Erfahrung mit trockener Kühlung - WP als Kühler

Hallo!
Ich interessiere mich dafür, in Zukunft mit einer Wärmepumpe nicht nur zu heizen sondern im Sommer auch zu kühlen.

Dabei habe ich schon gelernt unterscheidet man zwischen "trockener" und "nasser" Kühlung - fällt Kondensatwasser ab oder nicht. Die trockene Kühlung schafft also weniger Kühleistung, dafür muss man sich keine Sorgen um Kondensatleitungen & Pumpen machen.

Mich würde mal interessieren ob ihr damit Erfahrungen gemacht habt! Nutzt das einer von euch und reicht euch diese Kühlung aus? Ich spiele mit dem Gedanken, Fan-Coil-Units als Heiz- und Kühlkörper einzusetzen. Interessant finde ich auch die Idee, einfach in einen Typ 22-Heizkörper Kaltwasser laufen zu lassen und dann mit Heizkörperlüftern eine Konvektion zu erzeugen, wäre mal spannend zu wissen ob das funktionieren würde.

Eine echte Split-Klima wird man damit wohl nicht ersetzen, mich würde aber schon Interessieren was diese Art der Kühlung bringen kann.

Ich freue mich über euren Input! Danke!

Hier scheint niemand Erfahrung/interesse an Fan-Coils zu haben. Scheint aber ne tolle Alternative zu sein zu Split-Klima: ölheizung raus, Monoblock LWWP rein, Heizkörper abnippeln und FanCoils annippeln. Kühlen und Heizen mit Monoblock im Altbau

Ich fürchte im „Trocken“ Modus wird da nicht viel gehen? Kühlleistung müsste man ja über Volumenstrom und typische Taupunkte im Sommer abschätzen können. Mich würde es ja reizen, sowas mal mit ner Zirkulationspumpe und Oberflächenwasser (bei uns so ab etwa 2m im Garten) auszuprobieren, vielleicht erstmal im Keller und mit nem Autokühler vom Schrotthändler. Noch zu viele andere Baustellen …

Hallo zusammen ,

also wenn man das Haus mit Fan-Coils beheizen und kühlen möchte braucht man ja in jedem Zimmer so ein Gerät . Dazu in jedem Raum ein Kondensatabfluss und zum Gerät ein Stromkabel.
Sollte dabei auch noch gut aussehen.

Rein wirtschaftlich gesehen wäre solch ein System teurer als 2 - 3 Splittgeräte zusätzlich zu verbauen und die Heizkörper zu behalten.

Auch ein Fan-Coil braucht Strom . Wenn man sie als Ersatz für ein Heizkörper verbaut und im Winter damit heizt sind die Kosten die zusätzliche entstehen nicht unbedeutend.

Dann die Frage der Steuerung. Bringt man damit nicht die Steuerung der WP aus dem Takt ?

Wie verhält sich das bei einem Abtauvorgang ?
Die Restenergie im Coil ist sehr schnell aufgebraucht und es kommt keine Wäreme raus . Da müsste das Coil ja runterfahren um keine kalte Luft im Winter ins Zimmer zu pusten.

HA wird da noch schwieriger , könnte ich mir vorstellen . Da ist die Steuerung von 2 oder mehr Splittgeräten zur Kühlung im Sommer viel einfacher .

Technisch und Wirtschaftlich sind Splittgeräte sinnvoller . Das ist zumindest meine Meinung .

Gruß Eckard

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Hab mal schnell Claude gefragt für die trockene Kühlleistung. 340 Watt pro Kubikmeter/h und Grad Temperaturdifferenz. Für die 21.7 Grad und 65% rel Feuchtigkeit, die ich hier gerade am Schreibtisch habe, wäre der Taupunkt bei 14.8 Grad.

Hallo zusammen ,

ich erzähle mal was aus meiner Beruflichen Erfahrung zu Fan-Coils .
Vor vielen Jahren war ich im Passagierschiffbau tätig . Da wurden in den Kabinen zur Kühlung und Heizung diese Geräte verbaut . Dazu kam dann der Kondensatanschluss dazu . Im Prinzip arbeitet das Fan-Coil wie das IG vom Splittgerät nur das die Rohre wenig Druck hatten dafür mehr Durchmesser . Wenn man die Größe vergleicht dann waren sie für Kabinen mit 12 bis 18 m2 ausgelegt . Schiffe sollte man wissen , sind schlecht Isoliert . Die Isolierung hat viel mit Feuerschutz zu tun , hat daher schlechte Isolierwerte . Der Temperaturbereich war , wenn ich mich richtig erinnere , nicht sehr groß . Irgendwo zwischen 16 und 26 Grad . Das Wasser kam dabei aus einen Puffertank und den großen Rohrleitungssystem . Der Puffertank und das Leitungssystem konnten je nach Seegebiet über einer Chilleranlage , Frischkühlsystem oder Wärmerückgewinnung über Abgass gekühlt oder erwärmt werden . Elektrische Beheizung war auch gegeben . Die Fan-Coil kamen aus Italien und hatten eine eher mässige Qualität .

Heute bin ich im Jachtbau tätig .
Es wird viel mehr mit Lüfteranlagen gearbeitet . Das heißt das irgendwo ein Klimaraum oder zwei stehen und die Kabinen mit warmer / kalter Luft versorgt werden . Es gibt in den Kabinen keine Wasserleitungen zum heizen oder kühlen mehr .

Wenn man an einer WP ( Monoblock ) ein Fan-Coil System verbauen möchte , müsste die WP nur einen Puffertank beheizen oder Kühlen . Daran über Heiz / Kühlschleife das Fan-Coil-System versorgen . Der Tank müsste relativ groß sein . Einmal um das Takten so gering wie möglich zu halten und das wenn man ein oder mehrere Geräte an oder ausschaltet nicht sofort reagieren zu müssen . Im Winter muss der Puffertank dann auch genügend Energie zum abtauen der WP haben ohne das beim Fan-Coil sofort kalte Luft kommt .

Ich wüsste auch nicht wie man das berechnen sollte , sprich die Größe des Puffertanks .
Im Neu-Bau würde man aus technischer Sicht auf Wärmepumpe in Kombination mit Klimasplitt wohl eher setzen . Im Altbau kommen da schnell Probleme mit der Isolierung der Rohre , da oft die Isolierung kaum vorhanden oder defekt ist . Platz für ein Puffertank müsste auch gegeben sein . Dazu die Kosten für die vielen Geräte , Elektrik und Kondensatabläufe .
Das alles rechnet sich nicht . 6 bis 8 Fan-Coil in einem Haus oder 4 in einer Wohnung wäre die Ausgangslage . Da ist der Preis für zum Beispiel 2-4 Splittgeräte von Daikin aus Italien wesentlich günstiger .

Gruß Eckard

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