Empfehlung BKW-Speicher ca. 2 kWh, Nulleinspeisung

Hallo, was würdet ihr als Speicherlösung empfehlen,

  • Speicher ca. 2 kWh
  • als Nachrüstung für ein schon existierendes Balkonkraftwerk
  • Wechselrichter außen, Speicher aber mangels Überdachung eher innnen
  • Ausbauoption für brauchbares Energiemanagement (Home Automation o.ä.)
  • Erweiterung in der heimischen Unterverteilung: dort ist noch eine ganze DIN Hutschiene frei. Also Shelly, Zigbee-Meter o.ä., Dort steht auch die WLAN-Basis mit der Option für ein Zigbee-Gateway. Funktion: Bei externer Einspeisung aus dem Netz soll bevorzugt der Speicher geleert werden. Bevorzugt offene Systeme, um eine Nulleinspeisung zu realisieren
  • Bonus-Option: min. 1 kW Steckdose am Speicher

Beispielauswahl Stromerzeugung & -speicherung Energiespeicher Preisvergleich Geizhals Deutschland

Welche Speicher würdet ihr empfehlen - und warum?

Hast du durchschnittlich nur 400W Überschuss? Mir sind 6kWh zu knapp

Bisher brauche ich keinen Speicher, denn der Zähler dreht noch rückwärts. Aber das ist nur eine Frage der Zeit, bis der Versorger da wechselt.

Aktuell ernte ich ca. 1000 kWh/Jahr - aber der Überschuss entsteht fast nur im Sommer, wo ich auch den Wäschetrockner nicht brauche. Rechne ich mit 3 kWh/Tag, dann würden die 2 kWh schon mal etwas helfen, um die Verfügbarkeit aus dem Mittags-Hoch über den Tag verteilen zu können. Mehrere Tage davon autark leben zu können ist mit dem kleinen Balkonkraftwerk illusorisch.

Ich würde auch zu einem größeren Speicher tendieren aus mehreren Gründen:

  • Der Bedarf wird eher steigen als sinken
  • Man sollte die Speicher nicht ganz leer und nicht dauerhaft ganz voll haben
  • . . .

daher würde ich den Speicher gleich so dimensionieren, dass ich Reservern habe. Unter 3,5 - 4 kWh würde ich gar nicht erst anfangen. Denn wenn ich das Geld für einen Speicher shcon ausgebe, dann soll er auch nicht nur das absolute Minimum abfangen sondern auf längere Sicht seine Arbeit zuverlässig und ausreichend erledigen :wink:

Sonnige Grüße vom Nachtwind

Hallo,

ich würde zu folgendem Vorgehen raten, sobald du einen neuen Zähler von deinem Versorger hast:

  • Kauf oder Miete dir einen Everhome Ecotracker und miss damit mal über einen längeren Zeitraum deinen Verbrauch und deine Einspeisung des bisherigen Kraftwerkes, die App von Everhome ist da gradezu genial, was das Thema Auswertungen und Dokumentation angeht
  • Anhand des Verbrauchs/Erzeugung überschlage die Dimension der benötigten Batterien
  • Ich würde Dir aus meiner Erfahrung zu den Growatt Noah Batterien raten, da diese momentan relativ stabil laufen und sie mit dem Ecotracker sehr gut eine Verbrauchsabhängige Nulleinspeisung hinbekommen.

Warum empfehle ich dir das?

Den Ecotracker montierst du einfach auf dem IR-Feld deines Stromzählers, und must nicht noch zusätzlich am Schaltschrank arbeiten (wie z.B. mit dem Shelly 3EM Pro oder andern Zangenmessgeräten). Ja, du must da am Zähler mühevoll die PIN mit Lichtcode und allem eingeben, aber bei rechtzeitiger Planung und Beantragung der PIN kann sicher auch der Installateur für dich das Frickelige übernehmen. Der Ecotrcker arbeitet nahtlos mit der Everhome App zusammen und darüber kannst du dir jederzeit Angaben zum Stromverbrauch und Erzeugung und Co holen und das ganze auch Dokumentieren. Solche Sachen wie Datenschutz und Co lass ich mal aussen vor, da ist Everhome ein positives Beispiel in meinen Augen.

Die Growatt Noahs arbeiten mittlerweile, zumindest in meinem Dunstkreis (etwa 15 Batterien bei mir, bei den Schwiegereltern, bei Freunden und Verwandten) sehr sauber und fast problemlos. Das war nicht immer so, wie Du auch hier im Forum nachlesen kannst.

Was aber mittlerweile gut klappt, ist die Sache der Kombination Ecotracker mit Growatt Noah 2000. Bei mir laufen mittlerweile 4 Noah 2000 gestapelt (8kWh) seit Ende Februar ohne Störung und ohne Probleme durch.

Das wäre also das, was ich dir nun ohne größere Kenntnis deiner Anlage empfehlen würde.

Grüße

DarthMac1977

Danke für die lange Reaktion.
Was genau hilft mir der Ecotracker? Wieviel ich erzeuge verrät mir mein Wechselrichter. Wieviel ich verbrauche, das zeigt meine Stromrechnung.

Der Ecotracker selbst ist nutzlos für mich: der Stromzähler steht im Nachbargebäude, außerhalb meiner WLAN Reichweite. Daher brauche ich eher einen Verbrauchszähler in meiner lokalen Unterverteilung. Da habe ich eine freie Hutschiene - und die nötige Qualifikation, dort selbst einen Zähler einzubauen. Es muss daher nicht der Shelly mit Stromzangen sein sondern kann auch direkt in die Zuleitung eingeschleift werden.
Daher suche ich aber einen Speicher, der möglichst offen mit dem Zähler aushandeln kann, ob der Akku aufgeladen werden soll oder selbst einspeist.
Für den Noah spricht auch die von dir genutzte Stapelmöglichkeit. Aber ich gehe davon aus, dass du mehr als ein Balkonkraftwerk an PV-Leistung installiert hast!?

