Fachgerechter Netzanschluss einer Split Klima Anlage

Hi Leute, ich habe gerade die Montage / Inbetriebnahme eines Klimagerätes ausgeschrieben und von einem Handwerker eine Rückfrage erhalten. Er fragt, ob eine extra Absicherung für das Außengerät vorgesehen ist, da gem. DIN 378 wohl ein RCD Typ B vorgesehen wäre. (Insbesondere wegen des Frequenzumrichter). Habe mal nachgesehen bei meiner Wärmepumpe (auch frequenzgesteuert), da ist lediglich ein separater FI + LS verbaut.

Bisher habe ich bei meinem Klimageräten - in Absprache mit einem bekannten Elektriker - einfach einen RCD Typ A bzw. FI/LS Schalter (RCBO) eingebaut. Ehrlich gesagt habe ich die Dinger aber auch schon längere Zeit am Stecker betrieben (wie wohl viele hier).

Kennt denn jemand die genauen Anforderungen bzgl. Netzanschluss? In den Anleitungen der Geräte steht meist nur so etwas wie "der Netzanschluss ist den jeweiligen geltenden, regionalen Gesetzen entsprechend auszuführen".

Schau mal HIER

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Das ist so eine nicht ganz geklärte Sache. Viele Hersteller schreiben das nicht vor und es gibt Experten die meinen, ist auch nicht nötig. Es gibt aber auch Hersteller, die fordern explizit Typ B RCDs, hab das schon bei Daikin gelesen.

Was klar ist: Wenn an der Leitung von der Unterverteilung kommend keine anderen Verbraucher hängen, brauchst du definitiv gar keinen FI, würde aber trotzdem Typ A einbauen, kostet ja nicht viel und bringt etwas mehr Sicherheit.

Ich hab schon von Klimafirmen gehört, die seit Jahren installieren und noch nie einen Typ B eingebaut haben und andere, die das regelmäßig fordern.

Technisch gesehen kann ein Inverter durchaus den Fehlerstrom um ein paar mA je nach Betriebssituation verschieben, so dass der dann etwas später auslöst und nicht mehr in der Norm ist. Da gehts aber nur um ein paar mA.

Daikin sagt:

Da diese Geräte durch einen Inverter geregelt werden, muss beim Einsatz eines FI (RCD) ein allstromsensitiver RCD als. Absicherung verwendet werden.
Aus meiner Sicht wären somit folgende Kombination konform:
  1. Fester Anschluss, kein RCD

  2. Fester Anschluss und RCD Typ B

  3. Ortsveränderlicher Anschluss, RCD Typ B

Außerdem muss man natürlich die Absicherung in Abhängigkeit der Herstellervorgaben und den passenden Leitungsquerschnitt berücksichtigen. Es kann natürlich auch noch andere Anforderungen geben, warum ein RCD zum Einsatz kommen sollte (z.B. Brandschutz). Das muss man dann individuell berücksichtigen.

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ich würde bei anlagen mit aussengerät, was eine split ja ist, möglichts keinen RCD eibauen.

zu gross das risiko das wegen bisssel fehl-feuchtigkeit alles ausfällt und dann wird's kalt und ausser verteilung umbauen kannste nix machen....

Ist ein Argument. Weiß aber nicht, wie oft dieser Fehlerfall in der Praxis auftaucht.

@geist 4711 Hallo, das mit Außeneinheit und FI überzeugt mich völlig. @win Ich denke, man würde öfter davon hören, wenn der Fehlerfall eintritt. Dann gibt es zwei Möglichkeiten, entweder hat kaum jemand einen RCD Typ A oder B verbaut, oder dieser Fehler ttritt wirklich nicht auf. Und ist dann überhaupt ein FI nötig?

Auch wenn der Fehler selten Auftritt würde ich trotzdem den Stromkreis trennen und nicht über den selben RCD laufen lassen…. Egal ob A oder B.

Entweder im Fehlerfall komplettes Haus dunkel oder nur das jeweilige Gerät tot…

Ein FI/LS kostet, sofern du die Kabel selbst gezogen hast, ca. 150 Euro Einbau von Fachfirma.

Eine stinknormale Sicherung von ABB 20A kostet keine 10 Euro….

Es ist immer wichtig was im Fall der Fälle passiert….

Ich hab mir ein Kästchen gebaut mit FI Typ B und LSS 10A, das zwischen der Steckdose und dem Außengerät sitzt. Es ist der billigste Typ B, den ich finden konnte (80€) : https://www.ebay.de/itm/284376731780?var=588137515461 (in der Variante 25A / 30 mA).

Eine extra Leitung kann ich nicht ziehen (wie machen das andere Leute? Reissen die die Wände im ganzen Haus auf?).

Mal dumm gefragt: kann solch eine Reihenschaltung aus zwei FI (Typ A im Zählerschrank, nachgeschaltet ein Typ B) Probleme machen? An meiner CNC-Fräse habe ich seit Jahren diese Konstellation ohne Probleme.

praktikabel.

Dafür nennt sich sowas Elektrofachkraft die haftend zeichnet.

