Flexpreis oder Fixpreis Idee für ein Tool

Hallo zusammen,

ich überlege schon seit einiger Zeit, für mich selbst und auch für andere ein Tool zu bauen, das die Entscheidung zwischen einem Flexpreis (dynamischer Tarif) und einem Fixpreis erleichtern soll. Ich möchte es so einfach wie möglich halten: Das Ergebnis soll schlicht lauten: ‚Mit deinen Parametern hätte dich der Flexpreis im Jahr 2025 durchschnittlich x Cent pro kWh gekostet.‘

Die Eingabe soll je nach gewünschter Tiefe variieren – von ‚Ja, ich habe eine PV-Anlage mit X kWp‘ bis hin zum Upload eines eigenen Erzeugungslastgangs. Was mir aktuell noch fehlt, ist eine verlässliche Preistabelle für die Flexpreise (z. B.: Am 01.01.2025 um 0:00 Uhr kostete der Strom beim Flex-Anbieter x Cent usw.). Hat jemand so eine Übersicht oder eine Idee, woher ich die Daten am besten beziehe?

Ich weiß, dass im Industriesektor oft mit einer ‚Trader Fee‘ gearbeitet wird: Man nimmt den Spotmarkt-Preis, schlägt die Fee auf und das war’s. Zusätzliche Faktoren wie E-Autos, Batteriespeicher und spezifische Verbrauchsprofile möchte ich ebenfalls direkt mit einbauen.

Ich vermute, dass eine feine granulierung garnicht so notwendig ist. Ich habe bereits von den Energy Charts die Daten ausgelesen meine Vermutung immer dann wenn die Spotpreise günstig sind und es keine Sonne gibt lohnt sich der Flex preis immer dann wenn es nicht so ist lohnt er sich nicht. VG

Hallo,
die Datenversorgung zur den Strompreisen mache ich seit ca. 2 Jahren über

 https://api.awattar.de/v1/marketdata 

oder wenn Du historische Daten benötigst
 https://api.awattar.de/v1/marketdata?start=1636329600000&end=1636498800000 

Start und End müsstest Du anpassen nach Bedarf.

Diese Daten liegen dann allerdings für eine komplette Stunde vor, derweil sind die Dynamischen Tarife meist im 15 Minuten Takt.
Auf den Strompreis addiere ich dann 19% MwSt und einen fixen Satz für sonstige Umlagen und Steuern.
Dieser fixe Satz ist jedoch von Netzbetreiber zu Netzbetreiber und Wohnort unterschiedlich.
Dies kommt bei Tibber bis auf Rundungsdifferenzen sehr gut hin.

Soweit zu den einfachen Aufgabenstellungen :innocent: .

Schwieriger werden die Lastverläufe mit und ohne Photovoltaik.Und richtig lustig wird es bei Berücksichtigung eines Akkus.

Welchen Produktionsverlauf hat die jeweilige PV-Anlage in welchem Monat?
Welche Veränderungen im Lastverlauf ergeben sich zwischen den Monaten?

Ich selbst habe reale Daten seit 2018.
Für das Jahr 2025 sieht die Sache ohne Akku, so aus:
Blau =variabler Tarif, Rot =fixer Tarif.
Jeweils den reinen Bezug vom Stromanbieter mit den Preisen der jeweiligen Stunde berechnet.
Werte aggregiert auf den Monat und in Euro berechnet.

Exemplarisch mal die Daten für den 8.4.2026: Einfach zu erkennen, wenn die PV brummt wäre der varable Strompreis günstiger, ich habe aber davon nix.

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Das kann man meiner Meinung nach auch aufs ganze Jahr verallgemeinern: Wenn man selbst genug Strom hat, geht es auch anderen so und er ist billig. Hat man selbst zu wenig, ist er auch allgemein knapp und daher teuer. Ein dynamischer Tarif lohnt sich nur für Leute ohne eigene PV und mit E-Auto. So ganz pauschal ohne Tool :slight_smile:

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ja da hast du schon recht ABER :wink: der Bezug wird ja nicht nur durch die PV gedrückt sondern auch durch Wind. Für mich wäre z.b. interessant zu wissen Flex Preis + PV Anlage so gebaut, dass sie für den Winter optimiert ist. Die “Test” Anlagen habe ich alle hier ich habe 3 Anlagen mit 3 verschiedene Scenarien Ost West ; Ost West flach ; Süd Flach eine 4te ist noch nicht aufgebaut kommt aber noch.

danke für die ausführliche Antwort. Ich rechne aktuell auf der Flex Seite mit den Spotmarkt Preisen vom Markt. Alleine die Grundgebühr im Jahr (bei Tibber glaub ich 70 € ) machen die Case bei den meisten PV Anlagen die ich bis jetzt gerechnet habe kaputt.