EMV Störung rund um den MPII?

Hi

stelle gerade zum ersten mal fest, dass meine beiden EM540 Anbindungen am MPII GX kurzzeitig (ca 10-30 Sekunden) ausfallen:

Habe nun etwas probiert und es ist Lastabhängig. Limitiert auf 30-40A (Akkuladestrom) bleibt alles stabil. Lade ich wie normal mit bis zu 60A gibt es diese Aussetzer.

Angebunden über Waveshare RS485 zu USB Wandler (FT232RL / galvanisch getrennt) dann ein aktiver Waveshare USB Hub und dann zum Victron.

Da beide RS485 Wandler gleichzeitig ausfallen, gehe ich eher von einem zentraleren Problem zB am/um USB Hub aus.

Habt ihr Erfahrungen dazu gemacht?

So schaut es aus:

leider ein bekanntes Problem, daher habe ich das Energymeter mit einem RJ45 Kabel direkt mit dem Cerbo verbunden. Keine Ausfälle.
sonnige Grüße
mobilsolar

Hi,
habe eine ähnliche Erfahrung gemacht mit dem MP2 GX.
Das RS485 Adapterkabel das beim JK-BMS dabei war habe ich mit einem (älteren) USB Verlängerungskabel erweitert.
Bei höheren Strömen (genau weiß ich es nicht mehr) ist dbus-serialbattery ausgestiegen. Habe schlussendlich das Verlängerungskabel entfernt und auf der anderen Seite verlängert (RJ45). Seither keine Probleme mehr.
Obs an dem alten USB Kabel gelegen hat... keine Schirmung? Obwohl das Kabel vom JK BMS auch nicht so aussieht als hätte es eine Schirmung.

Danke Euch. Lese jetzt 2 Möglichkeiten raus, eher zentral das USB-Kabel/ der Hub oder doch an den Adaptern. Denke da ich bewusst das Wavesharezeug gekauft habe, wird es da kaum Optimierung geben außer es örtlich zu verändern.

Sind es doch die RS485 zu USB Wandler wirds auch da schwierig, da RS485 meistens ungeschirmt an den Anschlußpunkten auf offenen Klemmen liegt.

Zwischenfazit ich kann nur mal probieren ob eine örtliche Veränderung etwas bringt. Dachte Links am GX mit recht großem Abstand zu den DC-Leitungen wäre es schon ok, aber getäuscht.

mein Kommentar oben hilft dir jetzt nicht weiter...
Ich schlage deshalb vor:
den AVM Repeater mindestens 2 Meter entfernt anbringen, die Adapter und Hub in eine Metallkassette zB Geldkassette setzen, alle PE Verbindungen zu installieren bzw zu checken, für die Datenkabel Entstörmagnete zu verwenden, die du um die Kabel klipsen kannst, eine Metallplatte zwischen MP2 und den Hub und eine zwischen das Gerät am linken Bildrand setzen.
Wenn das alles nichts bringt, eine Verbindung über WLAN, falls das auch nicht hilft, eine Cat6 RJ45 Verbindung zwischen Energymeter und MP2 verwenden.
viel Erfolg
mobilsolar

bei mir war es auch immer problematisch. Am EM540 arbeiten Grid Wechselrichter. Einzig der Einsatz einer einfachen verdrillten 2poligen Leitung hat geholfen. Möglichtst weit weg von den 230V Leitungen, in einem extra Kabelkanal verlegt, hat geholfen. Geschirme Leitung hat nicht geholfen. Die Ursache scheint in HF-Einstrahlung mit hoher Spannung zu liegen. Damit kommen die Isolierten Converter zwar klar, aber wenn die kapazitive Last an einer Ader auch nur etwa höher ist als an der anderen kommt es zu Aussetzern. Möglichst nicht die Leitung parallel zu anderen Leitungen legen. Auch sie Gleichspannungszufuhr kann strahlen!

Werde mal den USB-HUB und damit auch die RS485 Wandler örtlich verändern. Gerade ist mir eingefallen, dass ich am Samstag dort was geändert hab (vorher lief es ja stabil).
Es laufen nur noch 2 Stück RS485-USB Wandler im 4fach USB-HUB diese waren auf USB-Buchse 1 und 3 eingesteckt (von Links beginnend gezählt).

Nun hab ich mir am Samstag aber dort eine 5V Versorgung vom USB-Hub für einen ESP32 geholt und die RS485-USB Wandler umgesteckt auf USB-Buchse 3 und 4. Somit alles minimal in Richtung Victron gewandert.

Wenn die 2cm die Ursache sind, heftig. Hab mir auf jedenfall mal ein Metallgehäuse für den Kram bestellt.

Ich hatte ein ähnliches Problem, dass mein EM24 mit RS485 immer zu den Mittagsstunden ausgestiegen ist.

Fummeleien wie "Aproved Circuit", also einseitige Erdung hat nichts gebracht. Anscheinend verschieben sich bei hohen DC-Strömen die GND-Potentiale.

Ich habe mich mit einem USB-Isolator beholfen:

Das Ding ( Hoffnung war eher ein Strohhalm) wirkt wirklich Wunder. Seit 2013 keine Ausfälle bei der Kommunikation mehr. Datenkabel liegt parallel zu 5 x 6 mm² im selben Kabelkanal.

LG,
Wilm

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Hallo Wilm,

danke dir vielmals für Deine Erfahrung und Empfehlung.

Empfinde Deine Nachricht ähnlich, dass man eigentlich nicht so recht dran glauben mag. In meinem Fall mit den Waveshare-Klamotten die es immer schön bewerben mit besonders guten Schutz und Trennvorrichtungen ausgestattet zu sein.

