Da ich immer auf Ideensuche bin meine Heizungsanlage und mein Energiemanagment System zu optimieren / zu ergänzen, hier mal eine Frage an die Community.
Mein Haus ist BJ 1960 ca. 140m2 mit neueren Fenstern und teilweise gedämmt (ca.25%).
Im Bestand habe ich eine PV Anlage mit 18,1kwp und 12,8kwh Speicher alles Richtung Süden ausgerichtet ca.7kwp davon sind senkrecht an einen Zaun montiert zur Ertragsoptimierung im Winter. Als Hauptheizung nutze ich eine Pelletheizung mit einem 800l Hygienespeicher wo auch eine ältere Solarthermieanlage mit 6m2 Kollektorfläche angeschlossen ist. Pelletverbrauch ca. 3t im Jahr.Zusätzlich steht im grössten Raum des Hauses, der Wohnzimmer, Esszimmer und Küche vereint ein Kaminofen.HOlzverbrauch ca. 2 RM pro Jahr. Desweiteren habe ich eine 4 fach Multisplit Klimaanlage von ARGO Mit 10,5 kw Maximalleistung für die Räume Wohn-Ess-Küche 5kw / Schlafzimmer und für die 2 Kinderzimmer je 2,7kw.
Meine Idee ist nun die Heizungsanlage mit einer günstigen Wärmepumpe wie z.B. der Hofman Avarma. die ich DIY einbinden kann, um von den Preisschwankungen die auch Holzpellets mittlerweile haben ein wenig unabhängiger zu werden.
Wie ist da eure Meinung lohnt sich das, da ich gerade bei kälteren Temperaturen eine relativ hohe Vorlauftemperatur habe. (Heizgrenze 15 Grad Fusspunkt 30 Grad VL Max. 60 Grad Heizkurve 1,1) oder sollte ich es lieber lassen. Und Wenn machen, eher kleine Wärmepumpe um bewusst auf ein Hybridsystem setzen. oder ein Grösse wählen die mit der Heizlast (8,7kw) klarkommt.
Wäre es nicht sinnvoller erst einmal zu gucken wieviel Verbrauch du wann hast und wieviel PV-Stromanteil du übrig hast? Dann siehst du doch, ob du genug Überschuss in eine evtl. Wärmepumpe stecken kannst.
Da ich schon seit 2 Jahren Homeassistant zum Energiemonitoring nutze, kann ich gut erkennen das gerade in der Übergangszeit noch ziemlich viel eingespeistwird. Von daher könnte ich diese Energie zumindest demnächst, wenn die erste PV Anlage (6kwp) ausgefördert ist sinnvoll dafür nutzen.
Den Wärmeverbrauch kann ich leider nur rudimentär ermitteln, anhand der Betriebsstunden der Pelletheizung.
Allerdings ist die Pelletheizung mittlerweile auch schon gut 20 jähre alt, daher die Überlegung mit der Wärmepumpe. Wobei ich mir halt nicht sicher bin ob ich im Zweifelsfall mit einer Wärmepumpe effektiv mein Haus heizen kann ohne dann noch extrem viel Strom zukaufen muss, da ich ja gerade im Kernwinter wenn die Aussentemperaturen niedrig sind und meine Vorlauftemperaturen hoch, nur noch an vereinzelten Tagen Strom aus der PV übrig habe.
Die Vorlauftemperturen absenken ist leider auch sehr schwierig, da ich in einigen Bereichen keine Möglichkeit habe grössere Heizkörper einzusetzen.
mit der Split Klima kann ich leider nicht alle Räume beheizen. ich hatte letztes Jahr einen Heizungsausfall, das hat zwar ganz gut geklappt, allerdings ist der Komfort mit den Klimasplitgeräten nicht so hoch (Ventilatorgeräusche) und das Badezimmer musste ich mit Heizlüfter beheizen, was ja nun wirklich nicht effizient ist.
Wo liegt denn NAT? 60 Grad Vorlauf ist zu viel für sinnvollen Einsatz einer WP. Aber interessanter wäre ja, wo die Temperatur im Winter bei euch zu 80% der Zeit liegt und welchen Vorlauf es dafür braucht.
