ich bin kompletter Einsteiger und möchte auf meiner Garage ein Steckersolargerät aufbauen, um erstmal Erfahrung zu sammeln. Ich würde mich über Empfehlungen zu Modulen, Wechselrichter und Flachdach-Gestell freuen.
Ausgangssituation:
Garage gemauert (keine Fertiggarage), Flachdach, 3,5 x 9 m
Dachbelag: Bitumen
Lange Seite zeigt nach: Südost (ca. 143°) bzw. Nordwest, Garagentor nach Nordost, Rückseite nach Südwest
Verschattung: Nachbarhaus im Südosten, ca. 3,5 m von meiner Garage entfernt. Mein eigenes Haus steht im Nordwesten. Hinter der Garage (Südwest) ist nur freier Garten
Garage steht direkt neben dem Haus, Steckdose in der Garage vorhanden
Wieland-Steckdose auf eigenem Stromkreis lasse ich vom Elektriker setzen
Windzone 2
Mein Plan:
4 bifaziale Module, zusammen max. 2000 Wp
800-W-Wechselrichter mit 4 Eingängen
Ballastgestell ohne Bohren, mit Bautenschutzmatten
Erstmal ohne Speicher
Meine Fragen:
Welche Module/Wechselrichter-Kombi würdet ihr empfehlen? Lieber Komplettset oder Module + WR als Set und Gestell separat?
Welches Flachdach-Gestell hat sich bei euch bewährt, auch im Hinblick auf eine spätere Erweiterung?
Südost, Südwest (Richtung Garten) oder Ost-West – was würdet ihr bei meiner Lage machen?
Willkommen im Forum! Gestell ist jetzt bei mir schon wieder 2 Jahre her, daß ich für meine Eltern was gekauft hatte (Venturama, Hausmarke?). Warum nicht gleich nen Akku, bei den heutigen Preisen? Davon hängt dann auch bischen die Ausrichtung ab.
Gestell auf meiner Garage ist die Valkbox 3. Wegen des integrierten Bautenschutz finde ich die gut und eine durchdachte Lösung.
Module müssen zum WR passen, hast aber oft keine wirklichen Unterschiede. Kaufen was liefert oder was in der Nähe abholbar ist, sofern du es transportiert bekommst.
Beim WR: Würde mir überlegen auch gleich auf etwas integriertes zu gehen das WR + Akku enthält. Für Nulleinspeisung brauchst du dann aber noch ein Messgerät in Zählernähe und eine Kommunikationsverbindung.
Dann ist noch zu erwähnen das du auch mehr als 2kwp installieren darfst wenn diu die Anlage beim Netzbetreiber anmeldest. Dein Garagendach gäbe das glaube ich her. Weil Module nix mehr kosten könnte man das gleich so machen. Mein Garagendach ist nach Süd ausgerichtet. Ich habe aber auch nach Norden Solar
Mit der kannst du bei der Dachgrösse etwas mit der Ausrichtung spielen.
Module eigentlich egal. Nahe an die 2000 Wp gehen. Würde bei BKW eher mit höherer Spannung nehmen.
WR mit guten Rezessionen nehmen, nicht auf den letzten Euro gucken. Natürlich mit zwei MPPT, jeweils ein Modul mit unterschiedlichen Ausrichichtung parallel mit Y-Kabel anschließen.
Ich habe gerade, um endlich einmal anzufangen, eine kleine Anlage auf das Garagendach geschraubt. Dach ist mit 5° Neigung nach Norden ausgerichtet und wird zum Teil leider durch Hausdach verschattet. Als ich mich dazu entschlossen habe, stand die Sonne noch erheblich höher. Nun weiß ich wieder, warum damals eigentlich beim Garagen- Dach- Neubau PV nicht in Frage kam. Dach 5° nach Norden und teilweise hinter dem Hausdach- Giebel ist und bleibt doof. Also Solarplatten in Ost- West- Ausrichtichtung in der max Neigung, die die Halter hergeben, drauf geschraubt.... und die Enttäuschung ist aktuell doch recht groß. Den 5kw Speicher habe ich bisher nur einmal voll bekommen. Das ist doch sehr enttäuschend.
Ja, ich habe auch noch ein klassisches Balkonkraftwerk 90° am Südgiebel hängen....
zwei mal 300 Watt mit zwei kleinen Wechselrichtern.
Das funktioniert gut in den frühen Monaten und wird jetzt um diese Zeit morgens / vormittags wieder recht erfolgreich, schafft aber maximal wegen der 90° an der Wand 520 Watt von angeblich 600 möglichen Watt. Auch das ist nicht optimal aufgehängt. Bei den ungünstigen Windverhältnissen wird das aber nicht vom Giebel mit Neigung montiert.
