Hi zusammen
seit letztem Sommer haben wir eine PV Anlage und einen Heizstab im WW-Speicher.
Diesen Sommer ist noch eine Splitklimaanlage dazugekommen, die im Kühlbetrieb schon mal gut und effizient funktioniert. Jetzt geht es noch darum die Heizkosten zu reduzieren.
Hier erst mal die Eckdaten
- DHH 130m², 2 Etagen, Speicher, kein Keller
- Überwiegend milde, aber oft auch trübe Winter (häufige Inversionswetterlagen in der Rheinebene)
- Fußbodenheizung, sehr gute Dämmung, dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung
- Fernwärme, mit Anschluss- und Nutzungspflicht (fossil und teuer)
- PV: 11,7kW Peak, Süd 45° mit Akku 7,7kWh
- Splitkilma: 2 Innengeräte (EG: Wohnzimmer, OG Flur), Türen meist offen
- Warmwasser: ~1700 kW/a, davon schätzungsweise 85% mit PV-Überschuss, Rest: Fernwärme
- Heizung: ~3000 kWh/a, Leistung meist < 1kW, max. 1,8 kW (sehr selten)
- Vorlauftemperatur meist zwischen 25° und 30°, nur selten darüber
- Raumthermostate installiert, aber nicht angeschlossen (hydraulischer Abgleich reicht)
Das Temperaturverhalten im Haus ist sehr träge. Ein versehentliches Ausschalten der Heizung vor ein paar Jahren bei Temperaturen zwischen 0°C und 5°C wurde erst nach 3 Tagen bemerkt.
Jetzt zu den geplanten Maßnahmen:
Aufgrund der hohen Preise für die Fernwärme, sollte auch ohne PV Überschuss möglichst viel mit der Klimaanlage geheizt werden. Was aber auf keinen Fall passieren darf ist das ![]()
Hier habe ich mir folgendes Überlegt:
- Übergangszeit: FBH aus, Klimaanlage nach Bedarf
- Winter: Solltemperatur der FBH ein paar ° unter der gewünschten Temperatur
- Gewünschte Temperatur an Klimaanlage einstellen
- Bei PV Überschuss Solltemperatur Klimaanlage (etwas) erhöhen
- Hydraulischen Abgleich anpassen, da sich die Wärme der Klimaanlage vermutlich nicht gleichmäßig verteilt.
Jetzt zu den Fragen
- Was haltet ihr generell von der Vorgehensweise? Funktioniert das, oder könnten die 2 unabhängigen Regelungen hierdurch instabil werden?
- Wäre es sinnvoll, die Heizkurve der FBH anzupassen oder sogar eine feste Vorlauftemperatur einzustellen, die gerade so reicht, um kalte Füße auf dem Fließenboden zu vermeiden (z.B. 22°-23°)?
- Wie wirkt sich die Erhöhung der Solltemperatur bei PV Überschuss aus? Bei der FBH wird ja erst der Estrich erhitzt und die Wärme langsam an die Luft abgegeben werden. Bei der Klimaanlage befürchte ich, dass die Luft unangenehm warm wird und nur wenig Energie im Mauerwerk gespeichert wird.
- Soll ich beim hydraulischen Abgleich eher den Durchfluss in den Räumen erhöhen, die nicht so gut über die Klimaanlage versorgt werden oder der anderen Räume reduzieren oder eine Kombination von beidem?
- Sollte unter bestimmten Außentemperaturen die Leistung der FBH erhöht werden, wenn ja ab wann?
Viele Grüße