Für die Abwägung musst du erstmal den Bedarf kennen: welche Energiemenge pro Tag brauchst du (wie viele L WW) und welche Leistung brauchst du (gleichzeitiger Wasserbezug)? Beides sollte aufs absolute Maximum ausgelegt werden, wenn du deine Gäste nicht verärgern möchtest.
Eine BWWP liefert (fast) unbegrenzt SpitzenLeistung, da die Energie über längere Zeit erzeugt und gespeichert wird (bis der Speicher halt kalt ist) und ein DLE liefert fast unbegrenzt Energie (insofern nur nicht so viel gleichzeit entnommen wird).
Eine Begrenzung der Leistung ist vermutlich schlimmer, als eine Begrenzung der Energiemenge, weil dann morgens evtl nicht an jeder Entnahmestelle gleichzeitig warmes Wasser vorhanden ist.
Wenn du die Energiemenge reduzieren möchtest, die deine Gäste verbrauchen, müsstest du nach Verbrauch abrechnen (zB mit ner WW Uhr und dann ein fixpreis pro m3).
Um mal die benötigte Energiemenge zu überschlagen (Kaltwasser bei 10 Grad): mit einem 10l/min Duschkopf brauchst du 25l WW bei 60 Grad für 5 min duschen bei 35 Grad. Für eine Badewanne mit 200l Wasser brauchst du entsprechend 100l WW. Kannst du ja selbst hochrechnen, was du dann an maximalem WW Bedarf pro Tag erwartest.
Bezüglich Leistung: ein Duschkopf mit 10l/min braucht für 35 Grad eine thermische Leistung von 17,4kw (25k10l1,16wh/l*60min/h). Eine Badewanne wird eher mit mehr Durchflussmenge gefüllt. Ob da noch Verluste von elektrischer nach thermischer Energie beim DLE anfallen, weiß ich nicht, da ich hiermit keine Erfahrung habe.
Und jetzt siehst du, dass der worst case mit DLE fast gar nicht abbildbar sein wird... Aber eine BWWP muss auch ziemlich groß sein. Weil: die 60 Grad im Speicher werden (wenn zB die Hälfte entnommen ist und dann steht) sich langsam (oder schneller) mit dem kalten Wasser durchmischen und dann Richtung 35 grad gehen. Erstmal kein Problem, da das ja evtl sogar noch die Zieltemperatur ist. Aber du möchtest ja nicht nur den halben Speicher nutzen, sondern den ganzen...und da kommen dann am Ende eben nur noch 15-20 Grad raus... Klar, wenn morgens geduscht wird, ist das abends natürlich nachgeheizt. Aber wenn dann mittags nochmal jemand duschen möchte?
Schwierig... Eine Idee: eine "kleine" BWWP, mit 250l Wasser und direkt dahinter EINEN DLE, der das Wasser auf 40 Grad bringt, falls mal kälteres Wasser aus der BWWP kommen sollte. Der Vorteil wäre, dass bei längerer Abwesenheit sogar die BWWP kaltlaufen könnte und somit keine Bereitstellungsverluste da wären und bei Vermietung von nur einer Wohnung evtl sogar der eine DLE ausreichen könnte. Müsste man sich hygienisch noch absichern (ist auch die Frage, ob nicht "60 Grad an jeder Zapfstelle" für Ferienwohnungen als Vorgabe gilt), aber selbst wenn sie BWWP durchläuft, könnte das deinen Zielkonflikt lösen und deine Gäste zufriedenstellen.
Wenn das deine Lösung wird, freue ich mich über eine Einladung in eine frisch sanierte Ferienwohnung. {green}
{green}:laughingoutloud: (<- Spaß)