Energiewende-Diskussion (BKW 2.0)

Während die berühmte Petition noch einige Tage läuft, will ich mal die böse Büchse der Pandora öffnen für die Diskussion einer nächste Petition: Das Balkonkraftwerk 2.0 mit Speicher.

Hintergrund: Letzten Samstag wurden die drei letzten Kernkraftwerke stillgelegt, obwohl bekannt ist, daß der Stromverbrauch ab 2024 in jedem Fall wegen der weiteren E-Autos und Wärmepumpen steigen wird. Das Bundesland NRW will bis 2030 komplett aus der Kohlekraft aussteigen und bundesweit soll das letzte Kohlekraftwerk 2038 vom Netz gehen - nochmal zur Erinnerung: Der Stromverbrauch steigt stetig.

Solarkraftwerke brauchen aber viel Naturfläche und Windräder sind sehr umstritten, außerdem sind beide nicht grundlastfähig. Gaskraftwerke werden zu wenig gebaut und austretendes Methan beim Frackinggas, mit dem die Gaskraftwerke betrieben werden sollen, ist klimatisch gesehen auch nicht das Gelbe vom Ei. Die Energiekatastrophe wird also in jedem Fall auf uns zu kommen.

Wir können diese Katastrophe lediglich abmildern und während sich die Politik mit wichtigen Themen wie das Gendern beschäftigt, kann der Bürger nur mit Nachdruck eine PV-Anlage nach der anderen aufbauen, um zumindest den Stromverbrauch ein wenig abzumildern. Dies ist die einzige Chance, die wir bei der heutigen Politik noch haben.

Da die Sonne aber nachts nicht scheint, bleibt meiner Ansicht nach nur die Lösung übrig, den PV-Überschuß in einem LFP-Akku zu bunkern, damit man ihn dann abends und nachts verbrauchen kann. Nach der heutigen Gesetzeslage sind die bürokratischen Hürden hier nochmals deutlich höher als bei einem einfachen BKW. Auch dann, wenn kein einziges Nanowatt ins Netz eingespeist wird und sich das BKW-2.0 aus Netzsicht wie ein reiner Verbraucher darstellt.

Deswegen würde ich hier gerne zur Diskussion stellen:

  1. Könnte man eine "nahezu" steckerfertige Lösung entwickeln, bei der eine Hybridanlage ein abgetrenntes IT-Netz innerhalb des eigenen Wohnungsnetzes mit Strom versorgt und PV-Überschuß für dunkle Stunden in einem LFP-Akku zwischenspeichert, so daß angeschlossene Geräte möglichst rund um die Uhr mit PV-Strom versorgt werden können? Könnte diese "nahezu" steckerfertige Anlage (Bausatz) so gestaltet sein, daß auch elektrotechnisch unbegabte Menschen in der Lage sind, alle Komponenten berührungssicher und übergangswiderstandsarm sicher miteinander zu verbinden, also ähnlich einfach, wie wenn jemand ein IKEA-Regal aufbaut?
  2. Könnte man einen Anlagenbausatz so zusammenstellen, daß ein Elektriker diese an die Unterverteilung so anschließen kann, daß die o.g. Anlage ohne eigenes IT-Netz auskäme und der komplette Haushalt den PV-/Akku-Strom verwerten könnte?
  3. Da in beiden vorgenannten Lösungen nicht eingespeist wird, ist die Anlage aus Netzsicht ein reiner Verbraucher - ganz wichtig! Wäre es da machbar, daß der Gesetzgeber auf sämtliche Formalitäten verzichtet und mit dem Kauf und Anschluß des Bausatzes alles auf einmal erledigt wäre - komplett ohne Bürokratie? Und da nicht eingespeist wird, könnte da sogar noch ein verrosteter Ferrariszähler friedlich seine Runden drehen, was dem Meßstellenbetreiber sicherlich entgegenkäme.
Wir haben nicht nur Strommangel, sondern auch noch Fachkräftemangel. Elektriker sind knapp und deren Auftragsbücher voll. Aus diesem Schlamassel kommen wir nur heraus, wenn der Endkunde so viele Elektroarbeiten wie möglich selbst erledigen kann und der Elektriker nur die allernötigsten Anschlüsse tätigt. Und selbst dann wird's noch hauchdünn. Wenn der Endkunde nach der Lieferung seine Anlage je nach PV-Tragegestell aber nach einem halben oder einen Tag in Betrieb nehmen kann und damit einen kleinen Teil unserer noch verbliebenen Kraftwerke entlastet, dann sehe ich eine kleine Chance, das wir an der Blackoutkatastrophe nochmal knapp vorbeischrammen. Aber nur, wenn man es dem Bürger leicht und nicht unnötig bürokratisch schwer macht.

