Einphasiges EES sinnvoll erweitern?

Hi zusammen,

mein einphasiges ESS läuft nun seit 4 Wochen, das System besteht bislang aus 1x Multiplus 5000, SmartSolar MPPT 250/100 (daran hängen 4,15 kWp) sowie der Batterie (16*280Ah mit JK BMS).

Die Solarpanele sind aktuell auf der Garage installiert und nun soll nach der Neueindeckung des Hausdaches die Anlage direkt erweitert werden.

Auf das Hausdach (ggf. noch ein Bisschen was am Balkon) passen noch einmal 5-6 kWp die dann Sinnvoll in das System Eingebungen werden sollen.

Ich würde Überschüsse am Ende gern einspeisen, gibt da ja kaum was aber verschenken möchte ich das auch nicht.

Zwei mögliche Optionen:

  1. Fronius Primo 4.6-1 an den AC-Out vom Multiplus (Ist das dann aber zulässig? Hätte ich hier nicht eine enorme Schieflast weil sich die Leistung vom Multiplus & Fronius addiert?) hier wäre das System dann Schwarzstart fähig, wäre mir Aktuell aber noch nicht so besonders wichtig.

  2. Fronius Symo 5.0-3 oder 6.0-3 Netzparallel vor den Victron, sodass dieser dann bei einem Stromausfall natürlich ohne Funktion wäre.

Ich habe zur Zeit keine Geräte im Haus die 3 Phasen benötigen, sodass für den Fall der Fälle eben auch kein 3 phasiger Ersatzstrom benötigt wird.

Also wie am besten weiter machen?

Viele Grüße

Dennis

Ich bin mir wegen der Factor 1 Rule nicht sicher ob du den Primo am ACout betreiben kannst. MP5000 kann ja 4000W. Worauf genau sich die Regel bezieht (Wirk- oder Scheinleistung) hab ich noch nicht rausgefunden.

Klar Schieflast ist ein Problem wenn der MP2 einspeist und der Solarwechselrichter. Aber warum sollte der MP einspeisen (das würde er ja nur zur Kompensation des Eigenverbrauchs machen)?

Schau mal ob und wann du was von Fronius bekommst. Die haben eine lange Warteliste > 12 Monate (stand letzten Jahres) für den Primo und Symo.

Ich würde den WR an ACin hängen auf eine andere Phase oder 3 phasig, falls du noch erweitern möchtest. Für den Stromausfall hast du ja den MPPT der dir den Akku voll macht.

Damit der Victron überhaupt Notstrom bereitstellen kann muss er ja entsprechend in der Hausverteilung eingebunden sein. Wenn das der Fall ist, kann man sich darüber weiter Gedanken machen. Tatsächlichen Notstrom nur einphasig halte ich eh für unvorteilhaft. Dann macht man halt ein zwei Steckdosen am AC-Out vom Victron. Ganz tot wäre er ja sowieso nicht. Beim Stromausfall könnte ja zumindest vom MPPT nachgeladen werden und am AC-Out weiter bereitstellen.

Der Rest ist Deine Entscheidung. Aber wahrscheinlich geht es wegen der Schieflast eh nicht anders. Ich gehe auch mal davon aus, dass Du es nicht genehmigt bekommst einen einphasigen Fronius mit auf die gleiche Phase wie den Victron zu legen. Deshalb stellt sich die Frage vielleicht auch garnicht... :smiley:

Hallo Dennis

Wenn du Einspeisen willst, sagst du das dem Multiplus im ESS und der macht das dann.

Wofür zusätzlich den Fronius? Mal abgesehen davon, ob du den Fronius überhaupt in diesem Jahr noch kaufen kannst.

Die PV Erweiterung wird mit einem zusätzlichen MPPT direkt auf die Batterie geklemmt. Das ist doch einfach.

mit freundlichen Grüßen

Thomas

Er hat jetzt schon über 4kWp als MPPT am MP2 5000. Der ist damit ausgelastet wenn der Akku voll ist. Es wäre doch Sinnlos da noch mehr drauf zu legen...

Der Victron ist schon so installiert das ein Teil des Hauses über den AC-Out1 läuft, sodass die wichtigsten Geräte (Kühlschrank, Heizung, Aquarium und ein paar Lichter) weiter funktionieren.

Das ESS ist aktuell so eingestellt das eine DC Einspeisung statt findet wenn der Akku voll ist und das Haus versorgt ist, das würde ich auch gern so beibehalten damit nichts verschenkt wird :slight_smile: Aber auch mit einem 3 phsigen WR hätte ich dann vermutlich auf einer Phase das Problem mit der Schieflast wenn Victron und Fronius zusammen einspeisen?

Soweit ich weis ist Schieflast ja der Unterschied im momentanen Zustand. Von daher wäre ein 3-Phasiger wirklich eher sinnvoll. Der würde auf drei Phasen gleichmäßig liefern. Die Last des MP käme dann on Top und im aktuellen Zustand dürfte die Schieflast X nicht überschreiten. Das regelt der glaube ich aber auch dynamisch aus.

nö, ein 3~ PV WR teilt seine Energie symetrisch auf

:wink:

dies mag zwar sein, aber ist für Einspeisung wenig kluk.

Am TO seiner Stelle sollte dieser sich eher darüber Gedanken machen, wenn das mit dem "Einspeisen" solch einen hohen Stellenwert besitzt, den PV WR so gross zu machen, das 90% seiner solarmodule auf diesen geschaltet werden, er sich einen kleinen MPPT (Schwarzstart) für die anderen 10% besorgt, und seinen "grossen" nun ja überflüssigen 250/100 an jemanden verkauft, der diesen sinnvoller nutzen kann/wird.

