''Elternsicher'' Wechselrichter gesucht

Hallo zusammen,

dies ist mein erster Beitrag hier. Ich beschäftige mich ganz frisch mit dem Thema PV, da bei meinen Eltern (Einfamilienhaus) nun der nächste Schritt ansteht.

Die Ausgangslage: Es wurde kürzlich eine neue Bosch Wärmepumpe eingebaut. Jetzt soll eine PV-Anlage mit Speicher aufs Dach kommen, um das System abzurunden. Das Dach ist leider nicht ideal ausgerichtet (Beschattung/Ausrichtung ist eher suboptimal), daher erwarten wir keine absoluten Spitzenerträge, wollen aber das Beste rausholen.

Die Herausforderung: Ich wohne nicht vor Ort. Meine Eltern haben absolut kein technisches Verständnis. Die Anlage muss zu 100% "selbstlaufend" sein (Install & Forget). Wenn eine rote Lampe blinkt oder eine App neu verbunden werden muss, bin ich derjenige, der das aus der Ferne lösen muss. Es darf also keine Bastellösung sein.

Meine Fragen an euch:

  1. Welchen Wechselrichter-Hersteller würdet ihr für dieses Szenario empfehlen? Mir ist wichtig, dass die Hardware extrem zuverlässig läuft und ich eine gute Fernüberwachung (App/Portal) habe, um nach dem Rechten zu sehen, ohne dass meine Eltern etwas tun müssen. In der engeren Auswahl hatte ich bisher SMA, Fronius oder Sungrow. Was ist hier am stressfreiesten?

  2. Sinnhaftigkeit der WP-Anbindung (SG-Ready vs. EMS): Da das Dach wie gesagt nicht ideal ist, stelle ich mir die Frage, wie aufwendig die Vernetzung mit der Bosch WP sein muss. Meine Theorie: Im Winter habe ich eh kaum Ertrag für die WP übrig. Im Sommer sind die Speicher eh voll. Lohnt sich da überhaupt ein teures Energiemanagement-System (EMS) oder eine aufwendige Bus-Verbindung? Reicht es nicht völlig aus, einfach den SG-Ready Kontakt (Schaltausgang) des Wechselrichters zu nutzen, um der WP bei vollem Akku das Signal zur Temperaturerhöhung zu geben?

Ich freue mich sehr über eure Erfahrungen und Tipps!
Vielen Dank und Grüße

Es stellt sich die Frage, wie groß das Dach ist und wieviel Module/Leistung installiert werden können oder sollen.

Wenn es komplexe Situationen gibt, mit verschieden Ausrichtungen oder Schatten könnten sich auch Systeme mit Mikrowechselrichtern bzw., Optimieren anbieten. Hier zu nennen sind EnPhase oder SolarEdge. Ich meine Huawei hat auch was und dann gibt es noch ein paar andere.

Eine PV mit Hybrid-WR und Speicher kann man in der Regel ohne Betreuung betreiben.

Wenn ein EMS mit beiden oder allen Komponenten spricht, braucht man nach der Einrichtung auch keine Pflege.

Optimieringspotential lässt man dann natürlich liegen, ist in dem Szenario aber so gewollt.

Also nehmen wir an man will das so machen. Die Idee die Wärmepumpe zu unterstützen ist nicht neu, aber leider nicht funktionabel. Mit der PV schafft man es, vielleicht, den Haushaltsstrombedarf im Winter zu erzeugen.

Ich würde wegen Schatten etc. in jedem Fall was PV-Optimierer verwenden. Am besten sogar pro Modul, damit bei vorbeiziehendem Schatten keine Probleme auftauchen und die Gesamtleistung runtergezogen wird.

Akku würde ich benutzen um im Sommer kaum Netzbezug zu bekommen. Max. einen Tagesbedarf.

Ich wüsste jetzt nicht, was an einer handelsüblichen PV-Anlage vom Installateur bedienungsaufwändig wäre. Üblicherweise installiert der die Anlage, schaltet die ein, und danach muß man genau gar nichts mehr da dran tun. Uns selbst wenn man wollte, man kann gar nichts dran tun. Nicht mal eine App ist erforderlich.
Welchen Wechselrichter aus deiner Liste du wählst, ist völlig egal.

Wo ist also das Problem?

Oliver

Ich denke, Fronius mit BYD Speicher ist relativ stressfrei. Deren cloud läuft in EU. kostet halt etwas mehr.

Ich habe den Fronius Gen24 mit BYD Speicher - der steuert auch das SG Ready Signal. Wenn alles eingerichtet ist, läuft das Gerät von allein.
Ich hatte bisher da noch keine Probleme.

Die Anlage kann man aus der Ferne kontrollieren und auch Updates lassen sich aus der Ferne installieren.