Es gibt auch eine simple Minimalvariante für wenig Geld, womit du schon viel sparst:

  • kleiner 2kWh Speicher (Growatt, Marstek usw.)
  • fixe Einspeisung der Grundlast

Das hat den Vorteil, dass du überhaupt kein Nulleinspeisungsgedöns brauchst, was oft genug nicht sauber funktioniert, Überhaupt sind diese ganzen BKW-Speicher oft noch so schlecht durchentwickelt, dass sie viel Ärger machen, besonders wenns noch um geregelten Betrieb geht.

Voraussetzung ist eine Grundlast von etwa 100 W oder höher. Dann wirst du deinen ganzen gespeicherten Strom des Tages auch Nachts wieder los.

In ein paar Jahren, wenn die Speicher endlich mal ausgereift sind und man für kleines Geld auch 5-10 kWh bekommt, kauft man nochmal neu.

So eine Minimalvariante kannst du für 300-500 Euro realisieren.

danke, aber ich suche tatsächlich nach einem Speicher zum Spielen - und deswegen Speicher mit relativ offener Schnittstelle (API), um hier ausprobieren zu können, was geht.

Meine aktuelle Grundlast kenne ich noch nicht, mangels Mess-Ausstattung im Verteiler. Die wollte ich erst installieren, wenn das nötige System bekannt ist. Ob die für die Erfassung der Grundlast hinreichend genau ist, das bleibt zu prüfen. Mir fehlen bisher Erfahrungswerte, wie hoch die Grundlast ist und woher sie käme:

  • Kühlschrank
  • Heizung
  • Router
  • DECT-Telefon
  • Standby-Verbrauch Drucker
  • Leerlaufverbrauch Wandwarzen

Der Rest sollte vernachlässigbar sein - aber vermutlich macht auch solcher Kleinkram wie Bewegungsmelder und Außenbeleuchtung ein wenig aus.

Da liegst du komplett falsch mit deiner Annahme. Die gesetzlichen 2.000 W werden eingehalten, und es ist sogar noch Luft zur Grenze hin.

Zähler abends fotografieren, Zähler morgens fotografieren, den Verbrauch durch die Stunden teilen, fedisch :sweat_smile:

Bitte was ist das?

Pi mal Daumen wird deine Grundlast um 100 - 150 W liegen, es sei denn diese Wandwarzen ziehen viel Saft.

L.G.

Die gesetzlichen 2.000 W werden eingehalten

Habe ich irgend einen Beitrag verpasst? Wer schreibt hier etwas von 2000 W und welche Annahme meinst du?

Du betreibst 8 kWh Speicher für ein Balkonkraftwerk mit 2000 Wp PV-Leistung? Das wirkt auf mich deutlich überdimensioniert, aber ich kenne deinen Verbrauch nicht. Wie sieht dein Jahresverbrauch aus, wieviel deckst du davon aus Eigenproduktion?

Das aktuelle “gesetzliche” Limit, laut VDE V 0126-95, beträgt nur noch 960 Watt.

“Wandwarzen” oder “power bricks” sind Bezeichnungen für Stecker-Netzteile wie z.B. für DECT-Ladestationen, Router, Laptops/Tablets/Smarphones, die oft nicht mehr ausgesteckt werden, sondern im permanenten Standby laufen. Manche verwenden sogar Steckdosen mit eingebauten USB-Netzteilen, die bestenfalls über die Sicherung abschaltbar sind.

Zähler abends fotografieren, Zähler morgens fotografieren, den Verbrauch durch die Stunden teilen, fedisch

außer, jemand geht nochmal auf’s Klo, gönnt sich einen Mitternachts-Snack, hat eine Schlaflos-Nacht-Session usw. Im Single-Haushalt geht das einfacher zu beobachten als mit Familie. Außerdem dürfte die Heizungspumpe im Winter sich deutlich anders auswirken als im Sommer.
Aber ein Versuch schadet ja nicht…

Du selbst….

Du selbst….

Sorry, mit deiner Zitierweise komme ich überhaupt nicht klar. Der Verweis auf 2000 Watt war leider reichlich unklar. Da bleiben noch viel mehr Fragen offen. Was bedeuten deine “Luft zur Grenze”? Sehe ich mir NOAH 2000 Battery | Speicher für Balkonkraftwerk | Growatt an, so hast du scheinbar deine PV direkt an den zwei MPPT-Eingängen angeschlossen - die nur max. 1800 W erlauben und 2*800 W empfehlen.

Bleiben die MPPT-Eingänge der drei weiteren Noahs ungenutzt oder hast du dort weitere Panels angeschlossen? Scheinbar nicht, wenn du deine max. 2000 W betonst - aber damit hast du drei unnötige Wechselrichter und sonstige Elektronik mit dazu gekauft. Ich sehe bei der Noah 2000 nicht wie bei anderen Herstellern Erweiterungsmodule, die nur aus Batterie plus BMS bestehen würden.

Den Grundverbrauch kannst du doch auch bei einem Ferraris ganz simpel herausfinden: Einfach alles außer Grundlast ausschalten (auch Kühlschränke, die sind fast nie Grundlast, weil sie zyklisch ein- und ausschalten). Dann abwarten, bis die rote Markierung der Scheibe an einem definierten Punkt angekommen ist. Stoppuhr starten und abwarten, bis die Markierung wieder angekommen ist.

Auf jedem Zähler steht, wie viel Umdrehungen pro kWh. Der Rest ist einfache Mathematik. Wer nicht weiß, wie, nimmt eine KI.