Energiefresser Kühlschrank

Bei Andreas letzten Video über die Brauchwasserwärmepumpe ist mir ein noch viel größerer Energieverschwender aufgefallen. Der ganz normale Kühlschrank. Was im Sommer kaum relevant ist, da der Strom von der PV kommt, ärgert mich im Winter. Viele Geräte sind Einbaugeräte und können im Nachhinein kaum isoliert werden und die Heizung ist im Toten Raum hinter dem Kühlschrank angebracht, was dessen Effizienz in den Keller schraubt. Hat sich schon mal jemand damit beschäftigt ?

Kann nicht schaden, da mal ein Strommessgerät dran zu hängen. Wir hatten dieses Jahr das Teil meiner Schwiegereltern ausgetauscht, da der neue jetzt nur die Hälfte an Strom braucht und die Temperatur auch besser regelt. Unseren alte Gefriertruhe im Keller hatte ich auch mal mit Dämmstoffresten gepimpt, aber im Wohnbereich würde ich das nicht machen wollen.

Stell das ganze Zeugs halt raus. Ist ja kalt draußen.

So ist es. Und danach kann man eine Kosten-Nutzenrechnung aufmachen, ob sich so ein Kühlschrank lohnt oder nicht.

Oliver

P.S. blöoderweise haben aktuelle Einbaukühlschränke nur noch ca. die Hälfte des Nutzvolumens verglichen mir denen aus dem letzten Jahrtausend. Dafür sind die erforderlichen Lüftungsöffnungen doppelt so groß wie früher. Warum nur?

Darum habe ich keinen eingebauten sondern einen freistehenden den ich hinten mit 2 x 12 v Lüftern befeuere damit Luft gut zirkulieren kann hat den verbrauch um 10% gesenkt.

Ich würde da auch erstmal nachmessen. Unsere Kombi, etwa 1,8m hoch, braucht 200 kWh im Jahr. Ist etwa 15 Jahre alt und dafür ganz ok. Geht heute noch besser, aber so viel ist da im Massenmarkt auch nicht mehr zu holen. Das Vorgängermodell hatte noch 360kWh, da war noch ordentlich Optimierungspotenzial für die Hersteller.

Tiefkühlschränke mit 1,8m Höhe liegen auch so im Bereich 170-200 kWh. Den Tiefkühler in den kühleren Keller stellen, macht oft Sinn. Darf aber auch nicht zu kalt werden, weil das viele Verdichter nicht mögen (Öl passt dann nicht, wird zu dickflüssig).

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Wir haben auch 3 Kühlgeräte laufen, die einiges an Nachstrom ziehen. Was tatsächlich einen riesigen Unterschied macht, ist die Raumtemperatur. Zwei der Geräte stehen in Räumen, die im Winter recht kühl sind. Dann geht auch der Stromverbrauch extrem runter. Passt dann natürlich gut zu den langen Nächten ohne PV.

Man darf es nur nicht übertreiben, jedes Kühlgerät hat eine Mindest-Raumtemperatur. Drunter können die dann nicht mehr kühlen.

Bei der Brauchwasserwärmepumpe habe ich mich zwei Sachen gefragt, 1. wäre das nicht grundsätzlich als Split-Lösung besser? Und 2. ich schalte meine Warmwasserbereitung ab wenn ich auf Reisen bin, und erst einen Tag vorher per Home Assistant wieder ein.. Wenn man das warme Wasser vorher nochmal leerduscht und es bleibt dann ein, zwei Wochen kalt, sollte nichts schaden. Nur dauerhaft lauwarm ist wohl schlecht wegen Legionellengefahr..

Ich habe ähnliche Werte wie @win und der Kühlschrank ist auch ca 15 Jahre alt. Wenn du den Verbrauch mal runterbrichst auf die Stunde, frage ich mich ob die Lüfter die 10 Prozent zum Großteil nicht wieder auffressen😉

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Die Daten von Win kann ich in den letzten 15 Jahren bestätigen. Von damals mieser Einbaukühlschrank mit ca. 1,5 bis 2 kWh pro Tag (grobe Erinnerung), auf einen freistehenden A+++ No Frost Kühl-Gefrierschrank mit unter 200 kWh pro Jahr. Dann haben wir noch einen Liebherr A+++ TK im Flur stehen, der hat auch weniger als 200 kWh pro Jahr, wenn ich das richtig im Kopf habe. Ist aber länger her, dass ich das mal gemessen habe.

