Jetzt hätte ich es beinahe vergessen .... der größte Vorteil vom Mini-PC mit virtualisiertem HaOS ist in meinen Augen, dass ich unter Windows noch andere Software laufen lassen kann.
In meinem Fall habe ich mir mit ChatGPT eine komplette Software schreiben lassen (ja, ich bin ein bequemer Softwareentwickler :-D), welche die gesamte Kommunikation mit der Sungrow, meinem amtlichen Stromzähler sowie die Preisbeschaffung von der ENTSO-E abwickelt. Außerdem alles in eine Datenbank protokolliert, Datensicherungen macht und zudem die Sungrow auch noch bezüglich des Akkuladestands steuert. Demnächst kommt dann noch die Überschussregelung dazu.
Das ganze läuft perfekt und vor allem auch dann problemlos weiter, wenn ich mal den Home Assistant neu starten muss (was irgendwie ständig vorkommt, weil ständig Updates kommen).
Meinen Stromzähler mit HAN-Schnittstelle habe ich z.B. über eine zusätzliche USB-Netzwerkkarte am Mini-PC angeschlossen. Damit ist dieses Netzwerk vollständig isoliert von meinem restlichen Netzwerk (was aufgrund der fest vorgegebenen IP-Adresse bei HAN auch durchaus sinnvoll ist). Spontan wüsste ich nicht mal, ob HaOS damit auch direkt klarkommen würde.
Und da HAN bei mir keine Live-Daten liefert (WER ZUR HÖLLE HAT SICH DIESEN SCHEISS DENN AUSGEDACHT!?) , bzw. das EWR die Freischaltung der Livedaten auf HAN noch plant und dafür dann Geld haben möchte (zumindest laut der Auskunft, die ich dazu erhalten habe), habe ich dann noch zusätzlich einen IR-Lesekopf per USB-Kabel am Mini-PC angeschlossen. Bescheuert ... aber so ist es nun mal.
Das ist ein guter Einwand. Wie dramatisch wäre denn der Platzmangel? Es müsste doch eigentlich möglich sein die Daten in regelmäßigen Abständen herunterzuladen und Platz zu schaffen..??
"Geplante" Erweiterungen wären eventuell ein vierter Lüfter mit zwei zusätzlichen Temperatursensoren, das wird sich aber erst im laufenden Betrieb herausstellen, ob es nötig ist. Mittelfristig wäre eine zweite Solaranlage auf dem Hausdach für Wallbox und E-Auto. Da ich die Kasse aber mit dem Hauskauf und der Modernisierung (Hauselektrik, Solaranlage, Dämmung und hoffentlich Klimaanlage) geleert habe, muss das noch ein paar Jahre warten.
PoE
Meine Frage zielte eigentlich darauf ab, was passiert, wenn man Geräte über PoE betreibt, die unterschiedliche Spannungen brauchen. Ich habe aber inzwischen die Vermutung, dass es bei den Geräten so ist, wie bei den Waveshare Geräten, wo die Spannung einfach im Bereich von 7-36V liegen soll.
Klimaanlage
Leider weiß ich immer noch nicht, welches Modell eingebaut wird. Das Erste Angebot war für die Tonne, weil das Innengerät zu Breit war, und in die Fensteröffnung hineingeragt hätte. Jetzt warte ich auf das zweite Angebot. Ich hoffe es kommt bald, damit die Klimaanlage noch vor der Heizsaison installiert werden kann.
Jetzt ist alles klar.
Temperatursensoren
Das ist die Frage, wie das definiert wird. Ich habe die 0,5° auch schon gelesen, es war aber nicht klar, ob die Messung in 0,5° Schritten erfolgt, das wäre für mich inakzeptabel, oder in 0,1° Schritten, wo der Wert um bis zu 0,5° von der realen Temperatur abweichen kann, was wiederum in Ordnung wäre, weil ich dann, wie du es auch geschrieben hast, die Messwerte korrigieren kann. Im zweiten Fall würde ich dem eine Chance geben. Kennst du vielleicht eine gute Anleitung in Text/Bild/Video für ESP, was auch für totale Anfänger (wie mich) verständlich ist? Wie du inzwischen bemerkt hast, brauche ich bei Anwendungen, die mir völlig fremd sind, etwas mehr Info, um es zu kapieren
Wenn das hier einmal funktioniert, muss ich meine Phantasie echt anstrengen, wie ich dir danken soll, dass du dich so in dieses Projekt reinhängst
Home Assistant Green:
Mein zweiter Beitrag dazu wiegt eigentlich sehr viel stärker. Zuhause ein dauerhaft laufendes Windows zu haben, ist für viele Situationen Gold wert . (Okay, Linux zählt da auch, ist aber komplizierter)
Home Assistant fasst standardmäßig Statistiken ab einem gewissen Alter zusammen (glaube, 4 Wochen) und löscht sie nach einer anderen Zeit (glaube, 3 Monate). Also ist ein Automatismus zum Daten sichern ganz praktisch, wenn man sie lang behalten möchte ... so etwas unterliegt aber auch immer dem Gutwill des Anbieters. Ändert sich dort z.B. was an der Struktur, dann geht die Datensicherung erst mal wieder nicht ....
