Entstörung von Wechselrichtern

Abgetrennt aus dem thema Relaisgate in Aktuelles - C.

Zum Thema EMV: Dieses Problem haben nicht nur (µ)WR, sondern u.a. auch sehr viele Schaltnetzteile, bei denen zur Gewinnmaximierung nur Filter der 0-ten Ordnung eingebaut wurden. Im Gegensatz zu dem berühmten Relais kann man dieses Problem aber durch Netzfilter sehr, sehr einfach lösen und muß auch nicht auf die Hersteller der (µ)WR warten.

Da jetzt aber erst mal die ganze Szene incl. der BNetzA aufgeschreckt ist, kann es sein, daß die BNetzA möglicherweise etwas pingeliger hinschaut als sonst. Da muß man jetzt mal abwarten.

Und weil der bayerische Dialekt so schön ist:

Daniel

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Leider ist das EMV-Problem nicht so trivial, dass ein einfaches Netzfilter die Probleme beseitigt. Das ist uns Funkamateuren schon seit Jahren ein Dorn im Auge.
Worst case war ein EASUN SMK, den ich in meinem Funkraum installiert hatte. Alle 10 kHz ein schönes Signal bis fast 200 MHz.
Ein Deye war auf dem Labortisch doch ruhiger, aber nur, weil er mit einem Netzteil DC-seitig gespeist wurde. Im aktuellen Betrieb strahlt der auf der DC-Seite über die Panels wie eine große Antenne. Lediglich durch räumliche Entkopplung kann ich so Funkbetrieb auf Kurzwelle machen.
Einen Hoymiles habe ich hier liegen und messe mal, welchen Mist der auf der HF-Ebene macht.

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[quote data-userid="14746" data-postid="141263"]Leider ist das EMV-Problem nicht so trivial, dass ein einfaches Netzfilter die Probleme beseitigt.[/quote]Ist mir schon klar, daß ein Netzfilter nicht immer das Allheilmittel ist. Da kann mitunter alles mögliche stören, z.B. auch Mantelwellen, die man mit Ferritkernen bekämpfen muß. Das Thema könnte für dieses Forum vielleicht schon recht komplex werden.

Daniel

@wilm Ich verwende Klappferrite. Man braucht mehrere, im richtigen Abstand auf der Leitung zu den Panels.

Stromkompensierte Drosseln. So dicht wie möglich am Gerät.

Auch noch blechgehäuse drum bzw. noch innerhalb.

Gibt es aufm Schrottplatz in jedem alten induktionsherd.

Aber das sollte wirklich in einen getrennten thread.

@carolus Ja und nein. Wir haben folgende Situation. Wir haben in Massenproduktion hergestellte Hochtechnologie, die in Einzelanlagen, die in Manufaktur aufgebaut werden, eingesetzt wird. Letztendlich ergibt sich die Einhaltung der EMI-Vorschriften aber für die Gesamtanlage in Handarbeit. Es ist zwar naheliegend, dass ein WR, der tatsächlich durch gepulste Leistungsschalter das Störspektrum erzeugt, auch EMI-Maßnahmen enthalten muss. Die WR sind alle in einem dicht verschlossenen "Blechgehäuse" und Ob die Drosseln stromkompensiert sein müssen, ergibt sich aus den Strömen und der Sättigung der entsprechenden Ferritmaterialien. Auf jeden Fall kann man die EMI-Verträglichkeit eine WR gar nicht ohne angeschlossene Panels und ohne Last/Netz messen. Ich bezweifle, dass durch das Metallgehäuse selbst so viel Störungen heraus kommen. Vermutlich erfüllen die WR auch mit kurzer Zuleitung aus einem entstörten Schaltnetzteil (der typischen Messanordnung) die EMI-Spezifikation. Das bedeutet, formal und praktisch, dass die Entstörung der Gesamtanlage teil der Gesamtanlage sein muß. Jetzt versprechen Händler zwar mit einem "problemlos aufgebauten" Komplettangebot das Gegenteil, aber ist wirklich der WR-Hersteller für die Versprechungen der Händler verantwortlich?
Mein Vorschlag: Störungen im UKW und KW-Bereich kann man mit Klappferriten auf den Anschlussleitungen deutlich reduzieren. Im LW-Bereich allerdings nicht.