Mein Tip: Es gibt Speicher- Balkonanlagen, die Du mit 800 Watt oder nach Anmeldung offiziell auch mit mehr Einspeiseleistung betreiben kannst. Aber bei diesen Anlagen ist es dann wichtig, so viel wie möglich zu ernten, d.h. die Solarpaneele dann doch in Richtung Süden ausgerichtet und dann ab mit allem was geht in den Speicher!!! Speicher voll? Gut. Speicher erweitern
Du bekomst eine Anker solix 4 e 5000 pro Okta XL Anlage mit 8 Paneelen für 2300 Euro.
Wenn Du den Rabatt- Kot findest, dann gibt´s 5% Rabatt = 2150 Euro.
Es gibt aber auch andere, die man für gleiches Geld genau so gut nehmen kann.
Aus einem Gotools- Youtube- Video ist mir neulich eine teurere Lösung im Gedächtnis geblieben mit einer jeweils (bis min. jeweils 3 Stk.) getrennten Steuer und Akku- Einheit, wobei die Einspeisung aktiv überwacht wird und so am Schuko- Stecker über 2 KW ... ohne die elende Wieland- Steckdose ... möglich ist, während an jedem Speicher 4 ppt.... Eingänge vorhanden sind. Das wäre meine aktuelle Luxus- Empfehlung, wenn Kohle keine Rolle spielen würde.... drei solche Geräte mit je 4 Anschlüssen für min jeweils 2 Solarpaneelen, das wäre (nach und nach) voll ausgebaut 3x4x2= 24 Module mit je 500 Watt = 12 kw
mit min. 15 KW speicher und < 2000 x3 = über 6kw Einspeiseleistung... ohne Wieland
Du hast ein Dach in Südausrichtung. Freu dich! Klopp es voll! Nimm gleich Speicher!
Wenn Anker: Achtung, es gibt einen Stecker für ca 16,- Euro (!), den Du direkt ans Hausstromkabel und dann direkt in die Anker Solex 4 oder Anker Solex Max stecken kannst... dann kannst Du den Quatsch mit Wieland vermeiden... und eigentlich noch mehr als mit der viel zu teuren Wieland einspeisen.
Dann gibt es hier im Forum unendlich geniale Tips: Nimm einen Everhome Eco Tracker, den kannst Du einfach auf die optische Schnittstelle mit Magnet klatschen und bist das Thema Smartmeter los... geht echt gut....
Ach ja: Wenn das erste alte Balkonkraftwerk noch parallel in Betrieb neben der neuen Anlage wäre, dann würde die Anker Solix 4 E5000 pro im Modus Eigenverbrauch, wenn man eingestellt hätte, daß es noch weitere Solar- Anlagen im Netz gibt, den Überschuß der anderen Solaranlage mit berücksichtigen und einfach mit speichern, bevor der unbezahlt als Spende ins Netz gehen würde. Das hätte was
Bei den aktuellen Preisen der PV- Anlagen halte ich kleine Anlagen ohne Speicher für einen Fehler.
Vier Module mit 2 kw liefern in der Vormittagszeit garantiert so viel Strom, daß Du den nicht nutzen wirst und den dann unbezahlt ins Netz stiftest. Abends geht immer das Licht aus... und der gestiftete Strom, der nun verbraucht werden könnte, ist weg. Das wird dich schneller ärgern als Du es jetzt glaubst
Danke JensDecker , @maltes und @pv757 für die Tipps!
Die Valkbox 3 schaue ich mir auf jeden Fall an, der integrierte Dachschutz ist für mein Bitumendach genau das Richtige.
Ich habe mich entschieden, erstmal ohne Akku und mit max. 2000 Wp zu starten. Es geht mir erstmal ums Ausprobieren und Herantasten. Der Akku-Markt ist mir ehrlich gesagt noch zu unübersichtlich: Die Preise sind sehr unterschiedlich, jedes Jahr kommt etwas Neues, und bei der Qualität bin ich unsicher. Falls später eine größere PV aufs Hausdach kommt, plane ich den Akku dann richtig mit ein. Wenn ihr aber einen Akku kennt, mit dem ihr gute Erfahrungen gemacht habt und den ich später einfach nachrüsten kann, freue ich mich über einen Tipp.
Drei Fragen sind für mich noch offen:
Welchen Wechselrichter mit 4 Eingängen würdet ihr für meinen Fall empfehlen? Und falls es sinnvoll ist, schon jetzt einen zu nehmen, der später gut mit einem Akku zusammenarbeitet, sagt gern Bescheid.
