FI Typ B bei Mitsubishi heavy!?!

Hallo,

sollte beim Einbau einer Klimaanlage der FI gewechselt werden? Auf Typ B!?!

Mein Klimatechniker meinte, es wäre lediglich eine Option, aber gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Besteht ein Sicherheitsrisiko , wenn ich meinen Typ A FI mit der Klimaanlage weiter verwende?

Vielen Dank für jede Antwort!

Beste Grüße

Michael

Schau mal in meinem Tutorial FAQ unter der Überschrift "Braucht es einen FI-Schutzschalter vom Typ B?"

Hallo,

ich hatte nach "FI Typ B" im Forum gesucht, aber auf Anhieb nichts gefunden - sorry.

Vielen Dank für das sehr ausführliche Tutorial!

Meine Außengeräte werden separate Stromleitungen erhalten und ich habe ja einen FI Typ A im Verteilerkasten - also ist alles sicher so, wenn ich es richtig verstanden habe?

Vielen, vielen Dank

Michael

Genau, alles im grünen Bereich. Für eine separate Leitung bis zum Verteiler, wo nichts anderes drauf hängt, bräuchtest du überhaupt keinen FI. Ich würde aber immer einen drin haben, da reicht aber Typ A völlig.

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Richtig, eigentlich brauchst du keinen FI, wenn nix anderes draufhängt.

Sollte allerdings was anderes noch draufhängen, müsste man das etwas differenzierter betrachten. Die erste Frage ist, ob deine AC drei- oder einphasig ist. Sollte sie dreiphasig sein, würde ich Dir empfehlen, einen allstromsensitiven FI (Typ B oder wenigstens F) zu verbauen. Grund ist, dass bei einem Fehler an der AC die Auslöseschwelle vom Typ A FI sich ändern könnte (bis zur Nichtauslösung), wenn ein Fehler an einem anderen Gerät vorliegt.

Bei einer einphasiger AC müsste man sich den Schaltung anschauen: aber je nach Schaltung kann es zu einem ähnlichen Fall wie oben kommen.

Daher ist ein FI Typ F oder B nicht verkehrt.

Ich hab meine AC an einem Typ F FI/LS hängen, aber z.B. meinen Wärmepumpentrockner an einen Typ A hängen (also auch nicht ganz korrekt ? )

Moin Leute.

Offenbar sind hier einige falsche Informationen im umlauf.

Diese “Kleinigkeiten” sind Lebensgefährlich.

Ein rcd Typ A wird bei einem Fehler im dc Kreis des Inverters “geblendet” und kann nicht mehr auslösen. Bei einem 2. Fehler in der Anlage liegt dann eine lebensgefährliche Spannung an allen sk1 Betriebsmitteln an, wenn ihr im TT Netz seid.

Mal eben kurz aufgelöst:

Weder der elektriker noch der klimaanlagenmonteur entscheiden welcher rcd ausreichend ist.

Dies entscheidet der hersteller. Und je nachdem welche Inverter der hersteller einsetzt, kann das unterschiedlich sein.

Kurzes Beispiel: bosch empfiehlt ausnahmslos Typ B rcd, daikin empfiehlt für 1 phasige Geräte Typ F und 3 phasige Geräte Typ B.

Diese Informationen bekommt man beim Außendienst des Herstellers als Installateur und ist in der Regel nicht im Handbuch zu finden.

Ich habe noch kein einziges Klima gerät zum festanschluss gesehen, dass mit einem Typ A auskommt.

Geräte (wie midea Portasplit) MÜSSEN mit einem Typ A auskommen da diese Steckerfertig und Laieninstallierbar sind.

Ob ihr auf den rcd komplett verzichten könnt, sagt euch die netzform bzw ob die abschaltbedingung eingehalten sind.

Bei uns auf dem Land haben wir in der Regel TT Netz, hier ist IMMER ein rcd nötig um die abschaltbedingung einzuhalten.

In großen Städten ist eher das TN Netz üblich, dort kann man dann meistens auf den rcd verzichten.

Also:

Niemals Klimageräte die mit auf Steckdosenkreisen liegen mit Typ A absichern.

Wenn die Zuleitung getrennt gezogen ist entweder mit Typ F wenn der hersteller es erlaubt oder Typ B absichern sofern ihr tt Netz habt, und im tn Netz prüfen ob ihr auf den rcd verzichten könnt.