Jetzt haben wir wieder ein Grundsatproblem: Es gibt EMI-Vorschriften, die für verschiedene Frequenzbereiche erlassen wurden, zu einer Zeit, als es noch AM-Rundfunk in Deutschland gab. Es gibt aber gar keinen LW oder MW Rundfunk mehr. Die Vorschriften gehen daher von Voraussetzungen aus, die aktuell nicht richtig sind. Aber die Entstörung im LW-Bereich ist bei Leistungselektronik, die in genau diesem Bereich arbeitet, nur mit erhöhtem Aufwand möglich. Dieser Aufwand ist teuer und gefährdet damit letztendlich das Gesamtkonzept Balkonkraftwerke, weil das natürlich unattraktiv ist, wenn man die Kosten auch nach Jahren nicht wieder herein bekommt.

Deinen Ausführungen würde ich in Kleinigkeiten widersprechen, welches aber von Grundproblem ablenkt.

Letztendlich hat man ein EMV Problem dann, wenn man so viele bzw. So starke Störungen verursacht, dass man irgendwelche Funkdienste beeinträchtigt. Beispiel Flugfunk.

Das ist heutzutage aber garnichtmehr so einfach, Weill auch die Empfänger Technologie sich verbessert hat.

Immerhin kann ich dir berichten, dass der bekannte 1800 Watt Boost converter von Chinapress den Digitalradio Empfang stört... Zumindest in meinem Womo.

Jedenfalls, da man trotz 200000 Guerilla Anlagen bisher nichts davon gehört hat, dass die bna regelmäßige Hausdurchsuchung macht, wird das Problem garnicht so gross sein.

PS: ich mache Afu.

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[quote data-userid="20493" data-postid="141482"]Es gibt aber gar keinen LW oder MW Rundfunk mehr. Die Vorschriften gehen daher von Voraussetzungen aus, die aktuell nicht richtig sind.[/quote]Also LW- und MW-Rundfunk gibt es nach wie vor, nur gibt es in Deutschland keine Sender mehr (im Ausland aber schon). Es gibt aber DCF77. Das ist zwar kein Dudel-Rundfunk, aber dennoch LW. Außerdem gibt es in den LW- und MW-Rundfunkbändern kleine AFu-Bereiche. (Und strenggenommen gehört die Grenzwelle mit dem 160 m-Band ja auch zur MW.)

@Carolus

Also Funkamateure und SWLer werden schon öfters von irgendwelchen Billigchinesen gestört und es kommt schon gelegentlich vor, daß die BNetzA ein Betriebsverbot der PV-Anlage ausspricht. Was mich aber am allermeisten ärgert ist, daß die Entstörung, würde man sie gleich in der Fabrik auf der Platine bestücken, nur ein paar Cent kosten würde. Das Endprodukt wäre entstört nur irgendetwas hinter dem Komma teurer und dann wäre Ruhe vom QRM.

Daniel

Ja, wenn es in Deutschland noch einen Hersteller geben würde, könnte man mit dem reden. Es gibt aber keinen mehr, weil die alle nicht mehr kostendeckend arbeiten können. Es sind also nicht nur ein paar Cent, es ist digital, ja oder nein. Woran das liegt, dass es in DE nicht mehr möglich ist? Da könnten wir am Stammtisch bis zur Sperrstunde diskutieren. Der aktuelle Stand ist also jetzt, dass WR aus China kommen und vermutlich nur noch von dort und dass wir da überhaupt keinen Einfluss mehr haben.
Mit diesem Sachverhalt müssen wir jetzt lernen, umzugehen. Sie sind vermutlich deutlich jünger als ich. Ich habe früher als Schaltungsentwickler gearbeitet, als die gesamte Branche ohne Not nach Asien ausgelagert wurde. Für mich bedeutete das, bisher drei Mal Wechsel des Berufs, zuletzt Softwareentwickler im Backend-Bereich. Ich verstehe, was Sie meinen, aber wir können da gar nichts mehr tun. Die Chinesen sind m.E. zwar kooperativ, aber nicht, wenn wir es auf eine Konfrontation ankommen lassen, dann machen die einfach keine Geschäfte mehr mit uns. Wir sind die Bittsteller und dürfen das nicht vergessen. Die eigenen Handlungsmöglichkeiten sind uns seit 30 Jahren zerstört worden.