Wenn z.B. bei 0 Grad 45 Grad Vorlauf reichen, könntest du problemlos bis 0 Grad damit heizen. Und wenn es kälter wird, einfach mit Pellet heizen. Sind dann ja nur ein paar Tage.
sei gegrüßt im Forum. Lass uns Erfahrungen austauschen. Mein Häuschen aus den 40gern wird auch mit Pellets zentral beheizt. Der Kessel hat - wie bei dir - 20 Jahre auf dem Buckel. Den Hersteller gibt es nicht mehr und Ersatzteile sind schwer zu bekommen. Der muss mal in absehbarer Zeit getauscht werden. Die Preise bei Pellets sind deutlich gestiegen und werden wohl auch nicht wirklich billiger in näherer Zukunft. Teils werden BHKW von Stadtwerken von Kohle auf Pellets umgestellt, d.h. die Nachfrage steigt. Hab zuletzt 411€/t (3,6t) bezahlt.
Daher denke ich auch über den Umbau auf WP nach. In diesem Jahr teste ich, wie niedrig ich die VL wählen kann. Bei -15 Grad sollen 56 Grad reichen, bei 15 Grad sind jetzt 26 Grad eingestellt.
Mein Puffer hat 1000l, entspricht also deinem. An der Heizung habe ich jetzt 59 Grad als obere Grenze gesetzt, weil dieser Speicher eine Menge Wärme an den Keller abgibt. Zusätzlich erhielt er eine weitere Dämmung außen, da die Speicher aus der Zeit nur bescheiden gedämmt sind.
Wenn ich damit über den Winter komme, sollte es mit einer WP auch gehen, ohne dass sie exterm viel Strom zieht.
So einen Versuch kann ich dir auch empfehlen. Pellet + WP ist m.A. kein Zukunftsmodell.
Du hast schon viel PV, ich noch nicht. Das Dach soll/muss neu gemacht werden. Dann werde ich zusätzlich Dämmen (Aufsparren) und die Solarthermie abbauen und gegen PV tauschen. Der PV Überschuss soll dann per Heizpatrone im Speicher für Duschwasser im Sommer sorgen und ggfls. die WP unterstützen.
Ich hatte im letzten Jahr versucht unter 55grad VL zu kommen. Das war dann aber leider zu kalt in eineiigen Räumen. Scheinbar braucht das Bad ziemlich viel Leistung. Das hängt natürlich auch am Ende der Leitung. Als Heizkörper ist da ein Säulen Heizkörper als 3 Säuler mit 15 Elementen verbaut. Vielleicht könnte ich da noch einen mit 4 Säulen einbauen aber mehr Elemente geht auch da nicht. In dem großen Wohnraum ist es auch sehr knapp mit der Heizleistung der Heizkörper bemessen, da könnte ich nur einen von 3 Heizkörpern gegen einen 33er tauschen ausgerechnet den kleinsten (120 x 50) das wird die Lage leider auch nicht deutlich verbessern.
Ich werde wohl diesen Winter noch ein wenig ausprobieren bzw. Buch führen welche vorlauftemperatur ich bei welcher außen Temperatur brauche das es in allen Räumen komfortabel warm wird.
Die NAT liegt übrigens bei -12 grad nach alter. Norm und bei -10,2 grad nach neuer Norm.
Genau, wenn du nur wenige Räume hast, die das ganze System limitieren, dann kommt man recht günstig über Heizkörpertausch zum Ziel, die Vorlauf senken zu können.
Irgendwas stimmt da doch nicht. Drei große Heizkörper in einem Raum, dazu 60 Grad Vorlauftemperatur. Da hättest du alleine in dem Raum an die 10kW Heizleistung.