Grüße vom Elektro & Klimafachbetrieb

Nicht ganz, wie deine Formulierung schon zeigt: Der Hersteller empfiehlt, der Fachmann entscheidet.

Wenn man mal in die Praxis schaut: Kleinere Split-Klimas werden weltweit fast nie mit Typ B installiert. Ist einfach zu teuer und die Hersteller werden recht sicher so designen, dass nicht nötig. Typ F sollte da fast immer hinreichend sein.

Leider halten die Hersteller sich bedeckt, mit welchen Fehlergleichströmen zu rechnen ist. Würden die das angeben, wüsste man sofort, welchen FI es wirklich unbedingt braucht. Nur weil die das nicht angeben, entstehen die ganzen Unklarheiten zu dem Thema.

Immerhin schafft auch ein Typ A noch pulsierende Gleichströme und sogar glatte Gleichströme bis 6mA. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass kleine Split-Klimas (also die typische 2-3,5kW Klasse) nicht über diese Grenzen gehen. Aber man weiß es eben bei den meisten Geräten nicht wirklich.

Nicht ganz, wie deine Formulierung schon zeigt: Der Hersteller empfiehlt, der Fachmann entscheidet.

Genau so ist es. Der Fachmann entscheidet aber immer nach Herstellervorgabe. Diese steht vor Norm + Fachkunde.

Für jede Entscheidung die du als Fachmann triffst, welche du mit keiner Grundlage (Norm, Herstellervorgabe, oder sei es eine klare Anwendungsregel wie man sie in der Berufsschule gelernt hat) begründen kannst, wirst du im schadensfall haftbar gemacht. Deswegen ist eine Fachlich korrekte Durchführung grundsätzlich immer erstrebenswert.

Dies gilt übrigens nur bei Kältetechnik - Bei Elektrotechnik sieht es anders aus. Denn dort verpflichtest du dich als Handwerksbetrieb in dem moment wo du die Konzession beim VNB erhälst um an seinem Netz arbeiten zu dürfen, sämtliche gängigen Normen (VDE, DIN EN…) einzuhalten. Das ist definitiv Gesetz. Und du kannst die Empfehlung ja auch nicht entkräften - der Hersteller sagt ja er empfiehlt das Problem so zu lösen - du kannst es auch anders lösen aber bis dato sind diese beiden Schutzschalter eben der einzige weg daneben, ohne anzuschließen.

Wenn man mal in die Praxis schaut: Kleinere Split-Klimas werden weltweit fast nie mit Typ B installiert. Ist einfach zu teuer und die Hersteller werden recht sicher so designen, dass nicht nötig. Typ F sollte da fast immer hinreichend sein.

Ich stimme dir völlig zu in deinem ersten Punkt. Aber in China etc (ich bin sehr viel weltweit unterwegs und schaue aus interesse sehr genau hin) gibt es schlichtweg die Problematik nicht, da es keine RCD gibt. Die haben überall TN Netz und für die ist Personensicherheit nicht so wichtig.

Ist übrigens nicht nur in China so, auch Spanien, USA… Die meisten der Anlagen haben entweder einen Anschluss ohne RCD oder die Anlagen überhaupt keinen RCD.

In deinem 2. Punkt widerspreche ich dir ganz klar. Bosch z.B ist hier ganz eindeutig: IMMER und bei JEDEM Split gerät aus der Bosch Gruppe Typ B. Egal ob 12 kW Wasser-Wärmepumpe oder 3000i Luft-Luft-Splitgerät für 400€. Diese Information habe ich schriftlich vorliegen und mehrfach bei Bosch bestätigen lassen (eben aus dem Kostenaspekt)

DAIKIN z.B hat eine Installateurunterlage wo wie du bereits sagst, der Typ F freigegeben ist für 1 Phasige Geräte (Quasi alle split geräte wie RXM, MXM…) und der Typ B nur für 3 Phasige Geräte gefordert wird.

WIESO das so ist, wird leider nicht erklärt.

Leider halten die Hersteller sich bedeckt, mit welchen Fehlergleichströmen zu rechnen ist. Würden die das angeben, wüsste man sofort, welchen FI es wirklich unbedingt braucht. Nur weil die das nicht angeben, entstehen die ganzen Unklarheiten zu dem Thema.

