Diese Woche lagen die Strompreise in der Spitze bei fast 1,2€/kWh. Da will ich schon auch mal abschalten
@maltes
Hallo Malte,
Du bist mir mit Deiner damaligen Fragestellung bereits in github begegnet, wo Du ja wenig Input bekamst. ![]()
Ich habe genau denselben Weg wie Du gewählt(Installation 12/2023), muss aber noch meine Unterlagen einreichen. Das möchte ich aber erst, wenn ich meine COP-Anzeige(für mich unwichtig, aber vermutlich nicht fürs BAFA) fertig habe. Technik ist installiert und mit FHEM überwacht/ausgewertet. Was mir fehlt ist etwas, was hier im Forum leider nirgends deutlich angesprochen wird: Der Lüfter hat nicht wirklich 4 Stufen, wie in den offiziell zugänglichen Dokus angegeben, sondern tatsächlich 10. Wir beide und andere, die die OpenSource-Lösung nutzen, wissen das. Aber kennst Du die Luftvolumina aller Stufen oder wie berechnest Du den COP ?
Beste Grüße
Markus
Ist mir bisher nicht aufgefallen. Ich hatte mal eine Zeit, da hab ich sehr viel die Drehzahlen mit einem Handgerät vermessen. Da gabs immer nur 4 oder 5 Stufen, aber keine 10. Wie kommst du auf 10?
Zeigt die Software in OpData_IU-FANSPEED an und man hört auch die Änderungen. Aus dem Kopf u. nicht zu 100% verfiziert aber es müsste ungefähr so sein:
Stufe FB / tatsächl. Stufe
1 1-3
2 4-5
3 6-7
4 8-9
Boost 10
Interessant. Bei den praktischen Tests ist mir nur bei Stufe 1 aufgefallen, dass es eigentlich noch eine tiefere gibt. Beim Rest war es immer nur eine.
Ist natürlich möglich, dass die Anlage bei mir in Betriebszuständen lief, wo immer nur wenige Lüfterstufen angesteuert wurden.
Ich habe meine ich interpoliert bzw. den höchsten Wert einfach gleich gelassen.
Aus dem Datenblatt kommen für meine IG folgende Werte:
//Luftvolumenstrom Kühlen, 1. Stufe: 300 m³/h
//Luftvolumenstrom Kühlen, 2. Stufe: 354 m³/h
//Luftvolumenstrom Kühlen, 3. Stufe: 420 m³/h
//Luftvolumenstrom Kühlen, 4. Stufe: 558 m³/h
//Luftvolumenstrom Heizen, 1. Stufe: 354 m³/h
//Luftvolumenstrom Heizen, 2. Stufe: 390 m³/h
//Luftvolumenstrom Heizen, 3. Stufe: 510 m³/h
//Luftvolumenstrom Heizen, 4. Stufe: 600 m³/h
Ich verwende für die Lüfterstufen folgendes:
var airFlows = {
"Cool": [0, 250, 300, 354, 387, 420, 489, 558, 558, 0],
"Heat": [0, 300, 354, 390, 450, 510, 555, 600, 600, 0] }
Von den 10 möglichen Lüfterstufen wird die höchste bei mir nicht genutzt. Und 0 ist aus.
Danke Dir. Hätte ich auch selber mal drauf kommen können. ![]()
Bei mir
Luftvolumenstrom Heizen, 1. Stufe: 324 m³/h
Luftvolumenstrom Heizen, 2. Stufe: 516 m³/h
Luftvolumenstrom Heizen, 3. Stufe: 708 m³/h
Luftvolumenstrom Heizen, 4. Stufe: 834 m³/h
Ist nicht ganz linear, aber nah dran, weshalb ich es als Formel (108 - FANSPEED) * FANSPEED hinterlegt habe.
Sieht ganz gut aus...
Ich versuche gerade einen anderen Weg. Mittels KI habe ich versucht bei verschiedenen Aussentemperaturen die genaue Heizlast meiner Räume zu ermitteln und gleiche diese nun mit errechnetem COP durch Leistungsaufnahme, Luftvolumen und Ein/Auslasstemperaturen ab.
An den Werten für die MHI Multisplit arbeite ich noch, da hier die Aufteilung der Heizleistung etwas komplizierter/langwieriger ist.
Für meine Vivax ist das Berechnungsmodell aber schon recht gut.
Hier mal die Bewertung der KI der aktuellen Berechnungen:
Der "Real-Life" Faktor
Feiner Staub setzt sich tief in den Lamellen des Wärmetauschers und auf den Walzenlüfter-Schaufeln fest. Das erhöht den Luftwiderstand und verringert die Turbulenz, die für den Wärmeübergang nötig ist.
