ich möchte endlich die PV-Überhöhung der Wärmepumpe meiner Eltern optimal einstellen und suche nach sinnvollen Parametern.
Die Steuerung erfolgt über einen Shelly Pro 1, den ich gerne per Home Assistant Automation ansteuern möchte. Der Installateur hat den Shelly zwar eingebaut und ins Sunny Portal integriert, jedoch keine weiteren Einstellungen vorgenommen.
Aus dem Bauch heraus würde ich die PV-Überhöhung beispielsweise freigeben, wenn die Einspeiseleistung für 10 Minuten über 3 kW liegt und noch diverse Bedingungen erfüllt sind (z.b. SOC über 50%). Idealerweise würde ich aber auch Wetterprognosen mit einbeziehen, um die Steuerung noch effizienter zu gestalten.
Hat jemand Erfahrung oder Tipps zu sinnvollen Einstellwerten?
Würde ich auch erstmal so machen und sind doch erstmal gute Parameter für den Start. Eine Optimierung und Erweiterung der Bedingungen kannst du dann immer noch machen. Ein ausschalten dieser Automation sollte immer möglich sein.
Der Einstellwert sollte ja mit der Leistung der WP zusammenpassen.
Da brauch es erst einmal ein paar Erfahrungswerte, was die WP so an Energie aufnimmt.
Ich habe für meine WPL-A 07 erst einmal 2kW eingestellt, über diesen Wert ist sie noch nie gekommen. Wenn wieder genügend Sonne ist werde ich das auch anpassen müssen.
Das ganze gespiele mit WP hochjubeln halte ich für überbewertet.
Der COP der WP wird, gerade wenn es kalt ist, dadurch massiv versaut (viel zu hohe Vorlauftemperatur).
Dazu sehe ich an meiner WP, wenn ich zwischendurch mal für 2-3 Tage auf Gas umschalte, wie sie sehr lange braucht, bis sie sich wieder eingeschwungen hat. Etwa einen halben bis ganzen Tag. In der Zeit ist der COP natürlich auch schlechter als normal.
Unterm Strich habe ich mit meinen diesbezüglichen Versuchen aufgehört.
Meine PV hat auch rund 12 kWp ...
Der COP ist doch fast egal wenn es "kostenloser" PV Strom ist.
Das heizen auf eine höhere Temperatur über den Tag, kann schon reichen um am nächsten Morgen noch genug Wärme im Tank zu haben damit die BWWP nicht anspringt, oder weniger nachheizen muss.
Ob es überberwertet ist oder nicht liegt daran, wieviel kw/h gespart werden weil die BWWP am nächsten morgen nicht oder kürzer läuft.
So pauschal lässt sich das meiner Meinung nach nicht beantworten, da viele Faktoren eine Rolle spielen. Zunächst sollte man sich überlegen, welches Ziel man eigentlich verfolgt:
Ökonomische Eigenversorgung – also möglichst viel PV-Strom selbst nutzen, um Kosten zu sparen Ökologische Eigenversorgung – also die Wärmepumpe so steuern, dass der CO₂-Fußabdruck minimiert wird
Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Einflussgrößen:
Einspeisevergütung – Wie hoch ist sie im Vergleich zu den Stromkosten? Pufferspeicher – Gibt es einen? Falls ja, wie groß ist er? Heizsystem – Fußbodenheizung, Heizkörper oder eine Kombination? Steuerungsziel – Soll mit PV-Überschuss nur Warmwasser bereitet, nur die Heizung unterstützt oder beides beeinflusst werden? Regelverhalten der Wärmepumpe – Wie schnell kann sie auf PV-Überschuss reagieren?
Ich persönlich nutze PV-Überschuss nur für die Warmwasserbereitung, da es bei meinen Eltern nur zwei Fußbodenheizungen gibt und ansonsten Heizkörper, sodass wenig Speichermasse im Estrich vorhanden ist. Zudem läuft die Wärmepumpe im PV-Überschussmodus sehr langsam (max. 35 % Verdichtergeschwindigkeit), sodass gar nicht so viel Leistung benötigt wird. Außerdem ist bei viel PV-Strom oft ohnehin keine Heizung nötig, da die solaren Gewinne – insbesondere bei 2-fach-Verglasung – hoch genug sind.
Das Thema ist komplex und lässt sich nicht einfach mit „macht Sinn“ oder „ist Quatsch“ beantworten. Trotzdem würde mich interessieren, welche Einstellwerte andere hier nutzen. Vielen Dank für eure Beteiligung an der Diskussion!