen muss.

Fragen:
1.) ich hab mal von Multilevel-Wechselrichter und deren Vorteilen gehört. Sind die schon zu einem vernünftigen Preis auf dem Markt? Ich vermute die sind nicht kompatibel mit dem ECO-WORTHY Akku.
2.) Wechselrichter. Was für einen Wechselrichter sollte ich einplanen? Für die Wallbox wären ja 11kW gut auch wenn ich bei 11 Modulen + (Steckersolar) wohl max. 7,4 KW generiere.
Ich möchte Inselfähig sein.
3.) Was brauch ich um die Akkus auch aus dem Netz zu laden?
4.) Schwachlichtverhalten: Gibt es brauchbare Daten welche Zellen bei Schwachlicht auf dem Markt aktuell besonders gut abschneiden?
5.) Erweiterungsmöglichkeiten:
a.)Ich habe ein Ost/West Pultdach mit 50° Neigung, dieses könnte ich auch belegen, lohnt sich allerdings deutlich weniger, würde ich mir vielleicht bei Perowskit-Solarzellen oder anderen die gut mit Streulicht umgehen überlegen.
b.) Weitere Solarflächen im Garten:
Ich könnte mir auch nochmal 6 Solarpanels im Garten installieren allerdings hätte ich dann 30m bis zum Wechselrichter im Keller. Die Dachkonstruktion liegt eher bei 15m. Ist das ein Problem?

Es gibt z.B eine Solarrechner der EU JRC Photovoltaic Geographical Information System (PVGIS) - European Commission der einem eine sehr gute Ertragsprognose bereitstellt und natürlich den Forum eigenen.
Stromtarif §14a ist mit einer WP defakto un interresant weil Bedarf und Kosten auch mit einem Speicher nicht zusammen passen.

2500 Eur für 16kWh NV-Akku - das soll günstig sein?

Schau dich mal bei Nkon (NL) um, da findest Du sowas ab 1600 und ich behaupte von der Qualität kein Abstrich. Wir haben uns den Nkon Ess Eco mit 16 kWh gegönnt, läuft seit 2 Wochen reibungslos an unserem Deye 15 kW WR.

Du brauchst keine Aufständerung auf 50 Grad, ist aber für den Winter vorteilhaft (wenn PV-Energie ohnehin knapp ist). Auch Ost/West ist sinnvoll - dann hast Du morgends, mittags und abends gute Erträge - besser geht doch nicht! Bei den aktuellen Modulpreisen würde ich alle sinnvollen Dachflächen vollmachen. Im Sommer wirst Du reichlich Überschuß haben, im Winter wirst Du dich aber über jede zusätzliche kWh freuen!

Der Link zum Speicher verweist auf 2x16kWh für 2575 EUR

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Ne grobe Skizze von den Flächen und Grundstück wäre interessant.

Bei den Modulpreisen würde ich wenn es einigermaßen machbar ist auch immer an einen Solarzaun denken.

Gerade DIY kriegt man da noch einfach und güsntig winteroptimierten Zusatzvertrag hin.

Bevor man mit dynamischen Stromtarifen was macht schauen wann der lokale Netzbetreiber reduzierte Netzentgelte nach §14 Modul 3 anbietet.

Wenn es keinen Niedertarif Slot im Winterhalbjahr gibt, dann macht es vermutlich keinen Sinn.

Um die Akkus im Winter und in der Übergangszeit zu laden, braucht es im Inselbetrieb separate Netzteile, die an das externe Netz angeschlossen sind und auf die Akkuspannung wandeln.

Da die Netzteile im Winter zu 90% für die Stromversorgung zuständig sind, sollte man robuste Netzteile mit einem hohen Wirkungsgrad einsetzen. Da die Geräte im Winter 24/7 durchlaufen, sollten es schon Industrie -Netzteile sein. Bei mir laufen seit drei Jahren zwei gebrauchte 1kW- Puls-Dimension-Netzteile QS 40.481 ohne Störung und ohne Lüfter!

Bei der Leistungsauslegung nimmt man den max. zu erwartenden täglichen Strombezug und teilt durch 24h. Z.B. max. Bezug an einem Tag 48 kWh →ca. 2kW Netzteil.

Auch sollte die Netzteilleistung im Falle einer Störung redundant vorhanden sein.

Wenn mit einem dynamisches Stromtarif schnell geladen werden soll, müssen mehrere Netzteile parallel arbeiten können.

Bei Victron gibt es ein Relais, mit dem die Netzteile in Abhängigkeit vom SOC des Akkus ein- und ausgeschaltet werden.

Viel Erfolg mit der Planung und der Umsetzung der Solaranlage.

Stephan

Ich find das nicht so dolle kompliziert?

Das 50° Süd Gestell bauen sicherlich, das muss schon ordentlich stabil werden. Find ich eine sehr gute Idee. Dazu parallelgeschaltet einen baugleichen String flach bzw mit ca 10° Neigung. Ergibt bei 600er Panels 12kWp bzw ca 8-9kW Maximalleistung.

Ausrechnen/abschätzen, ob die 2x16kWh Speicher wenigstens über die Nacht reichen wenn die WP läuft. Zum Auto nachladen reichts vielleicht

Wenn Geld über ist, auf das ost/west Dach 2 x 14 600W Panels dazu, parallelgeschaltet ist 2. String am WR. Sind 16kWp, real ca. 10-11kW Maximalleistung.

WR-Grösse wäre dann ab 15kW.

Schwieriger sind Vorhersagen, welche die Zukunft betreffen. Es kann sein, daß Strom verkaufen sich nur noch zu Spitzenpreisen lohnt. Batterie muss also gut erweiterbar sein, Platz lassen