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Meinst du den: 1800W 40A DC-DC Boost Converter Step Up Power Supply Module Constant Current NEU | eBay
Das ist ja wohl klar, dass da außer der Kondensatorbatterie auf beiden Seiten keine EMI-Entstörung existiert. Trotzdem ist das ein tolles Gerät. Man darf nur nicht denken, das wäre schon die ganze Lösung. Der hat ja auch kein Gehäuse und natürlich keine Mantelwellenunterdrückung. Aber Flugfunk oberhalb 112 MHz kann man wirkungsvoll mit Klappferriten abschirmen. Und da gilt, dass man einen zweiten auf das Strommaximum der Stehwelle setzen muß, dessen Lage vom ersten Klappferrit definiert ist. Lambda/4. Bei DCF77 wäre das schwieriger, wenn nicht die Schaltfrequenz oberhalb 77,5 kHz liegen würde. Das Spektrum ist bei 77.5 nicht so stark.

[quote data-userid="11816" data-postid="141779"].. einen Schwerpunkt auf Wechselwirkungen mit PV-Anlagen oder Akkus setzen ...

[/quote]

Ich finde es "hier" in der Regel sehr mühsam Sachfragen sachlich und fachlich fundiert anzugehen.
Allgemein ein hohes Grundrauschen ? .

73

[quote data-userid="11816" data-postid="141782"]Allgemein ein hohes Grundrauschen ? .[/quote]Ich sehe eher das Problem, daß die meisten nicht die nötigen Meßmittel haben bei der Entstörung.

(73 de) Daniel

Die meisten sehen weder einen Sinn darin noch eine Notwendigkeit dafür.
Auch mit Messmitteln wird es in situ schwer.
Ich messe das DEVOLO PLC und verhunzte VDSL (100m Klingeldraht) der Nachbarn an jedem Stück Draht.
PLC war auch so eine Petition, was für ein Aufriss auf EU Ebene.
Die Pest durchgewunken von einer verbliebenen Handvoll Volkszertreter / Lobbyisten last Call vor der Sommerpause.

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[quote data-userid="11816" data-postid="141785"]PLC war auch so eine Petition, was für ein Aufriss auf EU Ebene.
Die Pest durchgewunken von einer verbliebenen Handvoll Volkszertreter / Lobbyisten last Call vor der Sommerpause.[/quote]Wobei man sich bei PLC ja wehren kann, auch wenn's mühsam ist. Die BNetzA kommt dann mit dem Prüf- und Meßdienst und nimmt die Dinger außer Betrieb. Normalerweise sollten die AFu-Bänder ohnehin ausgenotcht sein. (Ich frage mich sowieso, auf welchen KW-Frequenzen die verdammten Biester überhaupt legal senden dürfen.)

Daniel

Deren sind AFU genotched. Die Tiefe reicht (mir) nicht in unmittelbarer Nähe, das darf dann aber ...
Es gibt auch Funk außerhalb der Amateurfunkbänder : "dafür haben wir nun das Internet" sagte der Erzengel aus Goslar.
Per Definition sendet PLC nicht, Beschwerde zwecklos. Wo kämen sie da hin?
Der Prüf- und Messdienst hat damals das Netzteil eines DELL Notebooks (vier Häuser weiter) ausgemacht und stillgelegt.
Kann sein, hatte mich aber nicht gestört.

[quote data-userid="11816" data-postid="141788"]Per Definition sendet PLC nicht, Beschwerde zwecklos. Wo kämen sie da hin?[/quote]Was stört und was nicht stört entscheiden die Meßmittel auf dem Auto der BNetzA und nicht irgendwelche obskuren Definitionen. Ich bin diesbzgl. ohnehin etwas angesäuert. Jeder (µ)WR, jedes Schalt-NT und jede Jubelelektronik darf HF in die Luft blasen bis wir alle mit S9+60 zugemüllt werden, aber wehe dem, Du hast Deinen Solartaschenrechner nicht im MaStR registriert. ?

Daniel

Du wirst dich wundern wer oder was das entscheidet.

Reges Interesse gab es damals nur für die Tatsache, das man hier VDSL "empfangen" konnte.
Eine nicht verdrillte Telefonstichleitung zu einem Gartenhaus ~ 50m lang. Nur eine Ader noch angeschlossen.

Hallo Leute,

ich hatte 7 Jahre 2 Solarix Pli 5000-48 im Einsatz, bis eines morgens kein Strom da war. Es stellt es sich heraus, dass ein Solarix Pli tot war und der 2. nicht mehr starten wollte wegen Fehler auf der Kommunikationsseite. Sie waren parallel geschaltet und der defekte Solarix hat wohl den anderen über die Kommunikationsschnittstelle gekillt?

Nach 7 Jahre fiel eine Reparatur aus. 2 neue Solarix Pli 5000-48 waren mir echt zu teuer und ich noch sauer und da machte ich die folgenreiche, saublöde Entscheidung für Growatt 6000 es plus zu je nur 349€.