Ohne Akku: Wie würdet ihr bei meiner Lage ausrichten – Südwest Richtung Garten, Südost Richtung Nachbarhaus (ca. 3,5 m entfernt) oder aufgeteilt?
Macht es bei den Modulen wirklich kaum einen Unterschied? Oder würdet ihr auf etwas Bestimmtes achten, z. B. wegen der Teilverschattung durch das Nachbarhaus oder bei Garantie und Haltbarkeit?
Und noch eine Frage an alle, die mitlesen: Welche Module habt ihr selbst im Einsatz und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Was wäre eurer Meinung nach für meinen Fall (Valkbox 3, Teilverschattung, 4 Module) gerade das Beste auf dem Markt? Ich würde mich über eure Erfahrungen sehr freuen.
@w_w Danke für die ausführliche Antwort und dass du deine Erfahrungen teilst! Das mit deiner Garage nach Norden ist echt ärgerlich, das zeigt mir, wie wichtig Ausrichtung und Schatten sind.
Kleine Korrektur zu meiner Lage: Mein Garagendach zeigt nicht ganz nach Süden. Die Module würden nach Südwest oder Südost schauen, und im Südosten steht das Nachbarhaus nur ca. 3,5 m entfernt.
Dein Argument mit dem Akku verstehe ich. Wie oben geschrieben, ist mir der Akku-Markt aber gerade noch zu unübersichtlich. Deshalb möchte ich erstmal ohne starten und mit einem Lesekopf beobachten, wie viel Überschuss wirklich übrig bleibt. Wenn es viel ist, rüste ich einen AC-Speicher nach. Der Tipp mit dem Everhome EcoTracker kommt mir dafür gerade recht!
Beim Anschluss gehe ich lieber auf Nummer sicher und lasse die Wieland-Steckdose vom Elektriker setzen.
OK, in dem Kontext kann ich es verstehen, da will man keinen "Spielzeug" Akku haben, wo man dann schaun darf, wie man den weiter mit nutzen kann. Hoymiles ist für seine Wechselrichter recht bekannt und hat auch zumindest ein Akkusystem, wo man den WR direkt an den Hoymiles Akku anschließt. Ob das preis/leistungsmäßig Sinn macht, sei mal dahingestellt, notfalls vertickst Du den WR halt, wenn es doch bei ner kleinen Lösung mit kleinem Plug&Play Akku bleibt. Bei mir werkelt ein DIY 14 kWh Akku an einem Victron Multiplus 48/5000/70, im Prinzip unabhängig von dem alten kleinen String-WR meines ersten BKWs und dem Fronius Symo der dazukam als die Bedingungen für ne größere PV gegeben waren. Mit Hybrid-WR für PV und Akku wird man das sicherlich auch hinbekommen.
Ich kann Dir nach wie vor nur noch einmal "dringend" dazu raten, bei den aktuellen Preisen gleich mit einem kleinen Speicher anzufangen.
Was bei mir für große Anlagen hängen geblieben ist und was man eigentlich nur schwer glauben kann:
Das hier wurde zu Traumpreisen bei Bauform24 vorgestellt.
André hat sich eine Riesenanlage installiert....
bei der vermuteten Firmen- Unterstützung wohl auch kein Wunder.
... die Vorschläge sind auf der verlinkten Seite als Bauforum 24 Set aufgeführt.
Das würde ich als große Lösung zumindest bei der Preisfindung berücksichtigen.
Das das dann mit vorhandenen anderen Speichern funktioniert - da hoffe ich auch Solalex
Die Anker Solix 4 pro wurde hier mal angesprochen....
Keine Video- Heiligsprechung... einfach nur, weil sie angesprochen wurde.
Das Video hat ein anderer Hersteller wohl gesehen und daraufhin seine Anlage zur Vorstellung zur Verfügung gestellt:
Das ist die teurere Lösung... klingt aber eben wegen der Schuko >2 Kw Lösung sehr interessant
Wenn Dir das zu teuer ist: Es gibt kleinere Anlagen - Vorgängermodelle - Anker solix 3 etc. nochmals deutlich günstiger.... mußt Du selber ein klein wenig suchen
Mein 600Watt Balkonkraftwerk habe / hatte ich schon sehr lange.
Die Kosten bekomme ich glaube ich mit 90° Süd Giebel- Montage nur knapp wieder raus.
Bei dem geringen Ertrag ärgern einen selbst die wenigen verschenkten (51) KW- Stunden schon sehr.