Hallo

Was hat den die Wechselrichterleistung mit der Spitzenleistung der Solarpanele zu tun?

Der MP2 kann 4KW aus der Batterie erzeugen, für Lastspitzen darüber habe ich ja noch einen Netzanschluss.

Die Panele sollen die Batterie auch bei schlechtem Wetter noch voll bekommen, da gilt: Viel hilft viel.

Dafür schaffe ich mir doch ein Victron System an, bei dem diese Parameter nicht voneinander abhängig sind.

mit freundlichen Grüßen

Thomas

Wenn es auf die volle Leistung der PV bei Netzausfall nicht ankommt, bau die neue PV einfach mit einem 3-phasigen Wechselrichter direkt ans Netz. Dreiphasig muß bei der bei der Leistung sein. Der Victron hängt dann netzparallel. Bei voller Sonne und leerer Batterie lädt die dann mit der maximalen Leistung des MPPT plus ca. 3,5kW aus dem Victron.

Oliver

@leverkusen3 ??? Ich verstehe nicht worauf Du hinaus willst.

Schau noch mal oben in die Beschreibung was vorhanden ist und was angestrebt wird. Es macht in der Konstellation einfach keinen Sinn noch mehr DC anzubinden wenn ich einspeisen kann. Der TE ist mit der AC-Anbindung von weiteren Modulen genau auf dem richtigen Weg.

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Ich würde den Fronius netzparallel an einer anderen Phase anschließen. Damit hat man die größte Ernte. Ich gehe mal davon aus, dass es nicht so häufig zu Stromausfällen kommt. Daher ist der schon jetzt mögliche Ersatzstrom vermutlich ausreichend.

Und wenn dann wirklich ein längerer Stromausfall ist kann man den Fronius noch umklemmen.

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Bei 5-6kWp braucht es schon einen dreiphasigen Fronius. Das ändert aber ansonsten nichts am Konzept.

Oliver

5 bis 6 kWp gehen schon noch einphasig. Je nach Ausrichtung hast du dann auch nicht viele Verluste durch den etwas kleineren WR. Kommt halt drauf an was noch in Zukunft passieren soll und ob der ggf. noch an ACout soll.

@o_steini_o schau mal was du überhaupt an WR bekommst.

Möglicherweise habe ich einen kolossalen Denkfehler aber wenn sich der TO zwei weitere MP dazu hängt und auf die Weise 3 phasig wird sollten sowohl die weiteren Paneele abgefrühstückt werden können, die Schieflastthematik ist durch und er hat auch gleich ein recht potentes dreiphasiges Notstromsystem? Außerdem sind die MP2 lieferbar.

Ja. Geht. Preislich nur attraktiv wenn man das unbedingt möchte. (2x MP2 5000 plus MPPT sind dann locker 3k) Schieflast ist ja keine wirkliche Thematik.

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klar kostet nicht wenig Geld aber: ist jetzt machbar, man bleibt in einem Herstelleruniversum und die Lösung ist hinsichtlich der Einstellbar- und Erweiterbarkeit maximal flexibel

An zwei weitere Multiplus habe ich auch kurzzeitig gedacht dann kostet das mit einem zusätzlichen MPPT allerdings mal eben mindestens 4000€ und damit dann mehr als das doppelte gegenüber einem zusätzliche 3 Phasen WR. Der Bedarf für ein 3 phasiges Notstromnetz besteht aktuell nicht, sollte der Strom zukünftig immer mal wieder weg sein würde ich den Verbrauch des Hauses auf das nötigste reduzieren um möglichst lang mit dem Akku hin zu kommen (das liegt heute schon auf dem AC-Out1 vom Multiplus).

Klar wären zwei weitere Multiplus und ein MPPT der auch im Winter versucht den Akku voll zu machen charmant aber ob sich das dann jemals aufgeht?

Mehr Solar ginge zukünftig dann nur auf der Nordseite des Daches, Garage hat Ostausrichtung, die Südseite vom Haus inkl. Balkon soll nun dazu kommen. Theoretisch könnte noch die Westseite der Garage belegt werden, die steht aber die meiste Zeit des Tages im Schatten vom Haus.

Geplant ist in den nächsten 4 Jahren ein e-Auto anzuschaffen, Heizung ist gerade neu, sodass ggf. nur eine Ergänzung mit einer Brauchwasser Wärmepumpe dazu kommt.

Für Autarkie ist die Solarfläche zu klein und der Verbrauch zu hoch, sodass ich versuchen möchte meinen Eigenverbrauch bestmöglich abzudecken und die Überschüsse (wenn es denn welche gibt) eben einspeisen will (das steht allerdings nicht an erster Stelle, sondern sollte eher das Abfallprodukt werden das ich nicht außer acht lassen möchte).

@profantus Bei Ebay sind ein paar Symo in der passenden Größe drin die angeblich sofort verfügbar sind da alle gängigen Zahlarten angeboten werden und es sich um Händler mit vielen Bewertungen handelt würde ich das Risiko da ggf. eingehen.

Zu den beiden Multis braucht er dann ja auch noch MPPTs für die Module. Kann man natürlich machen, wenn man es so möchte, und das Geld dafür ausgeben will.

Dann könnte man aber auch den vorhandenen Multi und den MPPT verkaufen und einen Deye da hin hängen.

Oliver

Vielleicht ist das untergegangen, aber der MP lädt den Akku auch über den AC angebundenen Wechselrichter. Du hast dann die volle Ladeleistung des MPPT plus die 70A des MP.