Enteisen durch Kaltluft Rückführung reduzieren?

Ich habe das schon mal im Pana Thread erwähnt Da dort echolos noch mal ein Anlauf.
Der Energieverbrauch ist ja über Null bis etwa 2 Grad bei einigen auffallend höher gegenüber unter 0 Grad. Ursache ist das stündliche enteisen.
Bei mir sicher 20%

Kaltluft Rückführung zur reduzierten Eis Bildung?
Da das enteisen im kritischen Temperaturbereich viel Energie verschlingt die dann auch der Heizung fehlt und die Anlage noch dazu schlechter läuft stellt sich mir die Frage ob es einen Vorteil brächte wenn man die kältere ausgeblasene entwässerte Luft teilweise rückführt und somit zwar die Zuluft konstruktiv etwas abkühlt aber gleichzeitig Feuchte entzieht bzw. auch die trockenere Luft zumischt.

Versuchmachtkluch - oder Blödsinn

Habe mal ein 24 std Diagramm zugefügt. Hier sieht man deutlich die ständige Enteisung (über Null Grad ) und erhöhte Leistungsaufnahme tagsüber gegen der kalten Nacht die irgendwo bei minus 8 Grad war. Durchlaufend gleich geheizt.

Leider letzteres...

Da es keiner macht kannst wohl Recht haben.

Du hättest da schon einen Nutzen, wie du schon schreibst: Trockenere Luft, die man nochmal nutzt. Aber ich vermute, dass es eben auch deutlich weniger effizient ist, aus dieser Luft nochmal Wärme rauszuholen.

Stattdessen kann man auch gleich den Wärmetauscher dicker dimensionieren.

Ich kann ja mal messen wieviel kälter die Luft bei Normalbetrieb um 600 W vorne raus kommt.
Ein relativ einfacher Versuch mit einem Schlauch ca. 10 cm Dm nach hinten zeigt vielleicht sogar ein geändertes Eis Bild in dem Bereich.

selbst wenn der Versuch ergeben würde, dass die Stelle weniger vereist: die anderen Stellen müssen mehr leisten, weil die angesaugte Luft in dem Bereich weniger bis gar keine Wärme liefert.
Weiteres Gedankenexperiment: die getrocknete Luft wird auf die Hälfte geblasen, der halbe Verdampfer vereist nicht mehr (durch trockenere Luft und keinen Wärmeentzug), der andere Teil dafür umso schneller.
Da nur noch die Hälfte des Verdampfers Wärme liefert, muss noch weiter abgekühlt werden, damit die Heizleistung aufrecht erhalten werden kann. Der COP sinkt umso mehr. Und so weiter...

Der Schlauch Versuch dient rein nur mal für das optische Vereisungs Bild, ob sich was verbessert.

Das Problem ist ja der eher schlechte cop (ther. 5) um Null Grad durch die Vereisung.
Bei -5 Grad scheint der Verbrauch deutlich geringer zu sein.
Daher kann ich bewußt kälter ansaugen. ( -10 Grad cop noch um 4, max. Leistung fehlt dann halt, bin eh deutlich drunter.)

Das sind halt jetzt Milchmädchen Angaben da ich nur die Tages Summe bzw. Mittelwert betrachte und gelegentlich die Temperatur, Feuchte fehlt.

Annahme:
gemischte Ansaugung 3 Grad tiefer dafür trockener, Enteisungsabstände erhöht. Ergebnis?

Bessere Idee, hinten einen grossen Trichter basteln und damit per dickem Rohr die warme Luft aus naheliegender Kanalisation ansaugen. Kein vereisen mehr und super COP auch bei bitterer Kälte. :grin:

1 „Gefällt mir“

Ich könnt ja auch einen Tiefbrunnen bohren, vielleich finde ich Thermalwasser :wink:

Was sicher funktioniert: Heizlüfter vorstellen.

Daran habe ich schon gedacht, mit Sonnenkraft.
Bei dem hohen Luft Durchsatz wird sich die Luft halt kaum spürbar erwärmen lassen ummdie Eisbildung in demmBereich zu reduzieren.

Das dürfte auch das Problem bei der Rückführung der trockeneren kalten Luft sein daß sich der Feuchte Entzug bei dem hohen Luft Durchsatz nur minimal, ohne Effekt auswirkt.
Vielleicht entzieht die Anlage ja 1 Liter pro Stunde in dem Temperatur Bereich dann bleibt wohl immer noch genug Feuchte in der Luft.

@hopfen
Das Problem generell wird ja folgendes sein: Gerade WENN es so feucht ist, wird kaum die Sonne scheinen. Also wird auch zu wenig Strahlung durchkommen um irgendwas wirklich zu erwärmen. Wenn es nun am Tag sehr kalt ist und dennoch die Sonne scheinen wird es weniger ein Feuchteproblem geben.

