da der Einbau einer 7kw/24000 BTU Samsung Cebu Split Klimaanlage im Herbst letzten Jahres Dank des geballten Wissens dieses Forums reibungslos geklappt hat, möchte ich kurz meine Erfahrungen teilen, weil es damals im Thread hieß, dass zu den Samsung-Geräten bisher wenig Erfahrungen vorliegen. Für die Gerätewahl war der Preis in Kombination mit hoher Leistung ausschlaggebend. Der Kaufpreis lag unter 1500€.
Zur Vorbereitung und Installation kann ich sagen, dass die Kernbohrung dabei eigentlich das Schlimmste war(leider war genau an der Stelle ein Stahlträger im Mauerwerk). Die Kältemittelleitungen habe ich mit einem einfachen Handgerät bebördelt, einen Drucktest mit Heliumballongas durchgeführt und die Anlage dann mit einer günstigen Pumpe evakuiert. Der Stromkreis ist separat abgesichert, zur Sicherheit Stromleitung mit 2,5mm Querschnitt
Die Installation war eine Tagesaktion.
Die Kühlleistung habe ich, da die Installation im Herbst stattfand, nur ein Mal getestet, war aber gut. Ich heize damit insgesamt ca. 65qm, also den gesamten Wohnbereich des Hauses und das funktioniert erstaunlich gut, wobei bei dauerhaft kalten Außentemperaturen (5 Grad und weniger) noch ein Holzofen und eine Ölzentralheizung zur Verfügung stehen. Die Ölheizung habe ich diese Jahr Ende Dezember eingeschaltet(Heizkennlinie 0,4) , als es frostig wurde. Beheizt wird ein Haus von 1989 mit 6cm Styropor WDVS.
Der Verbrauch geht fast nie über 2kw. Wenn man ordentlich aufdreht sind es meist so 1-1,5kw. selbst bei minus 5 Grad wie heute. Grundsätzlich kann sie gut Runtermodulieren bis ca. 300Watt Leistungsaufnahme. Einteisungsmodus funktioniert gut. App ist übersichtlich. Bin unterm Strich sehr zufrieden mit dem Gerät.
Zur Messung der Auswurftemperatur wirst du sehr viel näher ans Gerät müssen, also so im Bereich 5-10 cm. Bei 1m Entfernung wirst du bestimmt eine Messfläche von 30-50cm haben, wo dann der Mittelwert genommen wird.
Beim Aufheizen sind die 52 Grad durchaus ok. Aber wenn die sich erstmal eingeschwungen hat, sollte die deutlich tiefer sein, sonst ist die Effizienz schlecht. Gut wäre ein Bereich von 28-35 Grad.
Die 52 Grad kommen wohl auch von deiner sehr hoch eingestellten Soll-Temperatur. Die würde ich erstmal auf 18 Grad einstellen. Und wenn bis dahin aufgeheizt, dann langsam mal gradweise höher (alle 30-60min 1 Grad), bis du deine Zieltemperatur hast.
Bestimmt liegt die hohe Auswurftemperatur an den 30 Grad Solltemperatur. Lasse das Teil gerne laufen und mache dann alle Innentüren auf, um auch den Rest des Hauses aufzuwärmen. Solange dann Solarstrom verfügbar ist ist die Effizienz für mich zweitrangig. Das Heizen spart dann wiederum Holz, da ich den Ofen erst abends wieder anmachen muss.
Zur Geräuschkulisse fehlen mir die Vergleichswerte von anderen Geräten. Das Innengerät ist auf den Stufen “Hoch” und “Turbo” deutlich hörbar. Im Automatikmodus leiser, da er nach Erreichen der Zieltemperatur auf “Mittel” oder “Niedrig” schaltet. Im Modus “Flüsterbetrieb” nimmt man es kaum wahr. Beim Außengerät war ich relativ überrascht, da ich eine höhere Lautstärkeentwicklung erwartet hatte. Da es aber meine erste Split Klimaanlage ist, fehlen mir da wirklich die Vergleiche. Laut Datenblatt ist die Anlage ein paar Dezibel lauter als vergleichbare Daikin etc.. Mich stört die Lautstärke Innen und Außen zumindest nicht.
Moin. Ich bin zufrieden und habe den Kauf nicht bereut. Habe dieses Jahr eine zweite Cebu mit 4,2 kW installiert und freue mich, die Ölheizung noch nicht anschalten zu müssen. Der Kühlbetrieb im Sommer lief ohne Probleme. Beides sind aber Mono Geräte. Mit den Multisplit Geräten habe ich keine Erfahrung.
Hast du schon eine Heizsaison mit durchgeheizt? Gibts irgendwelche erwähnenswerten Eigenheiten im Heizbetrieb mit der Anlage? Vor allem das Taktverhalten wäre interessant und auch das Abtauverhalten.
Ja. Eine Saison habe ich mit der 7 kW Anlage durchgeheizt. Die zweite ist erst dieses Jahr dazugekommen. Da die zu heizende Fläche (Wohn und Essbereich + offene Treppe in das Obergeschoss) sehr groß ist, taktet die große Anlage selten und kann bei moderaten Außentemperaturen(~15Grad) bis ca. 200W runtermodulieren. Die kleine 4,2 kW Anlage kommt so bis 150W runter und taktet ebenfalls selten, obwohl die zu heizende Fläche wesentlich kleiner ist. Beide Anlagen springen an, sobald die gemessene Temperatur 2 Grad von der Solltemperatur abweicht. Der Abtauvorgang kommt selten, aber gefühlt genau bei Bedarf und vor allem nasskaltem Wetter um die Null Grad , wenn das Außengerät schon schneeweiß ist.
Die App ist grundsätzlich brauchbar. Der KI-Komfortmodus von Samsung soll noch besseres runtermodulieren ermöglichen. Ich habe ihn aber wieder deaktiviert, weil die Anlage damit gerne auch mal von Heizen auf Kühlen umspringt, wenn man die Temperatur z.B. beim Heizen nach Erreichen von 24Grad auf 22 runterstellt.
Falls von Interesse, hier noch Screenshots aus der App.
Unterm Strich bekomme ich aktuell mit den ca. 11kW installierter Leistung noch das gesamte 150qm Haus geheizt. Letztes Jahr habe ich dann an Heiligabend, als er Frost gab, die Ölheizung angestellt. Aber eher, weil ich Angst hatte, dass die Rohre platzen . Bin immer wieder erstaunt, dass die kleinen Kästen das Potenzial haben, einen völlig überdimensionierten 26kw Viessmann Ölbrenner zu ersetzen und freue mich, dass die Füllstandsanzeige der Öltanks wie festgetackert ist. Der Strom kommt aktuell noch zu 100 Prozent aus PV und 3 Marstek Venus E Speichern.
Ich empfinde sie als brauchbar und betrachte sie als kostengünstigen Einstieg in die gesamte Thematik. Natürlich habe ich keinen Vergleich zu den hier im Forum viel gepriesenen Daikin Anlagen.