Während die berühmte Petition noch einige Tage läuft, will ich mal die böse Büchse der Pandora öffnen für die Diskussion einer nächste Petition: Das Balkonkraftwerk 2.0 mit Speicher.
Hintergrund: Letzten Samstag wurden die drei letzten Kernkraftwerke stillgelegt, obwohl bekannt ist, daß der Stromverbrauch ab 2024 in jedem Fall wegen der weiteren E-Autos und Wärmepumpen steigen wird. Das Bundesland NRW will bis 2030 komplett aus der Kohlekraft aussteigen und bundesweit soll das letzte Kohlekraftwerk 2038 vom Netz gehen - nochmal zur Erinnerung: Der Stromverbrauch steigt stetig.
Solarkraftwerke brauchen aber viel Naturfläche und Windräder sind sehr umstritten, außerdem sind beide nicht grundlastfähig. Gaskraftwerke werden zu wenig gebaut und austretendes Methan beim Frackinggas, mit dem die Gaskraftwerke betrieben werden sollen, ist klimatisch gesehen auch nicht das Gelbe vom Ei. Die Energiekatastrophe wird also in jedem Fall auf uns zu kommen.
Wir können diese Katastrophe lediglich abmildern und während sich die Politik mit wichtigen Themen wie das Gendern beschäftigt, kann der Bürger nur mit Nachdruck eine PV-Anlage nach der anderen aufbauen, um zumindest den Stromverbrauch ein wenig abzumildern. Dies ist die einzige Chance, die wir bei der heutigen Politik noch haben.
Da die Sonne aber nachts nicht scheint, bleibt meiner Ansicht nach nur die Lösung übrig, den PV-Überschuß in einem LFP-Akku zu bunkern, damit man ihn dann abends und nachts verbrauchen kann. Nach der heutigen Gesetzeslage sind die bürokratischen Hürden hier nochmals deutlich höher als bei einem einfachen BKW. Auch dann, wenn kein einziges Nanowatt ins Netz eingespeist wird und sich das BKW-2.0 aus Netzsicht wie ein reiner Verbraucher darstellt.
Deswegen würde ich hier gerne zur Diskussion stellen:
- Könnte man eine "nahezu" steckerfertige Lösung entwickeln, bei der eine Hybridanlage ein abgetrenntes IT-Netz innerhalb des eigenen Wohnungsnetzes mit Strom versorgt und PV-Überschuß für dunkle Stunden in einem LFP-Akku zwischenspeichert, so daß angeschlossene Geräte möglichst rund um die Uhr mit PV-Strom versorgt werden können? Könnte diese "nahezu" steckerfertige Anlage (Bausatz) so gestaltet sein, daß auch elektrotechnisch unbegabte Menschen in der Lage sind, alle Komponenten berührungssicher und übergangswiderstandsarm sicher miteinander zu verbinden, also ähnlich einfach, wie wenn jemand ein IKEA-Regal aufbaut?
- Könnte man einen Anlagenbausatz so zusammenstellen, daß ein Elektriker diese an die Unterverteilung so anschließen kann, daß die o.g. Anlage ohne eigenes IT-Netz auskäme und der komplette Haushalt den PV-/Akku-Strom verwerten könnte?
- Da in beiden vorgenannten Lösungen nicht eingespeist wird, ist die Anlage aus Netzsicht ein reiner Verbraucher - ganz wichtig! Wäre es da machbar, daß der Gesetzgeber auf sämtliche Formalitäten verzichtet und mit dem Kauf und Anschluß des Bausatzes alles auf einmal erledigt wäre - komplett ohne Bürokratie? Und da nicht eingespeist wird, könnte da sogar noch ein verrosteter Ferrariszähler friedlich seine Runden drehen, was dem Meßstellenbetreiber sicherlich entgegenkäme.
BKW 2.0 mit Speicher komplett ohne Bürokratie: Wie seht Ihr das?
Daniel