Ich hab das ja mit Lüftern gemessen und ich kann die 10% weniger nur bestätigen

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Über welchen Verbrauch wird hier geredet?

Mein Gefrierschrank (Unterbaugröße, 2 Jahre alt, Discountermodell, Kühlschrank hab ich gar nicht) liegt bei 140 kWh/a, das sind < 400 Wh/d oder < 20 Wh/h.

Daß ist nur ein Bruchteil der üblichen Grundlast, da in der Überschrift von Energiefresser zu reden, ist reißerisch.

Abgesehen davon, m.E. wichtiger als die meisten Standbyverbräuche von dem ganzen Multimedia- und Internetgedöns. Und auch im Winter durch Solar zu erzeugen.

Wer allerdings sich einen zweiflügeligen mannshohen Ami-Kühlschrank leistet, der sollte eh nicht über Stromverbräuche reden.

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Hab das noch nie nachgelesen und weiß daher auch nicht den konkreten Wert dieser Mindesttemperatur. Aber, unser Getränkekühlschrank im Keller steht im Winter schon mal bei weniger als 8°C da rum und Kühlt Getränke. Über die Sinnhaftigkeit kann man streiten, aber er läuft an und Kühlt aktiv. Jedoch wird er seit einigen Jahren von der Haus-SPS in den Wintermonaten bei Sonnenuntergang aus- und bei Sonnenaufgang wieder ein geschaltet. Also einfach Netzunterbrechung nach Astrofunktion.

Hatte das bei meinen Eltern…
ein Gefrierschrank in der Küche hatte konstant 160W gezogen (Taktete nicht mehr)
Als ich das angesprochen hatte, hab ich die Antwort bekommen, der sei noch gut und würde doch noch kühlen… sie bäuchte keinen neuen.
davon abgesehen betreiben meine Eltern 5!!! Kühl bzw. Gefrierschränke! Würde ich noch einen dazu stellen, wäre der auch noch gefüllt und an! ;-(

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Gute 12V Lüfter an 5V brauchen <1/4 Watt.

Noch ein Bimetall-Schalter oder ähnliches dran, dann läuft es nur wenn die Rückseite Warm wird.

Ca. 0,002 - 0,006 kWh / Tag?

Irgendwas um 0,3 -1% pro Tag?

Lüfter können eine gute Idee sein.

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Entscheidend für eine Steigerung der Effizienz des Verflüssigers ist der Volumenstrom an kühlerer Luft die man an ihm vorbei führt. Und für Volumenstrom brauchts halt Energie. Wenn der Volumenstrom mit stark gedrosseltem 12V Lüfter kaum höher ist als der Konvektive kann man sich den Kram auch sparen.

Aber dennoch, im Camperbereich wird die Effizienz der Kühlgeräte auch sehr gern mit Lüftern gesteigert - zum Einen damit der Akku oder die Gaspulle länger hält aber auch weil die Geräte halt so stark verbaut/zugebaut sind. Die Idee find ich auch gut :slightly_smiling_face:

Das ändert aber nichts am generell vorhandenen, prozentualen Verlust. Also auch wenn das Brauchwasser alltäglich in Benutzung ist, bleiben die Verluste so oderso hoch. Erstaunlich was der Andreas da aufgedeckt hat, da sollte man die Hersteller der BWWP mal bezüglich ihrer Effizienzangaben am Schlawittchen packen.

Es kann doch nicht sein dass ein 3000€ Gerät nochmals nachträglich vom Kunden besser isoliert werden muss um wenigstens annähernd in die Richtung des angegeben COp zu kommen.

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Deswegen so wichtig dem "Volumenstrom" Platz zu lassen.
Unterstützen mit Lüfter wird sich immer bemerkbar machen.

Vor allem, weil dir dort genutzten Absorberkühlschränke noch sehr viel mehr Wärmeabfuhr benötigen.

Oliver

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