Falsche Werte der CT Strommesszangen

Hallo zusammen,

nach langem stillem Mitlesen habe ich nun auch den Weg zum “Registrieren” Butten gefunden^^

Ich habe vor wenigen Tagen meinen Deye 12K (die aktuelle Version) in Betrieb genommen.
Leider sind die Werte, welche über die beiliegenden CTs ermittelt werden, stark daneben!

Ich musste die Messleitungen ein gutes Stück verlängern (ca 15m Cat.7), da der WR weit vom Zähler entfernt ist.

Wo sollte ich mit der Fehlersuche beginnen? Ich würde gerne vermeiden, ein zusätzliches Strommessgerät über RJ45 anzubinden, weil ich gehört habe, dass die Verzögerung, sehr groß sei…

Vielen Dank im Voraus für eure Ratschläge!

Ernüchterte Grüße aus BW

man kann die CTs fasch herum einbauen und man kann sie an die falsche Phase klemmen. So gibt es sehr viele Möglichkeiten.

Hmm, also ich habe keinen Deye-WR aber ich gehe davon aus, daß beim deinem WR ein Smartmeter mit einer RS485/Modbus Anbindung verwendet wird. Also solltest du nicht Messleitungen zu CT’s verlängern sondern diese RS485 Datenleitung. Ich wüsste jetzt auch nicht, was Verzögerungen im Nanosekundenbereich für einen Einfluß haben sollten :wink:

Bitte etwas detaillierter, was bedeutet “stark daneben“ in Zahlen?

Stromlauf skizzieren, jede Phase einzeln mit einem starken Verbraucher (zB 1000 Watt) belasten, angezeigte Werte von allen 3 Phasen notieren (vor und während der Zusatzbelastung)

Welche Version hat dein WR? Welche ist die Neueste? Ich frage, weil ich auch ungefähr an der Stelle wie du stehe. Vtl. gibt es schon wieder eine Neuere Version....
Zum CT: Die beiliegenden werden um die Leitungen geklappt. Da könnte eine ungenaue Erfassung der Ströme passieren. Ich habe gestern auf Hinweis über bessere CTs ein geschlossenes 3 fach CT bei Ali bestellt. Da werden die Spulen zur Erfassung des Stromes durchgehend und Abstand- kalibriert erfassen.
Schaltest du selbst in deiner Verteilung? Die Leitungen müssten durch die CTs geführt werden..

Im WR gibt es eine Angabe zum Teilerverhältnis der Strom- Erfassung der CTs. Steht die richtig?
Und dann gibt es noch ein Testprogramm für CTs. Hast du den mal ausgeführt?

Rein interessehalber, weil ich auch für eine vergleichbare Situation plane:

  • wie lange sind denn die Original CT-Kabel?
  • wie hast Du die Verlängerung “angeklemmt”?

Was heisst das denn?

sorry für die unklare Aussage.
Ich nehme an, dass für die Messung eine gewickelte Spule hergenommen wird, rein passiv da ohne Stromversorgung.
Bei diesen Klapp-Versionen ist eine ungenaue Messung möglich, wenn die Magnete beim Zuklappen nicht ordentlich sitzen.
Zudem sind keine durchgehenden runden Spulen möglich durch dieses Klappen.
Bei einer geschlossenen Messspule ist der Abstand, meine den Durchmesser, der Spule genauer einzuhalten m.E. daher hatte ich "kalibriert" geschrieben - stimmt nicht so ganz - :wink:

nein. es werden die drei CTs direkt an den WR verdrahtet. Deshalb mussten die Messleitungen verlängert werden.

das lässt sich nicht pauschal sagen, da es sehr dynamisch war. Mal einen Verbraucher angeklemmt mit 30 Watt, dann hat sich der Wert aber nur um 20 Watt verändert. Einen anderen Verbraucher mit 800Watt angeklemmt, hatte ich abweichungen von über einem Kilowatt….

Aber ich konnte die Problematik jetzt lösen. Der Elektriker hatte einen doppelten Phasendreher drin. Somit war das Drehfeld zwar korrekt, die Phasen jedoch vertauscht. Deshalb war Phase 1 eigentlich Phase 2 etc. was die Fehlersuche jedoch deutlich erschwerte. Leider konnte ich auch nciht das gesamte Haus “offlline” nehmen für meine Tests.

Glaube das dürften so ca. 5 Meter sein.

habe ein Cat.7 Netzwerk-Kabel genommen und dieses in das eigentliche Kabel “eingeflickt”. Also das Bastandskabel in zwei Teile geteilt und das Cat.7 Kabel dazwischengeklemmt. Habe das mit Wago-Klemmen gelöst.

Danke für die Erläuterung. Hast Du dann die 3 Verlängerungen in einem CAT-Kabel gebündelt oder getrennte CAT-Kabel benutzt?

habe jeweils ein Adernpaar genutzt. Alle vom selben Kabel. Ein Adrenpaar bleibt also ungenutzt.

Das sind keine Magnete, sondern Ferrite, nicht aufmagmetisiert.

Stimmt nicht. Ich habe einen runden hier.

Es geht nur darum, den Ferritkern komplett zu schließen, da sonst im Magnetfluss zuviel magnetische Streuung ist. Dann wird die Messung ungenau.

Das ganze ist ein Transformator im Kurzschlussbetrieb, info über Wiki Core Transformer.

Hier auf dem Board haben Leute schon bis 30 m verlängert. Lan Kabel ist die einfache Wahl, eigentlich sollte auch Telefonkabel mit mindestens drei Adernpaaren reichen.

Die Übertragung ist frequenzmässig abspruchslos, es benötigt nur jeweils in verdrilltes Adernpaar pro CT mit nicht unnötig hohem Leitungswiderstand.

Ist doch sicher egal, wenn sie nicht korrekt sitzen wird die Messung ungenau, oder?

Ich habe von durchgehenden Spulen geschrieben, aber wenn du sagst, es wird mit den Ferriten der Messwert erzeugt, werden die seitlichen Spulen relativ rund oder oval um den Ferritkern liegen. HGast du mal einen CT zerlegt und inspiziert? Fotos?

Genau das wollte ich damit sagen. Und das passiert nicht bei einem geschlossenen CT !

Nein, habe ich nicht. War aber auch nicht nötig.

Ich hatte beruflich mit sowas zu tun.

Fotos? Was willst du den wissen?

echt jetzt ? dann würde ich mich um eine andere Möglichkeit umsehen oder die Werte in Zukunft einfach weiter schätzen.

Warum das? Was ist daran auszusetzen?

genau das frag ich mich auch. Kein Verständnis.

Und was soll das bringen? Ich brauche Messwerte. Woher soll ich sonst wissen, was in den Akku geht, was eingespeist wird, welche Verbraucher ich zu welcher Zeit betreibe, um möglichst günstig und effizient zu Arbeiten?

Sorry wahrscheinlich ist eine Verlängerung wirklich unkritisch aber ich würde trotzdem ein CAT-6 oder 7 Kabel verwenden und den Schirm am WR auflegen.