BKW 2.0 mit Speicher komplett ohne Bürokratie: Wie seht Ihr das?

Daniel

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mein kumpel macht das schon so,

er hat seine balkon pv an einem laderegler dran die pv lädt den akku und versorgt verbraucher über einen 230v inverter. reicht die pv nicht mehr aus um den akku zu laden und der erreicht 3,1v/z schaltet ein schütz automatisch auf netz um

der akku lädt wieder auf und das schütz schaltet wieder auf akkubetrieb

das ist legal, da keine verbindung mit dem netz besteht zu keinem zeitpunkt.

es muss auch nicht angemeldet werden da es eine insel ist

lediglich die weg geht ihm auf den sack gerade da sie zu dumm sind sich sowas auch aufzubauen und einfach neidisch sind,

aber das wird schon mit nem guten anwalt und wenn die petition in gesetz gegossen werden sollte erst recht.

ein bkw beeinträchtigt im gegenzsatz zu einem monster stahlbetonbaum niemanden

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[quote data-userid="478" data-postid="122485"]mein kumpel macht das schon so
[...]

ich würde ganz krasse strafen für jeden blockerer einführen bis sie es verstehen das sie durch ihr vorgehen anderen schaden[/quote]Also mir geht es nicht um Strafen, sondern um eine Lösung, damit auch Leute, die einen Schraubendreher nicht einmal richtig halten können, sich eine PV-Anlage mit Akku aufbauen können mit automatischer Umschaltung und diese so schnell, daß auch ein angeschlossener PC nichts von der nächtlichen Umschaltung von Akku auf Netz etwas mitbekommt.

Ich stelle mir das in etwa so vor:

Alle Stecker berührgeschützt und kodiert. Das heißt: Du kannst gar nicht ohne rohe Gewalt Stecker falsch einstecken. Die Hochstromsteckverbinder zwischen LR, WR und Akku/BMS werden nicht geschraubt, sondern mit Hochstromklemmen geklemmt (WAGO hat sowas mit der Serie 285), wobei vorgeschaltete Kodierplastiknasen ein falsches Verklemmen verhindern. Sicherungen und ÜSS sind bereits Bestandteil des Bausatzes. Steuerung komplett über WLAN oder Blauzahn. Für Verrückte noch eine API dabei. Ich bin sicher, daß man da was zusammenstellen kann, was auch Unversierte derartiges absolut sicher zusammenstecken oder -klemmen können.

Dreh- und Angelpunkt wird aber der Gesetzgeber sein, der die Bauchschmerzen aushalten muß, solche Anlagen gänzlich ohne Anmeldepflicht durchzuwinken, aber nur komplett ohne Bürokratie sehe ich eine effektive Chance darin, daß sich so etwas auf dem Markt durchsetzt.

