Empfehlung Single Split zum Heizen

kWh Strom mit kWh Gas in einem Diagramm darstellen und daraus eine sehr große Ersparnis ableiten grenzt aber auch schon an Taschenspielertricks.

Erkläre doch mal bitte die Kritik etwas konkreter.

Wenn die Finanzen betrachten werden sollen, wäre €/m^2 oder €/a sinnvoll. Bei Umweltbilanz g CO2/m^2 oder g CO2/a.
Da eine (Kern) Aussage ist: "86% weniger zu bezahlende Energie bei gleichem Wärmebedarf!"
geht es offensichtlich um Finanzen, dann wäre € also die sinnvolle Vergleichseinheit.
Gas und Strom kosten nicht gleich viel.

Gute Zusammenfassung, ich denke in dem Bereich ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig. Ist noch nicht so präsent bei vielen, dass man mit Split-Klima heizen und viel Geld sparen kann.

Ein paar kleinere Korrekturen:

  • Seite 17 Nachspeicheröfen -> Nachtspeicheröfen
  • Seite 26 Link zeigt auf dein lokales Laufwerk und nicht ins Internet
  • Technisches Detail: Innengeräte würde ich auf der rechten Seite nicht direkt ohne Abstand zur Wand montieren. So kommst du im Wartungsfall nicht mehr an die Elektronik auf der rechten Seite. Auch etwas mehr Platz zur Decke hin würde ich vorsehen.

Bei aller Begeisterung zur Technologie würde ich auch immer über die Nachteile einer LLWP aufklären. Also auch eine kritische Auseinandersetzung damit. Sonst sind die Leute später enttäuscht, weil ihnen so manches vorenthalten wurde und sie mit der Lösung nicht zufrieden sind.

Ich nehme an, du beziehst dich auf Seite 14. Ich finde, das kann man so machen und verschleiert auch nichts. Da geht es um die zu bezahlende bzw. bezogene Energie, steht ja direkt oben. Man vergleicht die unterschiedlichen Lösungen, wie viel Energie bezogen und bezahlt werden muss.

Auf Seite 15 wäre interessant, wie man von 17.000 kWh Gas auf 10.000 kWh Wärmebedarf mit LLWP kommt. Das Gas Verluste hat, ist klar, aber 6000 kWh Verlust erscheint mir deutlich zu hoch. Da würde ich eher so 20% erwarten.

Ja, aber bezahlt wird in €, nicht in kWh. Wieviel kWh auf der Rechnung stehen ist eigentlich vollkommen irrelevant.

Beim Erdgas könnten in den 17000 kWh noch die 2452 kWh Erdgas für WW enthalten sein.
Aber auch dann sind weniger als 70% Wirkungsgrad für die Erdgasheizung schon sehr gering, vielleicht 40 Jahre alte Erdgasheizung, schlecht eingestellt, viel zu groß, kein Brennwert,...

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Da bin ich komplett gegenteiliger Meinung. € wären viel zu individuell, denn jeder zahlt komplett andere Preise für Strom und Gas. Mit kWh kann sich somit jeder anhand seiner eigenen Preise die Ersparnis selbst ausrechnen.

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Ja, das kann in der Tat etwas missverständlich sein, wenn man liest "86% weniger zu bezahlende Energie." Der Satz ist zwar korrekt, aber viele werden wohl eher verstehen, dass man 86% weniger Kosten zu erwarten hat.

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Vielen Dank für die Kritikpunkte und Fragen. Wie komme ich von 17000kWh Gas auf 10000 kWh Wärme? Wir leben in einer Reihenhaussiedlung mit 58 Häusern (Wohneigentümergemeinsschaft). Die Gasheizung gehört allen Eigentümern und das heiße Wasser wird mit einem Verteilsystem von ca. 1976 vom zentralen Heizraum verteilt. Wenn man sich für die letzten sechs Jahre die Heizkostenabrechnung ansieht, stellt man fest, dass die abgerechnete Wärmemenge, die in den Kellern der Reihenhäusern gemessen wird, 40 bis 45% kleiner ist als die Gasmenge, die wir dafür einkaufen.

Und wo kommt die Nahwärme her? Habt ihr die auch noch parallel?

