Feuchtigkeit&Schimmel mit Klimaanlage lösen?

Vielen Dank Lothar. Ich habe mein Gerät schon seit bestimmt 15 Jahren und habe das Kondenswasser anfangs im integrierten Auffangbehälter aufgefangen. Da konnte ich schön sehen, wie viel (oder im Winter wie wenig) Wasser aufgefangen wurde. Im Keller betreibe ich das Teil erst seit letztem Jahr (oder war es schon 2023? :thinking:). Da habe ich jetzt im Moment 8,8°C. Bei der Temperatur brauche ich den Entfeuchter gar nicht erst einschalten. Aus Erfahrung weiß ich, dass selbst nach Stunden bestenfalls der Behälter Boden leicht feucht ist. Schade dass du keine genauen Werte für die Entfeuchtungsleistung bei niedrigen Temperaturen hast, denn 55% Luftfeuchte kann man im Winter leicht halten, sofern man nicht starke Feuchtigkeitsquellen im Raum hat und der Raum nicht zu dicht ist.

Mit Klima beheizte Räume pendeln sich im Winter bei recht genau 48% ein und dies trotz Aquarien. Meine 3 unbeheizten Räume lagen ohne Entfeuchtung bei 80-100%, Lüften war da auch nicht sehr sinnvoll, da die Winterluft selbst viel Feuchte mitbringt und das Lüften die Räume dazu noch auskühlt, was dann immer leichtes Heizen erforderte.
Mit den Luftentfeuchtern sind jetzt überall 55%, die Fenster können zu bleiben und ohne Heizen pendelt sich die Temperatur bei 12-14°C ein.
Im Sommer ist bei mir Luftfeuchte generell kein Problem, da dann alle Türen offen stehen.

Vielleicht hilft dir dies von letzter Woche weiter:


Montag der breite Balken war Behälter voll, eben geschaut und er ist jetzt 3/4 voll, also in der Zeit etwa 2,5l entfeuchtet.

Unser Shinco 10L zieht um die 100 Watt und braucht für 1 Liter etwa 1,1kWh. Bei Temperaturen um 12-16 Grad und 60-70% Luftfeuchte. Hab das längerfristig beobachtet, Entfeuchterleistung ist da ziemlich konstant gewesen. Immer so um 1,9 kWh für den 1,7 Liter Behälter.

Dann liegen wir gar nicht so weit auseinander. Habe mal den Verbrauch aus obigen Ausschnitt gerechnet und komme auf 1,3kW/L.

OK, das sind dann ja doch normale Werte. Ich dachte schon, du hättest ein ganz besonderes Gerät, was beim Trocknen einen um Größenordnungen besseren Wirkungsgrad hätte, als mein Gerät, das im Sommer meistens tag und nacht durchläuft und dabei so richtig Wasser aus dem Keller zieht mit entsprechendem Stromverbrauch von etwa 6 kWh am Tag. 50% Luftfeuchte schaffe ich im Dauerlauf auch. Im Moment habe ich 86 % bei 8,5 Grad im Keller ohne dass der Lufttrockner läuft. Wenn die Ariston BWWP läuft, sinkt die Luftfeuchte im Keller kurzeitig um paar Prozent ab.

Bei mir um Wohnbereich ist im Winter die Luft immer etwas zu trocken. Der Rekord diesen Winter war mal 28%. Im Moment sind es 38%. Wenn ich meine Wäsche über dem Ofen trockne (was ich auch tue, wenn der Ofen aus ist und die Klima läuft), steigt die Luftfeuchte kurzzeitig um 10-15% an und fällt dann sehr schnell wieder. Ich schau mal ob ich den Log der Luftfeuchte von gestern Abend aus der Switchbot-App hier hinein kopiert bekomme, falls es jemand interessiert. Dafür steigt die Feuchte im Sommer immer ordentlich an, denn in meiner Wohnküche + Schlafzimmer ist es relativ kühl. Die Klima läuft im Hochsommer vielleicht so zwei bis drei Stunden täglich. Nachdem ich sie ausschalte hält sich die Kälte bis zum nächsten Tag, dabei steigt dann aber die Luftfeuchte so stark an, dass ich sie Abends noch mal kurz auf trocknen stelle.

Edit : Relative Luftfeuchtigkeit beim Wäschetrocken:

Nein, ein Wundergerät ist es sicher nicht. Aber unter 10°C/80%LF offenbaren sich Unterschiede zu meinem Comfee. Dieser macht es dann wie von deinem beschrieben, läuft und läuft, aber Wasser entzieht er der Luft kaum noch. Der Comedes hingegen trocknet auch unter 10°C munter weiter, wenn es sein muss auch auf 40%LF.

Bei den verbreiteten Wärmepumpentrocknern gibt es physikalische Grenzen. Prinzip ist ja, dass die Luft am Wärmetauscher soweit runter gekühlt wird, dass Feuchtigkeit abgeschieden wird. Das geht natürlich nur bis kurz über den Gefrierpunkt.