Daniel

das wollte ich ja damit sagen sowas wie mein kumpel hat als eine art fertigprodukt für jeden der fünf linke hände hat

das muss selbst von den leuten installiert werden können es gibt einfach nciht genug elektriker für sowas

das mit den strafen habe ichrauseditiert, ist ja dann nicht mehr von belang wenn das bkw zwangsweise erlaubt wird.

das wäre mir sogar lieber somit kann man den blockierern noch einen reindrücken.

und das meine ich auch so mit voller absicht, du hast keine ahnung wie krass dämlich die leute sind. jetzt im konkreten fall bei meinem kumpel wird sich abgestimmt wie man das verindern kann was er gemacht hat und das siet nicht mal anders aus als bei den anderen. nur um ihm zu schaden.

dann kommt da der vor sich hinsiechende ober jammerlappen mit über der hälfte der vollmachten der eigentümer und überstimmt einfach jede entscheidung

also wenn das demokratie ist....

[quote data-userid="478" data-postid="122489"]das muss selbst von den leuten installiert werden können es gibt einfach nciht genug elektriker für sowas[/quote]Das ist des Pudels Kern: Zu wenig Elektriker. Deswegen eine narrensichere Selbstlösung analog zu den jetzigen BKWen, die man schon beim Discounter kaufen kann.

[quote data-userid="478" data-postid="122489"]jetzt im konkreten fall bei meinem kumpel wird sich abgestimmt wie man das verindern kann was er gemacht hat und das siet nicht mal anders aus als bei den anderen. nur um ihm zu schaden.

dann kommt da der vor sich hinsiechende ober jammerlappen mit über der hälfte der vollmachten der eigentümer und überstimmt einfach jede entscheidung

also wenn das demokratie ist....[/quote]Genau das ist Demokratie, genauso aber auch Art. 20a GG, der uns zur Nachhaltigkeit drängt. Vielleicht hilft dieser Artikel Deinem Kumpel weiter. ?

Gerade dann, wenn er sämtliche DIN-VDE-Vorschriften einhält und die Montage der Module mit der Landesbauordnung übereinstimmt, sollte er eigentlich ganz gute Karten haben, sich auch in einem Streitfall durchsetzen zu können. Mein Tip: In die Materie einarbeiten, den Zustand der eigenen Anlage mit den gesetzlichen Vorschriften überprüfen und ggf. nachbessern, dann zur Eigentümerversammlung gehen, die Anlage freundlich und sachlich vorstellen, den Zuhörern Ängste und Sorgen nehmen und sich dann ganz ohne Krawall mit den anderen Eigentümern abstimmen, wie man einen (vermutlich optischen) Mittelweg finden kann, damit die Anlage Akzeptanz findet. Da muß sich bei erwachsenen Menschen doch eine Lösung finden lassen, mit der alle leben können.

Aber mir geht's eigentlich um etwas ganz anderes:

Leute mit reinen Inselanlagen, die ein IT-Netz bilden oder einen selbstgeführten WR haben, sind von der Anmeldung beim MaStR befreit, denn eine Anmeldepflicht gibt es nur dann, wenn die Anlage unmittelbar oder mittelbar mit dem öffentlichen Netz verbunden werden kann. (Das kann man bei rein selbstgeführten WRn mit absoluter Sicherheit ausschließen.) Das gleiche trifft auf Anlagen mit 1-0-2-Schaltern zu: Ein 1-0-2-Schalter ist sowas wie ein PV-IT-Netz bei Dir zuhause, bei der Du, wenn der Akku leer ist, den Schukostecker des Endverbrauchers aus der IT-Steckdose ziehst und in die nebenstehende TN/TT-Steckdose umsteckst, denn dann ist der WR (das ist das Ding, was aus DC die 230 V AC macht) ebenfalls niemals mit dem öffentlichen Netz verbunden und deswegen gibt's da auch keine schwarzen Rauchwölkchen.

Wenn Du nun die Umschaltung des Endverbrauchers nicht durch Umstecken des Schukosteckers tätigst, sondern durch ein mechanisches Relais, ändert sich elektrisch gesehen rein gar nichts. Und wenn es statt eines Relais' irgendwelche Thyristoren oder Triacs sind: joh, wo ist der Unterschied? Es wird immer noch nichts eingespeist.

