ich stehe gerade vor der Entscheidung für ein Heizungssystem für zwei Eigentumswohnungen. Die Wohnungen sind nicht im selben Haus und haben aktuell jeweils eine völlig veraltete Gasheizung.
Das Konzept ist: entweder Klima-Splitanlagen mit Innengerät in jedem Raum oder jeweils eine neue Gastherme
Die eine Wohnung würde ich selbst bewohnen, die andere soll vermietet werden.
Technisch bin ich von heizen mit Klimasplitgeräten voll überzeugt. Das funktioniert. Allerdings habe ich gestern Abend in einer Diskussionsrunde sehr verschiedene Inputs bekommen, die ich gerne diskutieren/verifizieren würde.
Ein Bekannter, der recht viele Wohnungen vermietet, ist der festen Überzeugung, dass Mieter einen (nach seinen Worten) "Fön, der heisse Luft bläst" nicht akzeptieren. Er war sehr skeptisch, dass man mit einem System aus Split-Klimageräten den Mietwert einer Wohnung stark reduziert. Seiner Meinung nach wäre eine Standard Gastherme das was die Mieter kennen&wollen.
Ein Prof. der FAU (Energieverfahrenstechnik) hatte die ganz klare Meinung, dass Gas zu Heizen von Wohnungen nicht zukunftsfähig ist und auf jeden Fall die Wärmepumpe zu bevorzugen ist. Seiner Meinung nach wird Strom zwar in Zukunft nicht billiger, Gas aber wesentlich teurer. Zudem ist bei Strom der Pfad zur Dekarbonisierung recht klar.
Nun meine Fragen an euch:
Habt ihr Erfahrung mit Split-Klima in der Vermietung?
Bei mir ist noch eine geringe Unsicherheit im Hinblick auf Luftstrom und Lautstärke der Innengeräte vorhanden. Ich kann mir zwar die Dezibel-Werte mit weißem Rauschen Nachstellen, die Realität ist aber eventuell doch anders.
Gibt es eventuell jemanden hier im Umfeld Nürnberg, der solche Geräte zum Heizen verwendet? Eventuell sogar zu einer Besichtigung bereit wäre?
Ich habe im EFH Öl und eine Hantech 12000. Sie heizt sinnig (von einem Raum aus) - im Übergang bis ca. 5 °C auch wirtschaftlich und vor allem schnell auf. Darunter sind Gas/Öl wegen des fallenden COP günstiger (heutige Preise) und erreichen auch die Heizkörper der dann kühleren Nebenräume. Kritisch sind Schlaf-/Kinderzimmer und Bad. Die Klima ist nicht laut, aber deutlich hörbar, sodass es einen Mieter bräuchte, der aus Überzeugung dies alles mitgeht. Das scheint mir am Markt seltener der Fall. Hängt aber alles von Komfortansprüchen, individueller Raumnutzung, künftigen Preisen und Verfügbarkeiten ab.
Wäre ggf auch 25 km von Nbg zu besichtigen.
Betrachte auch mal die Kosten. Ein Bekannter hat sich ein Multisplit anbieten lassen: 18k, Die Therme zu ersetzen kostet vielleicht 5k. Und wohin soll bei Eigentumswohnung das Split-Außengerät ohne Ärger?
Genau das ist die Sorge, dass die Vermietung dadurch schwieriger wird.
Die Hantech 12000 ist mit 51 dB angegeben. das ist natürlich auch schon recht viel. Ich würde eher in Richtung einer Daikin Emura schielen, die ist mit 41 dB angegeben.
Da sprichst Du einen echt wichtigen Punkt an. Die zu vermietende Wohnung liegt im zweiten Stock. Würde ich das Außengerät an der Rückfassade in Höhe der Fenster anbauen, wäre es ca. 9 Meter über Grund. Montage&Wartung ganz schwierig. Wenn ich das Außengerät mit langen Leitungen im Hof platziere, steht es vor dem Schlafzimmerfenster der EG-Wohnung. Das wird mir sicherlich auch keine Beliebtheitspunkte verschaffen.
Für die Wohnung, die ich selbst bewohnen werde, ist das alles viel einfacher. Die liegt im Erdgeschoß, das ganze Mehrfamilienhaus gehört uns...
Die Hantech 12000 ist mit 51 dB angegeben. das ist natürlich auch schon recht viel. Ich würde eher in Richtung einer Daikin Emura schielen, die ist mit 41 dB angegeben.
Ich dachte hier an das Innengeräusch - das ist eher von der Lüfterstufe als vom Fabrikat abhängig.