Leider war der Elektriker gerade kurz vorm Urlaub und hatte Stress. Darum waren die 14 Tage Rückgaberecht verwirkt, als die Teile endlich nach seinem Urlaub angeschlossen wurden.

7 Jahre Erfahrung mit Solarix Pli 5000-48 lassen schon einen Vergleich zu.

1. HF-Störungen sind unglaublich hoch. Die Geräte können doch niemals eine Genehmigung bekommen haben oder es waren nicht die gleichen Geräte zur Überprüfung. Bei uns im Haus funktioniert seit Inbetriebnahme der beiden Growatt 6000 es plus keine einzige Funkuhr mehr korrekt bis gar nicht. Vielleicht kann ich dann ein aktuelles Bild anhängen. Bin neu hier und kenne mich nicht aus. Falls es klappt, erkennt ihr, dass seit 6 Wochen die Wetterstation nicht synchronisiert hat. Bringe ich sie außer Haus, synchronisiert sie sofort wie auch alle anderen Funkuhren. Bei meinem Icom IC-7300 ist jedes KW-Band 9+! Die Klappferrite klingeln an den Batterieanschlüssen. Um so lauter, je mehr Strom fließt.

2. Die Solarix Pli waren auch irgendwie robuster. Es hat sich an der Verkabelung netzseitig gar nichts verändert, aber das Licht „flackert“, wenn ich z.B. Holz säge. Schalte ich aber einen Wasserkocher 2,5kW zu, passiert das nicht. Hat wohl was mit der Induktivität vom Motor der Kettensäge 2,4kW zu tun? Gabs beim Solarix gar nicht! Kann damit aber leben, denn ich säge ja das Holz in dem Moment. Und solange der Fernseher weiter funktioniert, bleibt auch meine Frau ruhig...

3. Die Growatt sind „Heizkörper“. Wenn man 7 Jahre lang einen Raum betritt, hat man ein Gefühl entwickelt und kennt sich damit aus. Jetzt lassen wir immer die Tür auf zu dem Raum und trotzdem wird der viel zu warm. Im Sommer ist mir das egal, denn da gibts genug Solarstrom. Aber was wird immer Winter? Da zutschen mir die beiden Growatt meine 20kWh Akkus leer!? Was für ein Schrott!

4. Der Umbau solarseitig war auch nicht ganz ohne. Hatte das vorher nicht bedacht, denn ich hatte bei den Solarix Kfz Technik im Einsatz. Waren immer nur 3 Module in Reihe und diese mit Schottky Dioden parallel geschaltet. Nun sind es 9 Module in Reihe. Es bedurfte andere Schalter und Sicherungen.

5. Als Amateurfunker die Bundesnetzagentur informieren, macht für mich keinen Sinn, denn ich bin ja der Störer. Growatt interessiert es nicht. Haben jedenfalls seit Wochen nicht reagiert. Verkäufer verweist auf Growatt.

6. Wer billig kauft (einer nur 349€), kauft wohl zweimal?

7. Wer vor der Wahl steht, sich einen Wechselrichter zu kaufen, der nur auf dem Hochglanzprospekt gut aussieht, dann lest vorher genau durch, was euch erwartet.

Wir wissen noch nicht, was wir machen. Das mit den Funkuhren ist echt nervig! Haben uns extra vor vielen Jahren Funkuhren zugelegt, damit die Umstellerei entfällt und nun das! Im Winter werden wir entscheiden, ob sie wieder rausfliegen, weil sie die Akkus sinnlos entleeren. Wir nutzen rein Inselbetrieb mit jährlich um die 8MWh Solarstrom und etwas über 1MWh Netzstrom sporadisch im Winter.

Falls wir im Winter doch wechseln müssen, weil die Akkus leer gezutscht werden, was wäre zu empfehlen? Doch zurück zu Solarix Pli 5000-48? Was mit den Growatt machen? Jemanden schenken, den man nicht leiden kann? :rofl:

Friedemann

Kann das sein, daß die baugleich mit Anenji sind? 12kW beim freundlichen Chinesen um ca 800€

Kann natürlich sein, daß da am Netzfiter auch gespart wird

Hallo tageloehner,

danke für den Tipp. Meine Befürchtung ist aber, dass es bei dem Preis nicht besser wird?

Aber ich habe auf Amazon die Firma gefragt, wie es mit den Störungen aussieht auf 77,5kHz und ca. 1MHz bis 75MHz. Mal sehen, ob sie sich melden.

Friedemann