Bei deinen 10 Grad und 40% Luftfeuchte wäre der Taupunkt bei -2,6 Grad. Das kann nicht funktionieren. Der sollte mindestens so bei 2-4 Grad liegen.

Bei 10 Grad geht das also effizient eher nur bis etwa 55-60 % runter, dort hat man dann 1,4-2,6 Grad.

Hiermit kann man etwas spielen, um die Zusammehänge zu sehen:
https://tlk-energy.de/tools/taupunkt-berechnen

Unter dem Gefrierpunkt laufen die auch noch, dann verreift der Wärmetauscher und der muss dann immer wieder längere Pausen einlegen, wo er nur Luft durchzieht, um den wieder aufzutauen. Das ist dann deutlich weniger effizient und braucht auch deutlich länger.

Irgendwas muss am Comedes anders konstruiert sein, da er ja auch von den techn. Daten her ab 5°C angegeben ist. Vergleichbare hingegen meist 10-15°C. Evtl. führt er im Innern die Luft erst über den zweiten Wärmetauscher und wärmt die angesaugte Luft vor?
Das von dir geschriebene trifft bei meinem Comfee zu, der entfeuchtet nahezu gar nicht mehr, denn er fährt fast nur noch im Enteisungsmodus, sprich der Kompressor ist meist aus und es läuft nur noch der Lüfter.

Das ändert physikalisch nichts, ob du Luft erst aufwärmst und dann wieder runterkühlst. Der Taupunkt bleibt an der gleichen Stelle. Check mal, ob das ein Wärmepumpentrockner ist, also z.B. irgendwo von Kältemittel die Rede ist, typisch R600 oder R290.

Ich sehe gerade, R410 steht auf dem Typenschild, dann muss der schon etwas älter sein. Ist dann aber auch ein Wärmepumpentrockner.

Bis 5 Grad wäre ja auch kein Problem, bei 90% Luftfeuchte hat man noch Spielraum bis zum Gefrierpunkt.

Hallo MaLu

Ist ja schon angesprochen worden .... sich auch erstmal mit dem Grund der Feuchtigkeitsbildung auseinanderzusetzen .

Jedoch wenn da eventuell beim Dämmen was falsch geplant war , ists halt schwierig nun was zu ändern .

Es gibt jedoch ausreichend Literatur und Produkte zu Solar-Luftkollektoren einer der führenden Anbieter aus Franken hab ich mal für ein altes feuchtes Stein/ Ferienhaus in Irland empfohlen , primär zur Entfeuchtung ... Der Hausbesitzer hat das promt in Angriff genommen und die Firma Grammer Solar beauftragt nach Irland zu kommen um so eine Entfeuchtung bzw Temperierungsanlage zu installieren . Die Montöre hatten wohl auch ne geile Zeit , .... :innocent: . Das Ergebniss hat sich aber sehen beziehungsweise Fühlen lassen und dem Haus sehr gut getan . Natürlich hatte das seinen Preis$ . Jedoch vom Konzept her ist sowas doch recht einfach in einer DIY Idee selbst zu bauen an der Hausfassade über einen Luftkollektor vorgewärmte trockene Luft ins Haus einzublasen und feuchte Luft nach draussen zu blasen .

Einen Luftkollektor mit schwarzem Absorber um die Einstrahlung und Wärme einzufangen würde ich klar heute ein oder mehrere PV (bifaciale) Module nehmen -bei ca 30 Euro pro m2 Kosten - , die in einen Rahmen packen eventuel eine Alu beschichtete Isolierplatte hinten dran und die warme Luft ins Haus geblasen , neben der Stromnutzung selbstverständlich

Vielle Grüsse L-Eric :sunflower: :sunflower: :sunflower:

https://twinsolar.de/publikationen/solarlueften/files/assets/basic-html/page-1.html#

Die Dinger funktionieren doch bestimmt nur, wenn wirklich mal die Sonne scheint. Bei uns im Kernwinter haben wir oft wochenlang keine Sonne. Genau an den Tagen, wo man dringend eine Entfeuchtung braucht, wenn man Fehler in der Dämmung hat.

In der Übergangszeit funktionieren die Dinger bestimmt super. Also bis Oktober, ein wenig noch im November und dann wieder ab Mitte Februar.

"Die Dinger" wie Du sie nennst , bzw wohl nicht so vertraut mit der Materie :thinking: machen schon einiges Gutes , gerade wenn es sich wie hier wohl um ein gedämmtes Steinhaus handelt ( was Du ja wohl ignorierst ), da halt permanent zu entfeuchten .... das ganze jahr über , Aber gut hier gibts paar Infos zu einem Selbstbauprojekt mit Daten , Solarseite - die Brücke

Das Projekt kenne ich, hab ich mir vor Jahren alles mal im Detail durchgelesen. Großer Respekt, wer so etwas mal durchzieht und den ganzen Aufwand auf sich nimmt. Mehr schreibe ich jetzt aber nicht dazu, wäre Offtopic.

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