Daher hätte ich gerne genau das als Kriterium, was über Bürokratie oder Freiheit entscheidet: Solange nichts eingespeist wird, komplette Bürokratiefreiheit. Und ohne Bürokratie könnte es vielleicht mit viel Glück noch etwas werden mit der "Energiewende".

Daniel

Und die Aussage ist falsch.

Siehe MaStR:

"

Hintergrund zu Inselanlagen: Dies sind Anlagen, die nicht unmittelbar oder mittelbar an ein Stromnetz angeschlossen sind, müssen und können nicht registriert werden. Voraussetzung dafür ist, dass die technische Möglichkeit sowohl zur Stromeinspeisung in das, als auch der Strombezug aus dem Netz der öffentlichen Versorgung dauerhaft ausgeschlossen sein muss.

Ein mittelbarer Anschluss besteht insbesondere dann, wenn die lokale Leitungsstruktur, in die die in der Regel zur Eigenversorgung eingesetzte Stromerzeugungsanlage eingebunden ist oder aus der der Eigenversorger Strom bezieht, zwar selbst kein Netz der allgemeinen Versorgung darstellt, aber ihrerseits – unmittelbar oder mittelbar – mit dem Netz der allgemeinen Versorgung verbunden ist. Bei einer solchen lokalen Infrastruktur, die einen mittelbaren Anschluss an ein Netz der allgemeinen Versorgung vermittelt, kann es sich beispielsweise um ein Hausnetz, eine Kundenanlage, eine Kundenanlage zur betrieblichen Eigenversorgung oder ein Verteilernetz, das nicht der allgemeinen Versorgung dient, handeln.

Es darf nicht ohne erheblichen technischen Aufwand möglich sein, die lokale Leitungsstruktur der Einheit mittelbar oder unmittelbar mit den Netzen der öffentlichen Versorgung zu koppeln. Der Einbau technischer Einrichtungen, die zwar im Grundzustand zu einer Trennung vom Netz führen, die Verbindung aber nach Anforderungen des Eigenversorgers wiederherstellen können, reicht daher nicht aus, um eine Registrierungspflicht zu verneinen (vgl. Leitfaden zur Eigenversorgung, Kapitel 7.2 - Inselanlagen). Verbindungen zum Netz am Ort der Inbetriebnahme der Einheit müssen also technisch und rechtlich dauerhaft gekappt sein, damit weder ein mittelbarer noch ein unmittelbarer Netzanschluss vorliegt."

Nicht, dass ich erwarte, dass Du was daraus lernst. Aber die anderen sollten das vielleicht wissen um es evtl. zu berücksichtigen.

Sind ja nicht alle Palmers.

Ninja, da ich das jetzt schonmal so gehört habe, gebe ich noch etwas zu bedenken.

Geschätzte 100000 ansonsten rechtschaffene Bürger machte das ab schon so, ich meine anders. Und noch keiner ist dafür rechtlich belangt worden, nur drangsaliert.

Ich warte gespannt darauf, das der erste Fall vor Gericht geht, unter Beteiligung der grünen, der Verbraucherberatung und von Gutachtern, die die Grundlage der Vorschrift mit bewerten. Und ich habe schon technische Gericht sgutachter erlebt, die waren richtig gut. Und fair.

Das dauert , bei der Bedeutung durch mindestens zwei Instanzen mindestens 5 Jahre.

Und dann erst schauen wir Mal.

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@katzenavatar

Das ist falsch und betrifft nur Anlagen die ac seitig mit dem Netz verbunden sind.

Nicht das ich erwarte dass du das verstehst, ist eher für die anderen damit die sich von deinem Geschreibsel nicht verunsichern lassen.

Ansonsten lies meine Signatur falls du kannst.

@voltmeter Lies Dir Deine Signatur selbst vor. ?

Nach Anforderung des Eigenversorgers eine Verbindung zum Netz herstellen reicht aus.

Natürlich ist damit die AC-Seite gemeint.