Hab einen Typ F für meine 4MXM80, gleich 3-Phasig genommen, sind dann noch andere Phasen frei da noch ein Single-Split als Sicherheits-Backup reinkommt und später noch ne 2. Multisplit. Da elektromäßig eh alles neu musste, gleich so im Zählerschrank alles eingeplant. Ansonsten noch 2 normale A RCD, einer für Bad + Licht + Flur + außen (Beweg.-Melder), also alles was nass wern kann. Rest innen alles am anderen A RCD.

Der Freund des Stroms hats kürzlich erklärt:

Welcher RCD ( FI) für Klimaanlage

Ganz ehrlich, wer hat nicht zur Inbetriebnahme des Splitgeräts einfach schnell einen Schuko-Stecker dran geschraubt und das Provisorium ist mal wieder viel länger als geplant geblieben?

Eine eigene Sicherung möchte ich schon deshalb, weil die Shellys im Sicherungskasten an jedem Split eine wichtige Kontrolle der Funktion und des Betriebsverhaltens erlauben. Aus elektrotechnischer Sicht dürften die aktuellen Splits extrem saubere Verbraucher sein, weil sie fast alles über DC-Motoren machen, die sie enteprechend ansteuern. Dagegen ist jeder Staubsauger eine Vollkatastrophe. Ist ja nicht mehr so wie einst, daß wenn der Kompressor los lief, die Lichter geflackert haben. :smiley:

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Aufputz- Installation.

Ganz ehrlich frag ich mich warum man so einen 3 Jahren alten Beitrag ausbuddelt ohne jetzt wirklich einen neuen Aspekt aufzuführen oder Fragen dbzgl. zu haben.

Zur Fragestellung an sich, frag ich mich ehrlich was jeder wirklich hören möchte? Jedem sollte klar sein, dass zu dieser Frage x-Faktoren mit reinspielen und dabei die technische Auslegung nicht zwingend im Vordergrund steht. Das Thema der Haftung spielt eine große Rolle. Der Hersteller sichert sich massiv in seiner Anleitung ab. Dazu gibt es Richtlinien und Beides kann durch eine zeichnende Elektrofachkraft anders ausgelegt werden. Natürlich übernimmt er dafür auch die Haftung. Was will man nun hier in einem Forum so pauschal wissen?

Was ist pauschal die sicherste Auslegung? Ganz klar, die Auslegung wo jemand anderes die Haftung übernimmt als Fachkraft dazu befugt.

Möchte man das selbst “ausknobeln”, fehlt ggf ein ganz massiver Teil der Haftung und egal was man macht, im Schadensfall wirds schwierig. Technisch kann man versuchen optimiert zu aggieren, aber eine 100% Sicherheit gibt es nicht. Also durchaus immer ein Mix und kommen dann Abweichungen zur idealisierten Einbausituation hinzu, sollte flux einleuchten, dass hier eine Abwägung mitspielt und reines Malen nach Zahlen auch seine Tücken hat (siehe zB Altbausituation etc.)

Eine Midea Portasplit geht etwa in Schuko, und hat viel billigere Komponenten und überhaupt keine Vorgaben - Zieht dazu sogar noch bis zu 1300w Strom und nicht nur 800-900w der meisten A+++ 3.5kw Split.

Man kann es auch übertreiben.

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Es ja auch ein gewaltiger Unterschied, ob ich 1kW mit einer fiesen induktiven Last ziehe (z.B. typischer Staubsauger) oder ob das die Schaltungen typischer Inverter sind, wo meist erst ein Brückengleichrichter kommt und dann dicke Siebelkos. Aus der Gleichspannung generiert man dann die restlichen Spannungen, die gebraucht werden und steuert die bürstenlosen DC-Motoren direkt an. Den letzten 3.5kW MEL-Inverter habe ich bislang noch kaum über 500W bekommen. Also alles easy. Obwohl es eine rein ohmsche Last ist, ist da ein Toaster schon fast schlimmer.

Das ist so nicht richtig. Bei Invertern hat man hochfrequente Störungen und auch Gleichstromanteile, die Typ-A FIs blind machen können.

Wie hoch das ist und ob relevant, wäre eher die Frage.

Das ist so, weil der Hersteller natürlich sein Gerät so bauen muss, dass es den Normen entspricht und damit ist der Betrieb an einem Typ A FI auch kein Problem. Sonst wäre die Anlage nicht verkehrsfähig.

Bei Split-Klimas, die fest angeschlossen werden, gibts andere Normen, da kann ein Typ F oder B FI nötig sein.

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Darüber mache ich mir keine Sorgen. Ich habe einige Jahre Schaltnetzteile entwickelt, die wir durch echte CE-Prüfungen bekommen mussten. Das Zeug war mega sauber. Da konnte kein Hifi-Verstärker mit Ringkerntrafo mit halten. Bei Produkten ordentlicher Hersteller, die lieber mal einen Angstkondensator mehr als zu wenig einlöten, mache ich mir da keine Sorgen. Probleme sind Pfusch durch Weglassen bei Billigvarianten oder teildefekte Geräte.

naja, wie gut dass ich eine Daikin Perfera hab. Da ist überhaupt kein FI vorgeschrieben - nur empfohlen Leitungsschutzschalter B. (aber es hängt bei mir eh hinter dem normalen FI - leider einer für ganze Wohnung). Wobei ich glaub mein FI für die ganze Wohnung - und der ist immerhin ein Klasse F was schonmal etwas besser ist.