Die Nahwärme kommt aus der ((teil)-eigenen) Gasheizung. Durch Miteigentümerschaft hat man Einblick, wie effizient das Nahwärmenetz ist.
Gut, wenn das von 1976 ist, evtl. der Gaskessel mit hoher VL Temperatur auch, erklären sich die Verluste.

Die Erklärung macht dann die Aussage 17.000 kWh Erdgas --> 2500 kWh Strom leider noch fragwürdiger (auch wenn die Zahlen richtig sind), weil dem ein besonders ineffizientes Verteilnetz, evtl. gepaart mit altem Kessel und oder hoher VL Temperatur zu Grunde liegt.
Der geneigte Leser oder Zuhörer der Präsentation könnte dazu neigen, dass auf eigene Verhältnisse zu übertragen, übersieht aber evtl. die Fussnote: funktioniert nur mit altem, ineffizientem Nahwärmenetz.
(Ich weiß aber nicht, wie gut moderne Fern/Nahwärmenetze sind, da ranken sich auch Gerüchte um nicht besonders hohe Wirkungsgrade, bis die Wärme im Kelleranschluss endlich angekommen ist).
Wenn die Präsentation als Vortrag gehalten wird, kann natürlich wesentlich mehr Inhalt und Erklärung rübergebracht werden also die Folien einzeln wiedergeben können.
Nur Kernaussagen sollten schon für sich richtig dargestellt werden, auch ohne erläuternde Worte.

Genau, das fände ich auch wichtig. Man kann immer einen konkreten Fall betrachten inkl. ineffizienter Altanlage. Aber man sollte darüber auch aufklären, dass die Rechnung so günstig ist, weil das Altsystem so ineffizient war. Und auch mal Zahlen nennen, wie es im Vergleich zu einer effizienten modernen Brennwert-Gasheizung wäre.

ICH habe mir Dez. 2023 eine Monosplit in unser 45m2 großes Wohnzimmer installieren lassen. Ursprünglich auch mal als "Testballon", ob man denn damit wenigstens das Wz ab und an mal zuheizen könnte...

Stand heute ist, dass ich bereits den 2. Winter mein 2geschossiges EFH NUR noch mit der Splitklima beheize! Selbst der im Wz vorhandene Kamin wird lediglich noch zu "Ansichtszwecken" angefacht.

Die Lage de Wohnzimmers ist natürlich sehr zentral mit 2flügeliger Tür im EG zu Diele, Küche, HWR und Treppenaufgang zum OG mit Sz, Kz, Az und Bad.

ALLE Räumlichkeiten werden in dieser Konstellation ausreichend durchwärmt, Temperaturabfall in der Kette der Räume , natürlich bei offenen Türen passt dabei sehr gut: Wz 23° - Diele unten 21° - Küche 20° - Az oben 21° - Sz oben 18° - Bad oben 20°, bedarsweise beim Duschen wird hier für 5Min mit nem Heizstrahler nachgeholfen. That's it.

Und nun kommt der eigentliche Knaller: Energieverbrauch Jan.-Dez. 2024, inkl. Kühlen im Sommer (Verbrauch dabei lächerlich gering) liegt bei exakt 1.088 kWh! Beheizte Wohnfläche ca. 140m2.

Diese Effizienz ist einfach der Hammer! Aus Komfortgründen , vor allem zum Kühlen im Sommer im OG, wo die Klima im UG wegen mangelhafter Konvektion nach oben nicht funktioniert, werde ich mir noch ein Anlage im OG installieren lassen - und damit ist das Thema Energiewende für MICH soweit durch! Ein echter game changer, zumindest für meine spezifische Situation hier....

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Da ich kein neues Thema aufmachen möchte:
Die Nepura 4kw ist wie gesagt schon gesetzt. Nach einem Vor-Ort Termin habe ich mich nun dazu entschlossen doch schon jetzt noch eine Multi-Split mit 2 IG zusätzlich zu installieren. AG 4kw 2xIG 2,5kw. Die Frage ist nun ob innen auch Perfera oder Stylish/Emura. Gibt es hier abgesehen vom offensichtlichen Aussehen noch andere Unterschiede, die einen Mehrpreis rechtfertigen würden?