Sonne frei Haus versucht es trotzdem:
Mal eben meine Zahlen eingegeben, Strombezug teurer als bei meinem Standardtarif und Einspeisung erst ab 5000 kWh Überschuss im Jahr, scheide ich auch aus.
WeShareEnergy ist ein Versorger Bilanzmodel. Das macht etwa Lidl mit seinen Filialen deutschlandweit selbst. Der Lieferant für Restmengen kann dabei nicht mehr frei ausgewählt werden.
Das Bilanzmodell ist deshalb grundsätzlich etwas Anderes als EnergySharing (ESC) nach §42c EnWG wo der Restlieferant von jedem Teilnehmer frei ausgesucht werden kann. Die Politik hat aktuell größtes Interesse daran ESC und Private Erzeuger auszubremsen. Es gibt deshalb im Gegensatz zu Österreich kein einziges ESC Projekt in Deutschland obwohl es im Gesetz vorgeschrieben ist. Das wird sich in den nächsten Jahren vermutlich auch nicht ändern. Auch hauptberufliche Juristen können die Widersprüche zu anderen Gesetzen nicht auflösen. Die Bundesnetzagentur schweigt bislang dazu bzw hat genug mit den iMsys zu tun welche schliesslich Voraussetzung für ESC sind.
Leider müssen wir hier immer wieder über Politk anstelle über Technik diskutieren. Die Probleme der Energiewende werden zunehmend juristisch und immer weniger technisch. Den Grund dazu hat uns Jimmy Carter genannt: “Die Anstrengungen zur Energiewende sind das moralische Äquivalent zu einem Krieg”.
Problem ist, dass Netzentgelte sowie Umlagen und Steuern im vollem Umfang anfallen (bis auf Stromsteuer bei <4,5km?)
Damit wird das preislich unattraktiv. Der Unterschied zwischen EEG-Vergütung und Netzbezug ist dafür aktuell zu gering.
Intressant wäre das, wenn innerhalb des gleichen Netzbetreibers die Netzentgelte quasi komplett entfallen würden. Daher leider tatsächlich eher ein politisches als ein technisches Thema.