DC gibt es aus dem Stromnetz nun mal nicht.

Und die DC-Seite hast Du nicht an das AC-Netz gekoppelt, sondern die AC-Seite des WR.

Und zwar mittelbar, nämlich die Umschaltung vom BKW bei unter 3,1V / Z.

Die Verbraucher hängen, nur durch das Schütz getrennt, sowohl an der Pseudoinsel als auch am

Netz des Netzbetreibers. Das ist mittelbar, weil nicht dauerhaft getrennt.

Gleiches gilt auch für die Nulleinspeisung.

Fraglich wäre, wer das rausfindet und wie, aber zulässig ist es nicht.

Nichtmal wenn es ganz viele bereits machen.

NICHTS IST GEKOPPELT

aber das wirst du eh nicht verstehen

dein mastr mittelbar unmittelbar wischi waschi und dein kadevergehorsam brauchst du hier jetzt nicht unbedingt hervorheben

edit: ich diskutiere mit dir auch nicht darüber weil deine argumente vollkommen schwachsinnig sind.

@voltmeter Dann übe Dich weiter im Dummzeuch schwadronieren und verbreite selbst schwachsinnige Argumente.

Reite mein kühner Reiter, reite immer weiter. Pass auf die Windmühlen auf.

Bitte kommt wieder zu einer sachlichen Diskussion zurück, ohne euch gegenseitig persönlich anzugreifen und abzuwerten.

Das Forum steht für einen wertschätzenden Austausch.

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@thorstenkoehler nicht schon wieder diese Diskussionen...

Manche Leute wollen halt nicht verstehen das es Vorschriften und Gesetzen gibt, ob sie einem gefallen oder nicht. Pipi Langstrumpf hat sich auch ihre eigene Welt gedacht... so ist das halt. Wenn es etwas ist, was ihnen nicht passt, da kommen solche Leute schnell auf Gesetze und Vorschriften zurück, aber nur wenn es vom eigenen Nutzen ist, so ist die Welt, damit muss man umgehen lernen.

So, wer sich angepisst fühlt, darf sich gerne auslassen. Getroffene Hunde bellen am lautesten...

So jetzt zum Thema. Wenn es die Petition schafft und es wirklich mal so umgesetzt wird, super!

Dein Vorschlag BKW 2.0, wozu? Warum hast du so eine Angst vor einem Blackout? Such die mal andere Quellen und schau nicht immer solche Horrormeldungen... ein BKW mit Speicher ist nicht wirklich Zielführend in dem ganzen, da wäre es besser Quartier-speicher aufzubauen um lokalen PV Strom für die Nacht zu puffern. Es gibt so viele Dächer die PV tauglich sind, wenn man die schon mal erschließen würde, wäre schon mal die halbe Miete drin...

Wer BKW2.0 vorschlägt und gleichzeitig jammert, es wäre alles zu teuer, der schlägt genau das falsche vor. Wenn jeder, der die Möglichkeiten hat ein BKW anzubringen, dies auch tut, wird das Netz schon ordentlich entlastet. Ja, nur tagsüber, richtig, aber Stromüberschüsse umzuwandeln (H2) oder zu Speichern ist bei Größeren Anlagen sinnhafter.

eingentlich recht einfach, um das netz zu entlasten

[quote data-userid="1118" data-postid="122736"]Dein Vorschlag BKW 2.0, wozu? Warum hast du so eine Angst vor einem Blackout? Such die mal andere Quellen und schau nicht immer solche Horrormeldungen...[/quote]Also ich denke mal, wir sind uns einig,

  1. daß PV und Wind nicht grundlastfähig sind,
  2. daß grundlastfähige Kraftwerke immer weiter reduziert werden (siehe Nachrichten) und
  3. daß Stromverbraucher immer weiter zunehmen (E-Autos, WPn).
Horrormeldungen interessieren mich nicht, aber ich denke logisch - ist in meinem Fall sogar von der Berufsgenossenschaft anerkannte Berufskrankheit (Informatiker). Und logisch betrachtet soll laut Politik immer weniger produziert und immer mehr verbraucht werden. Wir wissen hier im Forum alle, daß das irgendwann nimmer funktionieren kann.