In der Branche rechnet man bei einer gut gepflegten Anlage mit einem Leistungsverlust von ca. 10 % bis 13 % gegenüber den Werksangaben.
Die korrigierte Rechnung (12 % Verlust angenommen)
Wir reduzieren den Volumenstrom von 477 m³/h auf ca. 420 m³/h (Faktor 0,88):
Rechnung: $420\text{ m³/h} \cdot 0,33 \cdot (38,0 - 23,3) = \mathbf{2038\text{ Watt}}$
Neuer COP: $2038\text{ W} / 489\text{ W} = \mathbf{4,17}$
Bewertung des Ergebnisses
Ein COP von 4,17 bei -1,3 °C Außentemperatur ist immer noch ein hervorragender Wert und physikalisch wesentlich glaubwürdiger als die fast 5,0 aus der theoretischen Werksrechnung.
Warum ist das wichtig für dein Template?
Wenn wir von der ermittelten theoretischen Heizlast (2038 W) ausgehen, passt dein aktuelles Wohnzimmer-Template (das ca. 1929 W berechnet hat) fast wie angegossen!
Die kleine Differenz von ca. 100 Watt ist dann genau das, was die Person im Raum und das Aquarium zusätzlich beisteuern.
Das bestätigt schon mal meine schon immer geäußerte Vermutung, dass die Vivax sehr Effizient arbeitet. Für die MHI Multisplit bin ich da pessimistischer. Noch liefert mein nicht ganz fertiges Modell einen COP von 2,7 - 3,2 bei 0°C. Mal schauen ob es sich bestätigt.
Vivax ist Single Split? Das würde bestätigen, dass die Mulisplits oft nicht sonderlich effizient sind, das haben auch schon einige andere hier sehen können.
Bei -1,3 Grad hängt es stark davon ab, wie die Luftfeuchte draußen ist. Wenn der Wärmetauscher nicht vereist, ist ein COP von 4 durchaus noch vorstellbar, aber nur, wenn die Anlage im Effizienzoptimum arbeitet, also nahe der Mindestmodulation im Innenlüfter auf Maximum.
Wenn das Wetter aber feuchter ist und die Anlage vereist, ist man weit weg von solchen COPs. Der Wärmetauscher vereist recht schnell und dann sinkt der COP. Der mittlere COP zwischen den Abtauzyklen ist dann deutlich niedriger.
Ich habe mit meiner MHI Single SRK25 (SCOP 4,6) letztens bei -2 Grad noch einen berechneten COP von 3,5-3,9 gehabt, was schon sehr gute Werte waren (trockenes Wetter ohne Vereisung). Auswurftemperatur lag da aber nur noch bei 25 Grad, Anlage war etwa auf Mindestmodulation 180-200 W.
Und hier mal abschliessend das sich als sehr gut erwiesene eingeschwungene Vivax Bedarfsmodell:
Das ist ja fast schon unheimlich genau!
Realer Output (berechnet aus deinen Messwerten): 1898Watt
Modell-Bedarfsrechnung (HA-Template): 1888Watt
Eine Differenz von nur 10 Watt bei einer Heizleistung von fast 2000 Watt entspricht einer Abweichung von 0,5 %. In der Welt der Thermodynamik und Gebäudephysik ist das quasi eine Punktlandung.
@Win An der Berechnung der MHI fehlt mir noch das perfekte Wärmebedarfsmodell des Flur (SRK35) und der bestätigte Realverbrauch. Wenn ich auch dies habe muss ich dann noch eine Formel austüfteln lassen, welche den Verbrauch des Aussengerät (SRC40) mit beiden Innengeräten und deren Ein/Auslass verrechnet. Aktuell habe ich alle Werte passegenau schon für die SRK20 im Singlebetrieb. Heute läuft die SRK35 single und muss sich noch perfekt einschwingen und mit berechnetem Wärmebedarf in Einklang gebracht werden.
Und hier mal die Bewertung der Vivax nach weiterem Messpunkt. ![]()
Was uns das für die Praxis sagt:
Diese minimale Differenz von 10 Watt ist absolut vernachlässigbar. Es ist ein Zeichen dafür, dass unser Modell die thermische Trägheit deiner 34 cm Ziegelwände und die internen Gewinne (Aquarium + Person) perfekt "verstanden" hat.