Hab mir mal 2 von den Dingern in bestellt (4,40€ je Stück) und ein Versuch macht kluch :slight_smile: Werde aber dann frühestens übernächstes Wochenende berichten können, da ich beruflich bedingt nicht ständig gerade vor Ort bin.

Ich bin heute noch vor Ort und versuche dann mal das Kästle drum zu bauen, auch wenn ich bisher Versuche in die Richtung Schirumg alle als nicht erfolgreich gelesen hab.

LG

Das wundert mich tatsächlich, da RS485 Kommunikation auf differenziellen Signalen basiert und nicht von GND abhängig ist. Streng genommen ist nur die A und B Verbindung erforderlich und kein GND zu verbinden. Allerdings kann ab einer gewissen Leitungslänge ein Terminator von 120Ohm parallel zu A und B erforderlich sein.

Mann müsste sich mal die Mühe machen und die Datenleitung am EM540 mit dem Skope betrachen, ob da irgendwas am Signal verschliffen wird oder tatsächlich EMIs einkoppeln.

Da war ich auch. Besteht die Möglichkeit dass das Problem sich auf der USB Seite "abspielt"?

Ich hatte durch den gleichzetigen Ausfall meiner beiden RS485 Wandler mit extrem unterschiedlichen Leitungen (2m vs. 15m) den Störpunkt eher dann zentraler zB am USB Hub oder den Ports vermutet.

Versuche mal ob ich es zeitlich heute hinbekomme. Befürchte wenn ich heute Abend da bin hab ich keine >50A Ladestrom mehr übrig um das zu testen :smiling_face_with_tear:

Gibt es das Phänomen denn nur beim Laden oder auch beim potenten Entladen? Ich habs noch nicht gemessen, aber eigentlich sollte der Ladestrom ja "sauberer" sein als der DC Laststrom, meine ich - ist aber wie gesagt nicht bestätigt.

Bisher nicht beobachtet. Was aber nicht wirklich etwas heißt. Ich habe eher selten solche Entladungen bei 3000W. Wenn dann sind es kurze Spitzen die auch beim Laden unkritisch sein können. Das lässt sich heute aber leichter Testen :slight_smile:

So habe ich auch gedacht. CAT6 Kabel, einseitig oder beidseitig geerdet und mit oder ohne Terminierung(en) haben nicht geholfen. Trotz galvanisch isoliertem USB Converter. Ich nehme an, dass die hohen Spannungen in der Nähe der RS485 Leitungen entsprechend hohe Signale im Gleichtakt an die Adern koppeln. Vermutlich ist auch noch hoher HF-Pegel dabei. Alles das kann aber eigentlich keine Probleme machen. Außer man belastet die Adern kapazitv etwas ungleichmäßig. Dann entstehen trotz sehr kleiner Kapazitätsunterschiede auf Grund der hohen Frequenzen so hohe Ströme, dass selbst bei Terminierung genug Differenzspannung erzeugt wird um zu stören. Das kann schon durch die Abschirmung selbst geschehen. Zur Zeit läuft das mit einfachstem verdrilltem Kabel stabil. Dummerweise kann man nicht feststellen, wie hoch die "Reserven" dabei sind. deshalb kann man auch schlecht andere Lösungen beurteilen. Das geht genau genommen nur, wenn man die Anzahl Übertragungsfehler betrachtet. Ich hab mir für jeden Wechselrichter einen EMI Filter besorgt. Einen habe ich bereits in die Zuleitung zum EM540 eingesetzt. Für die anderen hatte ich noch keine Muße. Allein schon wegen der fast unmöglichen "Erfolgsmessung"

Was nutzt Du da?
Sowas?

Hm, ja da die Erfolgsmessung eher schwierig ist könnte man es an der Stelle auch mal mit einem Klappferrit testen :thinking:

Ich hatte solche Probleme bisher noch nicht. Ich hab RS485 quer durchs ganze Haus in alle Räume in je eine Unterputzdose über den 230V Lichtschaltern, teilweise auch mehrere Meter parallel zu NYM Leitungen weil es sich nicht anders verlegen ließ, dort werden mit Arduinos Temperatur- und Luftfeuchtedaten in jedem Raum erfasst und via RS485 bis in den Keller zum Raspi übertragen. Und das auch noch in einer mixed Topologie, Obergeschoss im Stern gesammelt und dann als Bus in den Keller, am Sammelpunkt im Keller treffen dann auch alle Leitungen aus dem EG ein. Allerdings bei 115.000baud jedoch nur einer Anfrage alle 10min. mit max. vier 16bit Werten - also bei Weitem eher geringer Traffic.

Nein, Filter in den 230V Zuleitungen: eBay-Artikelnr.:395909704791

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Das ist erheblich weniger Der EM540 gibt iim 0,1sek-Takt recht viele Daten raus.

Ja sag ich ja. Aber ich bin dennoch der Meinung dass schon einiges im Argen sein muss um RS485 zu stören.

Ich sammel gerade etwas um heute Abend mit begrenzter Zeit möglichst viel zu erzielen.

Dabei habe ich vor möglichst mit hohem Ladestrom diverse Messungen durchzuführen. Geht das nicht, werde ich mal mit den Entladestrom testen, ob da etwas sichtbar wird.

Ich plane am RS485 Wandler mit dem Oszi das RS485-Signal zu messen und einfach mal an den USB Ports die Spannung gegen GND.

Sonstige Vorschläge die Erkenntnisse versprechen?