Code unter der MIT-Lizenz erlaubt u.a., daß jemand den Code nimmt, und ihn verändert veröffentlicht. Ergo kann jeder, der es kann und will, die Tokenabfrage und auch alles andere, was ihn so stört, rauscodieren, und den Code dann auf github stellen. Da jetzt mit „das macht aber das Geschäftsmodell kaputt“ zu kommen, ist scheinheilig. Der echten Kern und Sinn dieser echten Open Source Lizenzen ist genau dieses Recht, und nichts anderes. Wer seine Software unter so eine Lizenz stellt, muß mit den Folgen leben. Und das ist auch gut so.
Ich gehe aber mal davon aus, daß Die EVCC-Entwickler das genauso sehen, und daher die Softwareteile bzw. Daten, für die ein Token erforderlich ist, nicht unter dieser Lizenz stehen.
Wo habe ich geheuchelt? Wo habe ich eine Doppelmoral gezeigt?
Oder hast Du etwas anderes gemeint und Du meinst nicht scheinheilg?
Ich finde es gut, dass die Entwickler EVCC unter Open-Source gestellt haben. Das macht es möglich, dass auch andere Entwickler Zugriff auf die Sources haben. Damit wird die Weiterentwicklung von EVCC schneller vorangetrieben als bei Closed-Source.
Zugleich weise ich darauf hin, dass, wenn man das Geschäftsmodell der Entwickler von EVCC kaputt macht, die Entwickler jederzeit die Möglichkeit hätten die Weiterentwicklung ohne Open-Source weiterzuführen. Das fände ich persönlich nicht gut. EVCC würde langsamer weiterentwickelt und gewonnen wäre nichts.
Das wäre dann aber widersprüchlich. Wer etwas unter eine freie Lizenz stellt, sagt im Grunde: "Jeder darf den Code nehmen und persönlich abändern und wieder anderen zur Verfügung stellen." Mit so einer Willenserklärung kann man dann nicht sagen, ihr macht unser Geschäftsmodell kaputt, wenn ihr das tut, was wir zuvor angeboten haben. Beides passt nicht zusammen.
Das wäre ungefähr so: "Ich schenke dir mein Auto, aber wenn du es nimmst, dann ruinierst du mein Leben." Das wäre ein vergiftetes Geschenk.
Man muss ja auch umgekehrt sehen, dass sie selbst davon profitieren, dass sie es quelloffen machen, wie du schon geschrieben hast. Sie bekommen dafür also auch was von der Community, insofern es überhaupt eine mitentwickelnde Community gibt.
Aber die Codeteile für die Sponsorlinks stehen ja auch nicht unter einer freien Lizenz. Sehr ungewöhnlich, dass der dann trotzdem Opensource verfügbar ist.
Ich bin aber auch stark dafür, dass es Geschäftsmodelle auch bei Opensource geben muss, wo Entwickler fair entlohnt werden können. Diese "Alles-Kostenlos-Mentalität" finde ich bedenklich.
Das haben nicht die Entwickler gesagt. Ich habe zum Ausdruck gebracht, dass ich nicht möchte, dass die Entwickler Ihr Geschäftsmodell von Open-Source auf Closed-Source umstellen. Und das wäre vermutlich die Konsequenz.
Die "Alles-Kostenlos-Mentalität" hat bei Android dazu geführt, dass zwar die meisten Apps kostenfrei sind, aber wir indirekt mit unseren persönlichen Daten zahlen.
Ist er nicht. Open Source bedeutet nicht, daß der Sourcecode öffentlich verfügbar ist, sondern daß er unter einer Lizenz veröffentlicht wird, die jedem die freie Nutzung erlaubt.
Allerdings könnte jemand auf die Idee kommen, den Sourcecode zu nehmen, und den ganz für sich alleine so zu verändern, daß der das tut, was derjenige möchte. Das wäre zwar rechtlich fragwürdig, aber wo kein Richter…