Gleichzeitig entsteht jetzt in diesem Moment das Problem, daß die Last der Netze immer weiter zunimmt. Denn auch wenn ich einspeise, belaste ich ja die Versorgungsnetze, denn das geschieht ja bidirektional. Würden also einige Millionen BKWe zur Mittagszeit im Hochsommer volle Pulle Strom ins Netz pumpen, kann das durchaus die Netze überlasten. Genau deswegen wollen ja MaStR und VNB wissen, was genau da montiert ist, und später mit den SmartMetern u.U. sogar abschalten. Das ist aus e-technischer Sicht absolut logisch. Nur geht der PV-Strom dann halt verloren. ?

Lösung: Wenn Du nicht einspeist, gibt es auch kein Problem mit den Netzen, wohl aber mit der langsam schwindenden Stromproduktion. Also rein logisch betrachtet (zur Erinnerung: "Berufskrankheit" ?) würde also nur die Eigenstromproduktion mit Speicherung zum Ziel führen, damit die Sonnenenergie nicht verloren geht.

Alternative: Der Staat baut die Netze und Stromspeicher massiv aus und das aber in Rekordzeit. Nur leider tut er's nicht, wie wir alle wissen. Also scheidet diese Alternative leider aus und der Bürger muß in Eigeninitiative ran. Damit da Tempo reinkommt, sollten für alle einspeiseunfähigen Anlagen sämtliche bürokratischen Hürden fallen. Dann kann das vielleicht, aber auch nur vielleicht unser Stromproblem lösen. In trockenen Tüchern ist da noch gar nichts. Und genau daher die Idee:

"BKW 2.0 mit Speicher komplett anmeldefrei".

Und da wär's schlau, wenn wir die Politik überzeugen könnten, daß dies eine sinnvolle Idee ist, nicht mehr und nicht weniger. ?

Daniel

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@Doc

Anmeldefrei soweit wie möglich, mit oder ohne Speicher sollte den Netzbetreiber nicht jucken.

"Der Staat" baut nix, die Netzbetreiber, Ampirion, 50Hertz, Transnet BW und TenneT überregional und deren

kleine Brüder und Schwester regional tun das. Das kostet und muss also erwirtschaftet werden.

Da hege ich noch keine Zweifel. Aber wenn jeder Horst mit Argumenten a'la vergrabts des depperte Kabel gefälligst und jede

Käthe mit Aber nicht unter meinem Acker querschießen kann und Projekte auf Jahre verzögern darf,

DANN kommen mir Zweifel.

Daher wäre neben Stromspeichern auch die Sektorenkopplung wichtig. V2G oder BWWP oder...

[quote data-userid="2378" data-postid="122743"]"Der Staat" baut nix, die Netzbetreiber, Ampirion, 50Hertz, Transnet BW und TenneT überregional und deren
kleine Brüder und Schwester regional tun das. [/quote]Richtig, aber beim Staat liegen die Anträge/Baugenehmigungen auf Halde. Bei den Netzen liegt der Antrag für eine Baugenehmigung erst mal schlappe 7 ("sieben") Jahre. Von heute an wäre das dann 2030. So wird das doch nichts! Wären bestimmte Dinge, die keinen Einfluß auf das Netz haben, dagegen anmeldefrei, könnte sich jeder Mieter und jeder Eigentümer "mal eben" sein BKW mit Akku bauen und damit Stromproduktion und Netze entlasten. Und dann wird das was! ?

An der Grundlastabsicherung kommen wir meiner Ansicht nach nicht vorbei, da bin ich absolut realistisch, aber vielleicht kann man grundlastfähige Kraftwerke wenigstens schon mal z.T. reduzieren.