Ich habe eine Idee:
Man nimmt die Abluft der Wärmepumpe. Diese ist ja "trocken", hat aber -10°C. Diese Luft schiebt man nun durch einen Bayernlüfter. Dieser nimmt nun die 0°C Außenluft (feucht) auf und erwärmt die -10°C Luft auf -2°C aber ist dabei trocken. Die eingesaugte Luft bewegt sich dabei im Kreis, ist etwas kälter aber eben nicht feucht, sodass nicht mehr abgetaut werden muss. Ergibt natürlich nur dann Sinn, wenn es draußen wirklich in dieser feuchten Zone wäre da die Luft ja minimal kälter angesaugt wird als ohne den Bayernlüfter.

Ich kenne den Bayernlüfter zwar nicht. Den Effekt der leichten würde ich sogar vom Schlauch erwarten, also einfacher Wärmetauscher.
Nur das Zeugs vereist dann auch wieder.

Bin fast überzeugt daß die Anlage sogar bei -10 Grad noch besser als bei feuchter Luft um Null mit stündlicher Enteisung läuft.
Ist etwa alle 50 min für 6 -10 Minuten Heiz Ausfall. Das reduziert sich unten auf > 4 std Intervall.

Ich bräuchte alternativ einen Salzsee am Dach über den die angesaugte Luft strömt. Italien Ausführungen sollten ja eh Salz beständig sein :wink:
Hatte im Keller mal so einen Salzkristall stehen. Da sammelte sich innerhalb von Tagen das Wasser in der Schale

Oder von mir aus auch Kreuzgegenstrom-Wärmetauscher.
Es läuft dann einzig ein Lüfter mehr der die kalte Außenluft durchschiebt. Und das muss extrem viel Luft sein. Die Wärmepumpe benötigt ca. 3000m³/h.

Das mit dem "Heizausfall" ist usus. Die Wärmepumpe ist sowieso eher für die NAT ausgelegt also in dem Bereich sollte sie sowieso überdimensioniert sein und diese "paar Minuten" abtauen vertragen können.

Im HTD-Forum sprach man da immer vom "Turbo-Loch". Weil genau an der Stelle nur bei ca. +2°C und -2°C und hoher Luftfeuchte ein COP-Loch wegen der vielen Enteisungen entsteht.

Heiz Ausfall war blöd beschrieben. Hier wird in der Zeit Energie für die Enteisung aufgewendet, die ist großteils verloren.

Auch geschlossene Systeme erfordern wieder einen Übergang zur Außenluft der vereist. Könnte man durch große Oberflächen zwar egalisieren. Dann wäre es aber zielführender den WT der KA ordentlich zu vergrößern, vor allem bei Propan & Co ummden Fußabdruck bei pffft klein zu halten.

Das ändert nichts den WT größer zu machen. Es wird dennoch kondensieren wenn die Lamellen kalt werden.

Was auch ginge und wahrscheinlich günstiger wäre ist statt des Kreuzstrom-Wärmetauschers in die Erde ein Lüftungsrohr verbuddeln. Wie groß das aber sein muss, um die 5-10°C Erdreich-Temperatur zu nutzen um die -2°C bis +2°C zu entfeuchten weiss ich nicht. Vor allem nicht bei dem Luftdurchsatz.

Habe am Anfang mal so ein Diagramm angehängt. Sieht man deutlich die höhere Leistungsaufnahme bei wärmeren Tag gegenüber der kalten Nacht.

Das Problem dabei ist noch nicht einmal, dass Leistung fehlt. Das Problem daran ist, dass die Wärmepumpe dann immer wieder hochfahren muss. Je nach Wärmepumpe fahren die dann mit mehr Leistung hoch. Und das sorgt wieder für... Eisbildung. Anstatt langsam hochzufahren mit wenig Kompressordrehzahl.

Jedes Mal Kompressor einschalten, dann im nicht-optimalen-Bereich sorgt wieder für einen schlechteren COP. Wirkt sich dann auf die JAZ aus.

Bei mir geht sich durch die Überdimensionierung der Anlage fast den ganzen Winter Eco Betrieb aus. Das begrenzt bei etwa 680 W, auch der Enteis Vorgang wird dabei merkbar gedrosselt wie mir aufgefallen ist.
Aktuell ist sie für ein paar Tage im Ruhe Modus auf 14 Grad. Dann gibts mal kurz high Power und dann wird die Temperaturvorgabe voreilend erhöht. Nicht auf einem Schlag. Damit passiert auch das Aufheizen nicht am Leistungs Ende mit vernünftigem cop.
Unter cop 4 bringt man sie eh fast nicht.

Es gibt bei youtube eine Doku über die (vermutlich) älteste Wärmepumpe, die noch im Betrieb ist. Seit 1979er. Der Besitzer des Hauses, der das Haus auch gebaut hat, also immernoch dort wohnt, hat tatsächlich ein langes Rohr duch das Erdreich gelegt (nach allen Regeln der Kunst, Kondens etc), durch das die Luft angesagt wird und die Aussenluft aufwärmt.
20m lang und ca 1,5m tief.

Ab ca Minute 11:00

Wärmepumpen werden in Schweden seit 1948 verbaut.

1 „Gefällt mir“