Ich habe inmitten von Frankfurt am Main riesen Probleme eine/n Elektriker*in zu finden, die meine Balkon-PV "abnimmt". Die Rhein-Main-Netzdienste verlangt die Angabe eines Elektriker-Fachbetriebes beim Anmelden der Anlage. Dies würde ich gerne auf jeden Fall vornehmen. Meine Eigentümergemeinschaft ist mit dem Thema teilweise sehr auf Kriegsfuß, und es war schon ein riesen (monatelanger) Kampf, hier überhaupt mein Recht durchzusetzen.
Ich bekomme die Verkabelung ohne weiteres hin. Die Anlage soll an der Phase Wohnzimmer/Balkon hängen, und gerne installiere ich (lasse ich installieren) eine kleinere Sicherung sowie einen zusätzlichen Schutzschalter. Leider habe ich bisher 7 Absagen kassiert, die von "die Haftung übernehmen wir nicht" bis hin zu "Solar machen wir nicht" reichen. Aus diesem Grund kann ich die Anlage auch nicht anmelden da ich nicht weiß, wen ich bei der Anmeldung angeben soll. Bisher nutze ich nur den Gleichstrom (12V) meines einen 420W Panels über eine Autobatterie für meinen Router und Homeserver, ein zweites 420W Panel und ein Wechselrichter soll aber folgen.
Gibt es hier irgendwelche Tipps? Selbst mein befreundeter Elektriker will mit der Thematik nix am Hut haben...
die Ablehnung laufen darauf hinaus das an einer Anmeldung kein Elektriker was verdient.
hättest du gesagt dass eine Wiland-Steckdose installiert werden soll wäre das vielleicht anders angelaufen.
der elektriktrick hätte dir eine gesalzene Rechnung geschrieben und dafür hättest du auch eine Bestätigung verlangen können.
in DE ist es mit Handwerkern dieser Zunft und noch schlimmer mit den Heizungsbauern leider mehr als arrogant peinlich geworden.
Sehe ich das richtig, dass es sich hier um ein Balkonkraftwerk mit einem Wechselrichter kleiner gleich 600 Watt handelt? Dann im Startseite | MaStR registrieren und den Netzbetreiber informieren. Fertig. Der hat nichts zu verlangen.
Moin, das ist richtig (600 Watt Mikrowechselrichter). Leider verlangt der Netzbetreiber (NetzDienste RheinMain) hier auf der Online-Anmeldeseite:
Die Angabe eines "Anlagenerrichter (AE) / Elektrofachbetrieb" (siehe Screenshot). Diese Angabe ist auch leider Pflicht. Ihr sagt also, im Zweifel einfach die formlose Anmeldung per Email/Einschreiben beim Netzbetreiber vornehmen (damit ein "Anmeldenachweis" vorliegt), oder mich selbst dort beim Elektriker eintragen? Sollte ja eigentlich nichts passieren...
Das ist die typische Vorgehensweise der mainova. Netz Dienste ist eine tochterfirma.
Ich würde mir den Vordruck von e-netz nehmen, ausfüllen, überall den Namen netz Dienste eintragen, e-netz durchstreichen und den Netz Diensten per Mail den vordruck zukommen lassen. (Steht auch was wegen Kosten Zähler Tausch drin...)
Zu info
Interessant ist Punkt 16.
Wichtig, Meldung marktstamm register und netzbetreiber informieren wegen eventuellen zählertausch.
Vielen Dank an euch - wieder was gelernt! Ich werd's so machen wie vorgeschlagen, den Nachweis aufheben und mich danach auf "stur" stellen, bzw. bei Nachfragen auf meine Anmeldung verweisen. Am Ende haben die ja keine Handhabe über gar nichts.
Als Wechselrichter habe ich den Deye 600W SUN600G3-EU-230 Micro-Wechselrichter in Bestellung, der wohl ein umgelabeter Bosswerk MI600 ist. Das Einheitenzertifikat muss man bei Mainova/RM-Netzdienste initial gar nicht mitschicken, sondern nur auf Nachfrage vorlegen. Ich würde die Dokumente im Anhang nehmen, die ich bei google gefunden habe (wenn überhaupt jemand fragt). Ich halte euch auf dem Laufenden!
Es sieht auch so aus, dass die Netzbetreiber mit Fachkräftemangelnzu tun haben. Was interessiert die da ein Balkonkraftwerk bei dem sie nichts zu melden haben. Du machst es richtig.
@tonigu ja genau so wollte ich's auch machen. Die Dokumente leg ich mir nur ab, falls was kommt. Ansonsten sollen die sich halt melden, wenn sie was wollen.