[quote data-userid="2378" data-postid="122743"]Daher wäre neben Stromspeichern auch die Sektorenkopplung wichtig. V2G oder BWWP oder...[/quote]Da rennst Du bei mir offene Türen ein, aber viele haben weder WP, BWWP oder Wallbox, könnten aber dennoch schon mal einen Teil der Kraftwerke und Netze entlasten. Deswegen verstehe ich diese Diskussion als reinen Ideenthread, ob und wie man sowas machen könnte. Daß das am Ende zu einer kleinen Revolution führt, nämlich einen kompletten Bürokratiebalast vielleicht über Nacht gestrichen zu bekommen, das weiß ich natürlich, aber das ist ob der Größe des Anliegens auch noch ein sehr langer Weg.

Ich würde mir wünschen, daß sich hier noch einige Elektriker im Thread beteiligen, ob und wie man so etwas so lösen könnte, daß eine BKW-2.0-Anlage danach wirklich absolut narrensicher und, wenn möglich, ohne die Hilfe eines Elektrikers zuhause zu zu bauen wäre.

Daniel

gibt es überhaupt genügend möglichkeiten zur montage von bkw, so dass eine signifikante entlastung stattfinden kann?

[quote data-userid="478" data-postid="122748"]gibt es überhaupt genügend möglichkeiten zur montage von bkw, so dass eine signifikante entlastung stattfinden kann? [/quote]Das kann vermutlich kaum jemand beantworten, denn jeder Montageort ist anders. Ich sehe hier auch noch das Problem mit den Landesbauordnungen. Da war doch was, daß man Glasmodule nicht oberhalb von 4 m montieren darf oder so, wenn unten drunter Menschen herumlaufen. Die Schwabbelmodule bringen aber im Vergleich zu den Glasmodulen deutlich weniger Leistung und deren Lebensdauer ist auch geringer. Diese Regelung der LBO ist meiner Ansicht nach auch goldrichtig, gleichzeitig möchte ich aber die Frage stellen, ob man nicht eine Technologie entwickeln könnte, die ein Abstürzen der Module relativ unwahrscheinlich macht. Das ist aber Statikzeug, damit kenne ich mich nicht aus.

Was den Platz betrifft: Natürlich würde, wäre eine weitere Petition erfolgreich, diese nicht über Nacht dazu führen, daß Millionen von BKW-2.0-Anlagen plötzlich in die Wohnungen gezaubert würden. Da wäre weiterhin noch ein Trägheitsmoment vorhanden, das ist völlig klar und da muß man realistisch sein. Würden die zusätzlichen Installationen dadurch um nur 5% steigen, würde ich das schon als vollen Erfolg verbuchen, aber andererseits wurde Holger Laudeley vom Erfolg seines BKWs ja auch positiv überrascht.

Mir geht's einfach nur darum, so viel Energie wie möglich zusammen zu kratzen und verfügbar zu machen. Jede einzelne kWh zählt und selbst dann wird's noch hauchdünn genug.

Daniel

Wird kommen, aber es läuft ja oft so: Wird erst gemacht, wenn der Druck massiv hoch ist. Bisher ist der Druck noch nicht genug da. Siehst du ja an den LNG-Terminals, da war massiv Druck da und es hat funktioniert.

BKW erscheint mir der falsche Name dafür, weil BKW ja nur sehr kleine Anlagen sind. Ich würde eher in die Richtung denken: Solaranlagen, die nicht nennenswert einspeisen, sind von der Anmeldung ausgeschlossen. Da kann sich dann jemand eine 10 kWp Anlage bauen, die einen Speicher hat und damit nicht einspeist. Und ohne Einspeisun dann keine Anmeldung.

Allerdings ist an der Idee nachteilig, dass eine 10 kWp Anlage im Sommer vermutlich deutlich mehr produziert, als man selber verbraucht. Also muss man sie abregeln, was wiederum keine gute Idee ist. Das wäre verschenkte Energie.

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