Erweiterung einer bestehenden 20 kWp Ost-West-Anlage

Hallo Zusammen,

ich würde hier gerne eure Meinungen / Tipps zu meinem Vorhaben einholen.

Aktueller Stand ist eine 10 kWp Ost-West PV-Anlage auf dem Hausdach mit einem Plenticore G1 7.0 mit einer 10,2 kWh BYD-Batterie.

Zu dieser Anlage gesellten sich vor 2 Jahren noch einmal 10 kWp auf der Garage.

Weil auf dem Hausdach noch Platz ist, möchte ich diese Anlage erweitern.

Sorry schon mal für die schlechte Qualität der Bilder.

Die bestehende Anlage sind ECO-295-315M-60 Modulen (992*1650 mm)

Die Erweiterung wird mit Trinasolar Vertex S+ (1134*1762 mm).

Bei der Befestigung hätte ich die bestehenden Aluschienen verlängert und wieder Edelstahl Dachhaken verwendet.

Auf die Ostseite würden dann 10 Module passen, was 4,50 kWp entspricht.

Auf die Westseite etwas weniger, weil dort ein Kamin ist. Hier wären es dann 7 Module, was 3,15 kWp entspricht.

Als Wechselrichter würde ich wieder einen Kostal Plenticore 5.5 nehmen.

Bei mir sind jetzt folgende Fragen aufgekommen:

  1. Ich bin dann in Summe bei ingesamt 27,65 kWp, was nach meinen Kenntnissen über den 25 kWp ist und somit vom Netzbetreiber gesteuert werden muss.

Die Frage ist hier nur, was zählt hier? Die WR-Leistung oder die Generatorleistung?

  1. Bekomme ich ein Stabilitätsproblem, wenn ich die bestehenden Schienen verlängere und die neuen Module dann versetzt darauf montieren?

Würdet ihr generell etwas anders machen?

Danke für eure Einschätzungen. Den Aufriss habe ich mal in Onshape gezeichnet:




Es zählt immer die Generatorleistung. Das ist halt im Falle von Ost-West- oder gar Nordanlagen blöd, weil die da nie erreicht wird.

Oliver

Warum steht dann hier, das eine Begrenzung der WR Leistung auf 70% auch reicht?

Genau der Fall wäre ja dann bei mir.

https://www.bayernwerk-netz.de/de/energie-einspeisen/redispatch-2-0/technische-umsetzung.html

Du hattest nach der Grundlage der Berechnung für die 25kW-Grenze gefragt. Das ist die installierte Modulleistung, und die ist nun mal 27,65kWp.

Die 70%-Regelung als Alternative zur FSE-Abregelung, die da erwähnt wird, gilt für Anlagen <=25kWp, also nicht für deine.

Ich würde in dem Fall nur 25kWp verbauen, den Umrichter auf 70% dimensionieren, und alles ist gut.

Oliver

Stimmt, hatte ich übersehen.

Was wäre an der Steuerung so schlimm? Bzw was wird dann alles gedrosselt?

Das schlimmste an der Steuerung ist die Steuerung :wink:

Da braucht es halt Hardware vom Netzbetreiber, ein Netzwerkzugang und eine Schnittstelle zum Wechselrichter, und all das braucht Platz und vor allem Geld - dein Geld natürlich.
Bei einer 10000kWp-Anlage auf der grünen Wiese geht das im Budgetrauschen unter, bei 27kWp nicht.

Gedrosselt wird dann das, was der Wechselrichter an Drosselungsstufen anbietet. Will der Netzbetreiber -25%, der Wechselrichter kann aber nur -50%, dann macht der halt -50% - oder so.
Daher: da musst du dich selber schlau machen.

Aber frag doch einfach mal beim Netzbetreiber nach, was die im Falle eines Falles da verbaut haben wollen.

Oliver

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Soweit ich die bisherigen Informationen des Netzbetreibers interpretiere, wird anscheinend aufgrund der WR Dimensionierung nichts gedrosselt.

Und selbst wenn, ich glaube, dass das nicht so schlimm wird wie es aktuell gerade wieder diskutiert wird.

Eine andere Frage hätte ich aber bezüglich der Befestigung der Module.

Ich hatte das jetzt wie hier dargestellt geplant:

Soweit ich das interpretiere, kann ich die Module quer befestigen, da Trina Solar 1/4 der Modulbreite als Klemmbereich vorgibt (Quelle).

Mich würde jetzt interessieren: Hättet ihr das auch so gemacht oder seht ihr Probleme in meiner Befestigungsart?

Soweit ich das beurteilen kann, ist es nicht optimal, ich will aber keine Kreuzmontage der Schienen, da ich sonst höher komme wie die bestehende PV-Anlage.

Mir fällt auch auf, dass ich aufgrund der Quermontage sehr viele Haken brauche, reicht es hier wenn man nur jeden zweiten Sparren einen Haken setzt?

Um das hier nochmal hochzuholen: Ich bin gerade dabei, das zu verkabeln.

Es geht mir jetzt vor allem um die Ostseite und das Thema Induktionsschleifen.

Am einfachsten wäre es für mich, wenn ich das so verlege:

Wie ist hier jetzt eure Meinung dazu? Sind Induktionsschleifen eher nur theoretisch relevant?

Problem bei mir ist, ich wüsste auch nicht, wie ich das großartig anders machen sollte.

meine idee wäre

Hatte ich auch schon, bewirkt aber ein zusätzliches Kabel und mehr Aufwand.

Mit der Leitung oben drüber spannst jedenfalls eine grosse Induktion auf

Man liest dennoch häufig, dass dieses Thema nur theoretischer Natur ist und praktisch keine Relevanz hat.

Ähnlich mit den ganzen SPD Dingern, die ja auch vorwiegend der Gewinnsteigerung dienen sollen....

Man kann viel lesen, manches stimmt sogar :slight_smile:
Jeder Schaltregler, also auch WR, ist ein (hoffentlich schwacher) Sender.
Jeder Blitz auch in grosser Höhe macht dir in einer grossen aufgespannten Spule eine grosse Leistung.

Es gibt eine Verschaltungsart, wo man immer ein Modul überspringt und somit die Kabellängen voll ausnutzt. Dadurch kann man die Rückleitung über die übersprungenen Module direkt zurückführen OHNE deine Rückleitung.
Schwer zu erklären und finde gerade auch keine Zeichnung dazu im www

edit, doch noch gefunden ->

Danke, ich werde mal prüfen, ob da die Kabellängen der Module reichen.

Ich hab es jetzt mal so vorbereitet:

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