Unter anderem genau deshalb habe ich mich zu meiner "Zwischenstation" unter Windows entschieden: hier erhalte ich die Rohdaten vom Gerät, kann die so in meine Datenbank schreiben wie ich möchte und so lange die angesprochenen Geräte nichts an ihren Modbusregistern ändern, so lange wird das pflegeleicht laufen. Egal, was Home Assistant ändert oder nicht.
Aber ja, wenn Langzeitstatistiken nicht interessant sind, dann läuft Home Assistant auch ewig, ohne die Platte voll zu machen.
Erweiterungen:
Wart mal ab, bis Du den HA das erste mal einschaltest. Du wirst höchstwahrscheinlich überrascht sein, wie viele Geräte in Deinem Haus von ihm erkannt werden und gesteuert werden können. Bei mir tauchten da plötzlich Backofen, Wäschetrockner und Waschmaschine auf ... aber das kurioseste, mit dem ich gar nicht gerechnet hatte, waren unsere Gardena Bewässerungscomputer ^^. Von Fernseher, einigen Schaltsteckdosen unterschiedlichster Hersteller oder der einen oder anderen, smarten Lampe sprech ich dabei nicht einmal. ^^
PoE:
Korrekt. Physikalisch in der Leitung sind 48V, aber die Geräte wandeln sich das dann entsprechend ihres Bedarfs um. Genau das machen dann auch die aktiven Adapter, wobei die dann eine feste Zielspannung haben (abhängig davon, was man kauft). Die sind aber perfekt, um nicht PoE-fähige Geräte eben mit Strom aus dem Netzwerkkabel zu versorgen.
Temperatursensoren:
Auch da liegst Du richtig. Die Messwerte können bei den DS18B20 mit 9 bis 12 Bit abgefragt werden. Das entspricht einer wahlweisen Teilung von 0,5°C / 0,25°C / 0,125°C oder 0,0625°C (bei 12 Bit). Das legt das Programm fest.
Lediglich das Ergebnis kann 0,5°C nach oben oder unten von einem geeichten Messwert abweichen.
Eine einfache Anleitung ist z.B. hier zu finden:
Im Bild zu sehen sind jetzt jene Sensoren ohne Gehäuse welche einfach wie ein elektrisches Bauteil aussehen. Aber keine Sorge ... die Variante für Wassertemperaturen (mit Kabel und Metallstift / Kappe) ist identisch und wird identisch angeschlossen - hauptsache DS18B20.
Der ESP-Home / "Programmier"-part ist rein aus dem Text jetzt erst mal nur verwirrend ... das klärt sich aber, sobald Du einen Home Assistant in Betrieb hast. ESP Home ist dort integriert und entsprechend ergibt dann auch die Anleitung mehr Sinn, wenn man es direkt am HA ausprobieren kann.
Alternativ noch ein Video dazu:
Da habe ich nun die Schaltung nicht kontrolliert - die ist im ersten Link korrekt (Widerstand auf 3,3V). Einige Anleitungen lassen den weg oder gehen voll auf 3,3V Versorgungsspannung. Beides ist aber nicht optimal für den Datentransfer oder sogar ungesund für den D1 / den Sensor.
(achso: der D1 Mini ist der bekannteste Vertreter aus der ESP-Familie und auch sehr günstig zu bekommen. Da ein bisschen aufpassen - sind viele Nachbauten unterwegs, die gerne Ärger machen. Am besten bei etablierten Anbietern (Berrybase, etc.) bestellen.)
Sensoren kann man auf diese Art schätzungsweise bis zu 8 anschließen ... hängt etwas von der gesamten Kabellänge und auch Kabelqualität ab.
Wichtig auch hier: besser keinen Stern, sondern einen Bus ... also wie bei Modbus: Vom ESP zum ersten Sensor, Kabel dort abschneiden, die drei gleichfarbigen Adern verbinden (also vom Kabel, das vom ESP kommt, vom kurzen Restkabel, an welchem der Sensor hängt und vom Kabel, das zum nächsten Sensor geht) und dann zum nächsten Sensor verlängern. Am Ende braucht's hier allerdings keinen zusätzlichen Widerstand.