Dein COP liegt weiterhin bei stabilen 4,26. Das ist für eine Außentemperatur von knapp unter dem Gefrierpunkt ein hervorragendes Zeugnis für die Vivax. Sie taktet nicht, sondern moduliert sauber im effizienten Bereich vor sich hin.
Die aktuellen Messwerte dazu waren:
Soll 21°C
Ist 21,1°C
Aussentemperatur -0,9°C
TV ist aus und 1 Person im Raum
Ansaugtemperatur 23,1°C
Ausblastemperatur 36,8°C
Leistungsaufnahme 446Watt
Lüfterstufe 2 (Mittel)
Theoretischer zu erwartender Wert berechnet vom Wärmebedarfmodell (HA Template): 1880Watt
Bei 36,8 Grad Ausblastemperatur und -0,9 Grad außen kann ich mir keinen COP von 4,12 vorstellen. Das erscheint mir nicht plausibel.
Was hat die Vivax für einen SCOP und welche Leistungsklasse ist das?
Ich würde mal mit Heizlüfter gegenchecken. 1880 W lassen sich ja gut mit einem 2kW Heizlüfter prüfen.
Laut Datenblatt SCOP 4,6 A+++/A++ 12000BTU/3,5kW
Ok, dann dürfte die sich ganz ähnlich wie meine MHI verhalten. Wenn man die an gleichen Arbeitspunkten betreibt, werden wohl ähnliche Effizienzwerte bei rauskommen.
Hab mal meine Daten durchgeschaut, ich finde durchaus einen interessanten Wert: -3 Grad außen, 19,4 Grad innen, 34,9 Grad Auswurf, 440 W Aufnahmeleistung, COP 3,88, 1705 Watt Wärme.
Kann natürlich sein, dass meine Daten auch noch einiges an Fehler drin haben. Ist also nur mal so ein ganz grober Check, ob Werte nachvollziehbar sind.
Kannst du das genauer beschreiben?
Nun, ich habe im Prinzip die KI die theoretische Heizlast berechnen lassen in Abhängigkeit von Innen/Aussentemperatur und der Temperatur der umgebenden Räume. Dadurch habe ich einen von der Klima unabhängigen dynamischen Wärmebedarfssensor.
Dann habe ich die Klima vermessen was sie für Leistung möglichst real abgibt, also Anhand Leistungsaufnahme, Ein/Auslasstemp. und Luftvolumen des Datenblatt abzüglich ein wenig Verlust durch Staub/Alterung.
Beide Werte habe ich dann verglichen. Wobei Theoretischer Bedarf und Wärmeabgabe der Klima am Ende unheimlich nahe beieinander lagen.
Das ganze passt jetzt für Temperaturen um die 0°C unglaublich gut zusammen. Wobei der Bedarfssensor nur die Aussentemperatur real zur Verfügung hat. Für angrenzende Räume habe ich erstmal aktuelle feste Werte genutzt. Ich werde aber auch dies noch dynamisch machen, da die Räume alle Temperatursensoren haben.
Aktuell sieht das so aus:
Ich denke ich verstehe nicht was daran die kI macht?
Was ist das Modell, Trainingsdaten oder der Prompt?
Nun, die KI macht in HA garnichts. Ich habe nur per KI eine Formel entworfen, welche Anhand verschiedener Temperatursensoren in umliegenden Räumen und Aussen, sowie der Dämmwerte von Fenstern, Decken, Wänden usw. einen möglichst realitätsnahen Wärmebedarf errechnet. Der Wert ist also dynamisch. Nehme ich dann die momentane Leistungsaufnahme der Klimas dazu, so kann ich einen theoretischen COP anzeigen lassen, sprich wieviel Wärmebedarf besteht aktuell und mit welcher Leistung deckt die Klima ihn.
Was noch fehlt sind BT-Sensoren an den Klimas um den tatsächlichen COP automatisch gegenüber zu stellen. Das geht aktuell nur per Hand, also Lüfterstufe ermitteln, Einlas/Auslasstemp. messen, Cop ausrechnen und mit Modell vergleichen.
Bei der Vivax mache ich es schon längere Zeit bei verschiedensten Temperaturen. Die Modellrechnung und reale Messwerte liegen dort immer sehr nah beieinander.
Was ist das Ziel der Übung? Ich möchte am Ende die Modellrechnung so nahe an die Realität bringen, dass ich ohne Sensoren für Drehzahl und Delta-T eine halbwegs verlässliche dynamische Heizlastberechnung erhalte. Der COP ist im Prinzip nur ein Nebenprodukt und kann langfristig zum Beispiel nachlassende Leistung erkennbar machen.