Jau da gebe ich dir recht. Dies ist halt einfach dem geschuldet, dass die Geräte ja für den Weltweiten markt gebaut werden. Unser “Typ A” Rcd ist ja nicht weltweit genormt. In anderen Ländern sind Auslöseschwellen, Frequenzen und ja sogar teilweise netzfrequenzen anders.. Somit kann der hersteller hier im Handbuch nix festlegen und verweist auf eine Fachgerechte Installation nach örtlicher Norm bzw Vorschrift. Klarheit bringt der Außen / Innendienst. Wir Installateure haben ja alle ein paar kompetente Jungs der 2-3 Marken die wir installueren eine Rufnummer weit entfernt an der Hand, die diese Frage sofort beantworten können.

Immerhin schafft auch ein Typ A noch pulsierende Gleichströme und sogar glatte Gleichströme bis 6mA. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass kleine Split-Klimas (also die typische 2-3,5kW Klasse) nicht über diese Grenzen gehen. Aber man weiß es eben bei den meisten Geräten nicht wirklich.

Genau so ist es. Und was man als Fachmann nicht weiß - muss man beim hersteller erfragen und sich auf das Wort von diesem leider verlassen.

Das Bosch für die 3000i einen Typ B vorsieht, ist ein riesen dilämmer. Das Klimagerät als 3.5 kW innen+außengerätekombi verkaufen wir dem Kunden für 550€ netto zzgl. Installation und der olle Typ B RCD schlägt da mit weiteren 230€ netto zubuche. Von einem Typ B RCBO will ich gar nicht erst reden.. utopisch…

Ok, dann machen die eine definitive Vorgabe. Ich vermute da mal ganz stark, dass die es sich einfach machen: Man fordert einfach etwas, was auf jeden Fall alle Sicherheitserfordernisse erfüllt, obwohl es oft gar nicht nötig wäre. Damit sichert man sich als Hersteller ab, bringt aber die Installationsbetriebe in eine ungünstige Situation. Typ B RCD ist teuer, womit man dann Probleme beim Angebot für den Kunden hat, wenn die Konkurenz Geräte ohne diese Vorgaben anbieten.

Dein Hinweis auf TT-Netz finde ich wichtig, da wird man sicherlich nochmal etwas anders draufschauen müssen.

Genau, das wäre schon ein Grund, bei günstigen Geräten besser auf eine andere Marke zu setzen.

Genau so ist es. Möglicherweise sehe ich den Grund bei Bosch auch bei “Minderwertigen” Invertern bei den 3000i.. Die dinger werden im Großhandel für n appel und n Ei an den Installateur verschleudert, die Produktionskosten müssen utopisch niedrig sein..

Nichts desto trotz.. bin ich dahingehend vollkommen bei dir, dort regiert die Policy “keine experimente mit der Haftung” bei Bosch.

Die Gefahr im TT Netz mit den Splitgeräten ist extrem und höchst Lebensgefährlich.

Gottseidank ist dieser Fehlerfall im Inverter wirklich sehr selten. Dennoch weiß aus diversen gesprächen mit allerhand Sachverständigen, dass mögliche Schadensfälle auch einfach nicht registriert werden.

Fakt ist auf jeden fall, dass im TT Netz im Worst Case der Typ A vollständig oder teilweise geblendet ist und dann eine Lebensgefährliche Spannung an allem anliegt, was einen Schutzleiter hat. Dann bleibt jemand dran kleben etc..

Im TN Netz (wo man die Anlage auch “Direkt” ohne RCD anschließen kann sofern man zur Verteilung kommt) ist das viel weniger dramatisch. Dort ist der PEN Leiter so niederohmig das die Berührungsspannung “runter gezogen” wird und bei einem ernsthaften Schluss das Überstromschutzorgan auslöst.

Aber mal ehrlich! Welcher “Klimatechniker” oder gar “laie” kann zwischen TT oder TN Netz unterscheiden?

Vorgestern noch bei nem Kunden Installiert. Der sagte auch das einer der Konkurrenzangebote sagte das ist alles quatsch mit RCD tauschen etc.. Der wollte so an die Steckdose und den alten 500 ma RCD sitzen lassen. Da braucht man nicht fragen ob der Betrieb eine Konzession hat. Das ist der klassiker wie die Preise gedrückt werden. Auf Kosten des Verbrauchers.

Ja. DAIKIN z.B.. Ich vermute mal Mitsubishi gibt auch einen Typ F frei.. Mache ich aber nicht, weiß ich dementsprechend nicht.

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