Einrohrheizung? Hydraulik völlig kaputt, so daß die Heizkörper nur oben warm werden?
ch habe mir gerade mal die mühe gemacht die Heizleistungen der Heizkörper in den Problemräumen zu ermitteln. im Woh/Ess/Koch Raum (ca56m2) 1x Typ22 1000x500 (VL70 1169W) (VL55 735W) 1x Typ22 900x500 (VL70 1052W) (VL55 662W) 1x Typ 33 1600x300 (VL70 1787W) (VL55 1138) und im Bad ist ein Säulenheizkörper mit 3 Säulen 1800mm hoch mit 15 Elementen (VL70 2010W) (VL55 1261,5). Das ist leider genau passend für die Heizlastberechnung mit einer VL von 70 Grad (Warum der Heizungsbauer das auch immer so geplant hat)
Wie aber schon geschrieben im dem 56m2 Raum könnte ich nur den 900mm breiten Heizkörper derch einen Ty 22 ersetzen. mit Umbauaufwand und Möbelrücken könnte ich den 1000mm breiten gegen einen typ 22 mit 1400mm länge ersetzen. aber auch das würde so nicht ganz reichen um nach Berechnung auf 55 grad VL zu kommen.
ich denke schon die Leitungen sind gross genug dimensioniert sind alles die alten Stahlrohre die früher wohl im Schwerkraftprinzip gearbeitet haben. die Pumpe ist eine Grundlos Alpha die im Autoadapt Modus läuft.
Bei 22er und 33er kannst Du mit Unterbaulüftern die Wärmeabgabeleistung nahezu verdoppeln.
Gibt hier schon viele Beiträge dazu. Hat bei mir auch richtig viel gebracht (Haus 1950, Fenster 1998, nur DG neu gedämmt). Maximale VL durch die Lüfter und Ringtausch der HK sowie einige neue nun meist 35° und nur an den extrem kalten Tagen Richtung 40°.
Fette Rohre heißt jetzt nicht unbedingt was. In den Ventilen am HK gibt es typischerweise Stellventile zm hydraulischen Abgleich. Die könnten dein Volumenstrom falsch begrenzen
Außerdem muss die HK Pumpe den gesamten Volumenstrom fördern und auch den Differenzdruck herstellen. Was jetzt Autoadapt bedeutet kann ich nicht sagen
Die Ventile sind alle nicht einstellbar der Hydraulische abgleich erfolgt über Thermostate von Homematic IP, somit glaube ich schon das die genug durchlassen. Wegen der Autoadaptfunktion habe ich gerade nochmal nachgeschaut, die regelt den Druck und die Fördermenge automatisch kontinuierlich selbst nach in der Proportionaldruckkurve. Als ich das rausgesucht habe, habe ich gelesen, das diese Kurve für mein altes Rohrnetz nicht geeignet ist und ich entweder mit Konstantdruck fahren soll oder sogar auf eine feste Drehzahl stellen soll. Danke für den Hinweis.
Nun ist die Entscheidung gefallen, es gibt eine LG Therma V mit R32, wegen der Schutzbereiche die ein R290 gerät hat. Diese Kann ich leider an keinem mir möglichen Standort einhalten.
Die Pelletheizung bleibt vorerst auch noch da, als alternative bivalente Heizung, ich bin mir ziemlich sicher das diese bei Temperaturen unter -5 Grad effizienter ist als Die Wärmepumpe. In den nächsten Jahren werde ich dann nach und nach die Heizkörper optimieren, durch Gebläse und/oder Tausch um die Vorlauftemperaturen so weit wie möglich nach unten zu bekommen.
Zum Anschluss der Wärmepumpe habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, es Wird in Stichanbindung angeschlossen, so bleibt mein 800l Hygienespeicher als Pendelpuffer und Warmwasserspeicher bestehen. Das einzige was ich noch klären muss, ist wie ich die Steuerung der LG richtig programmiere. einige dinge sind mir da schon Klar, gehen gut aus der Anleitung hervor, aber andere Dinge sind da noch mit einem Fragezeichen versehen. (z.B. Betrieb mit Mischer bei nur einem Heizkreis) Vielleicht hat ja jemand ein paar Tipps für mich zum Einstellen/programieren der Regelung.
Falls wir für dieses Gerät noch keinen Sammelthread haben, mach da am besten einen auf, damit die Erfahrungen zu dieser Anlage an einem Ort gesammelt werden.
Schade hab es zu spät gelesen, du hast dich ja schon entschieden. Ich hätte dir eine R290 Solewärmepumpe empfohlen, die man, falls Sole nicht machbar ist, an einen Energiezaun anschliesst. Mit Puffer kanns du so locker Ueberschussstrom in der wärmeren Tagesszeit in Wärme verwandeln ohne lästige Lüftergräusche