Hallo zusammen,
ich habe ein konkretes Problem, dass mich seit zwei Jahren beschäftigt.
In unserer Garage kommt es im Winter oft zu hoher Luftfeuchtigkeit (>80%) die ich oft über Tage nicht aus der Garage bekomme.
Besonders schlimm ist es wenn es kalt war (z.B. Nachts <0°) und es daraufhin zu einem Wetterumschwung kommt mit feuchtwarmer Luft.
Dann ist der gesamte Boden über Tage hinweg feucht.
Meinem Gefühl nach muss das daran liegen, dass Feuchtigkeit über das öffnen des Garagentores, bzw. durch nasse Autos in die Garage kommt und dann die Feuchtigkeit an allen kalten Gegenständen kondensiert.
Ich habe bereits einen elektrischen Luftentfeuchter ausprobiert, der natürlich die Luftfeuchtigkeit gut reduziert hatte. Nachteil des Gerätes war allerdings, dass es unter 5-6° prinzipbedingt nicht funktioniert und den Dienst untersagt.
Meine Konkrete Frage an euch ist, habt ihr Ideen wie ich der Feuchtigkeit Herr werden könnte? Würde die Installation einer Klimaanlage helfen, die den Raum auf mind. 7° hält? Was denkt ihr?
Zur Information:
Die Garage ist ca. 69qm groß (Außenwände 7m x 7m + 4m x 5m Werkstatt)
Sie ist mit einer Seite der Werkstatt mit dem Haus über eine Durchgangstür verbunden.
Zwischen Werkstatt und Garage befindet sich keine Tür, sondern nur ein 1 Meter breiter Durchgang.
Die Garagenwände bestehen aus 17.5cm Porotonsteinen + 1cm Luftspalt + Verklinkerung.
Die Decke der Garage besteht aus Stahlbeton ohne Dämmung.
Die beiden vorhanden Fenster (ca. je 2qm) sowie eine Gartentür sind Doppeltverglast.
Das Garagentor ist ein isoliertes Sektionaltor.
Für eure Ideen und Meinungen wäre ich sehr dankbar.
Kannst ja mal mit Heizlüfter testen, welche Heizleistung du brauchst, um deine gewünschte 7 Grad zu halten.
Bei 69m² bei eher mäßiger Isolierung wirst du bei 0 Grad vielleicht 1000-2000 Watt reinheizen müssen. Vermutlich läuft es darauf hinaus, dass dich das einiges an Geld kosten wird. Mit Split-Klima kannst du einen COP von vielleicht 4 rechnen. Also 250-500 Watt Dauerstrom. Macht 6-12 kWh pro Tag bzw. 1,8 Euro - 3,60 Euro. Also mal über den Daumen 500 Euro im Jahr.
Alternativ heizt du nur ab und zu mal durch.
Es gibt übrigens Entfeuchter, die auch mit niedrigen Temperaturen klarkommen, das sind die sogenannten Adsorptionstrockner. Die sind zwar lange nicht so effizient, können aber immer noch billiger sein, als zu heizen.
Wenn du aber eh ab und zu mal in der Werkstatt arbeiten willst im Winter, macht eine Split-Klima auch schon deshalb Sinn. Bei Werkzeug musst du ja auch aufpassen, dass dir nichts verrostet.
DAS ist das Grundproblem. Poroton plus Luftspalt zum Klinker, als Wände, ist um Dimensionen besser gedämmt. Wenn Du an der Decke nun eine Dämmung anbringst geht der Heizbedarf massiv runter.
Bei mir läuft die kleinste Klimasplitt (ca. 2,5 kW) in einer 30m2 Werkstatt mit 4cm Sandwitchplatten als Wand und Decke. Auf der 8° Einstellung läuft sie sehr sparsam.
Da die Garage offensichtlich nicht beheizt ist und sich die Innentemperatur der Außentemperatur angleicht, würde ich versuchen, einen permanenten Luftstrom in Bodennähe zu haben - für die Werkstatttage verschließbar, um nicht unnötig zu heizen.
In anderen Posts wurde von der Verwendung von Split-Klimas im Sanitârbereich abgeraten, weil die Innengeräte leicht verrosten. Könnte ich mir bei deiner Garage auch vorstellen.
Also wenn das Problem hauptsächlich bei einem Wetterumschwung nach kalten Tagen auftritt, dann sollte die Sache klar sein:
Es kommt von außen warme feuchte Luft rein, die warme Luft kühlt ab bzw. Luftfeuchtigkeit kondensiert dann direkt auf dem kalten Boden. Es handelt sich also um Feuchtigkeit, die durch warme Außenluft reinkommt.
War in meiner Werkstatt jahrelang auch so, als der Bau noch mehr eine zugige Scheune war. Seit der Bau weitgehend dicht ist, existiert das Problem nicht mehr.
Allerdings vermeide ich es auch, an feuchtwarmen Tagen nach einer Kälteperiode, das Tor oder Fenster zu öffnen. Einfach, damit die warme Luft keine Feuchtigkeit in den Bau tragen kann. Ein nasses Auto stelle ich nur in absoluten Ausnahmefällen rein, wenn ich daran etwas schrauben muss.
Hab das gleiche Problem und dazu ein Post. Mein Entfeuchter Versuch war auch ohne Erfolg. Wobei bei mir die Decke gedämmt ist und die Wände nicht. Wie bist du verblieben? Mein Gedanke war auch eine Klima Split (die auf Frostschutz läuft) plus 1 bzw. 2 gegenüberliegende aufeinander abgestimmte Lüfter mit Wärmerückgewinnung. Allerdings kann und möchte ich nicht auf die Garage verzichten um dort ein Auto zu parken (dafür ist die ja da) und auch Fahrräder / Werkzeug zu deponieren, daher muss Feuchtigkeit raus. Darf auch etwas Strom/Energie kosten. Haus heizen kostet ja auch was.
Als erstes würde ich einen Nebeneingangstür (mit gutem U-Wert) in den Durchgang einbauen. Du kannst davon ausgehen in der Werkstatt ist das Problem gelöst
Grundlegend hast du das Problem der Fußboden ist keine Dämmung und die Decke hat keine Dämmung da kondensiert dir die Feuchtigkeit. Decke kannst du nachbessern Fußboden schwierig.