Einfachste, "dumme" BKW+Speicher-Kombi

Ich habe einige Beträge bezüglich manipulation Ferrariszähler abgetrennt, das thema geht hier

weiter.

Das klingt amüsant. "Gelegenheit" :grinning: Hat Herr Habeck nicht sowieso veranlasst das bis ende 2025 alle Ferraris-Zähler ausgetauscht sein müssen?

Weiss ich nicht. Aber ich hab gelesen, dass die Betreiber für Bezieher kleiner Strommengen das soweit wie möglich herauszögern wollen.

@carolus Solange es für Kunden mit jährlicher Abrechnung/Ablesung keine zertifizierten modernen Meßeinrichtungen mit ausschließlicher Speicherung des Gesamtverbrauchs gibt - und ich behaupte, das es gewollt ist, um keine Alternative bieten zu können - verstößt die Speicherung von Tages-, Wochen-, Monats- und Zweijahresdaten ohne Zustimmung gegen die informelle Selbstbestimmung/Datenschutz. Auch wenn die Daten [vorerst] nur lokal gespeichert werden. Solche Zähler muß/sollte man nicht akzeptieren. Wieder so eine Datenkrake durch die Hintertür.

Von daher sehe ich einem Zählertausch mindestens bis 2030 gelassen entgegen. Mir wurde daher mangels Verfügbarkeit entsprechender Moderner Messeinrichtung erneut ein (neuer/zurückgesetzter) Ferrariszähler eingebaut. Gibt ja welche mit Rücklaufsperre, was spricht dagegen? Den Kunden erzählt man, es gäbe keine Alternative zur modernen Messeinrichtung. Letztere haben m.M.n. einzig den Vorteil einer mehr oder weniger konfortablen digitalen Auslesbarkeit.

Ich bin ja an vielen Stellen recht kritisch und unterstelle da auch gerne was. Hier zum Beispiel unterstelle ich, dass es den Messtellenbetreibern ganz gelegen kommt, dass ein digitaler Zähler bei pulsierenden Lasten zwangsläufig durch seine Abtastrate einen Messfehler zugunsten des Versorgers beinhalten kann. Sofern dem Smartmeter kein Ferrariszähler vorgeschaltet ist, kann der Kunde das ja nicht nachweisen. Und die Anzahl an pulsierenden Lasten steigt ja stetig.

Kannst du das etwas genauere erklären? Wir hoch muss denn die Abtastrate sein? Und wieso gibt es einen Messfehler zugunsten des Versorgers?

Wo ist das Problem? Moderne Messeinrichtung historische Werte zurücksetzen his clr

@ulli Daten, die erhoben und gespeichert werden, wecken Begehrlichkeiten Dritter.

Soll ich jetzt regelmäßig die Daten löschen? Um das Löschen dann irgendwann frustriert bzw. aus Bequemlichkeit einzustellen.

Nein, ich will diese Daten erst gar nicht gespeichert wissen. Wer drauf steht, darf das gerne so machen lassen. Wer nicht, sollte die Möglichkeit bekommen, nur das zur Vertragserfüllung Notwendige zuzulassen.

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@carolus Jenachdem wie bei z.B. einer Last mit Wellenpaketsteuerung die Wellenpakete ausgebildet sind, also der Dutycycle gerade eingestellt ist, können unter Umständen immer die Peaks bzw. die Mehrzahl an Peaks genau in die Abtastung des Smartmeters fallen. Dann ermittelt das Smartmeter daraus einen höheren Bezug als es in RMS tatsächlich der Fall ist.

Dazu hatte auch der YT Kanal Zerobrain mal ein Video veröffentlicht: https://www.youtube.com/watch?v=g8SlnwXp97A&t=3s

Ja, volle Übereinstimmung.

Warum so kompliziert? Das mache ich dann, bevor jemand kommt, wenn der VNB sich angemeldet hat. Ohne Anmeldung kein Zutritt.

Ich sehe eine moderne Messeinrichtung eher als Vorteil auch gegenüber einem zurückdrehenden Ferraris mit dem ich nichts weiter anfangen kann. Die 100 bis 150 € mehr Einsparung pro Jahr sind mir doch völlig egal. Z.B. kann ich den sehr einfach vollautomatisiert auslesen.

Also das smartmeter, welches ich vor 5 Jahren als Billigheimer gekauft hatte, hat ein spezielles Chip drin, 3 phasig. Ein moderner Signalprozessor. Abtastrate ist 300 kHz, die genauen Algorithmen und Fehlerkorrektur verfahren sind alle im Datenblatt enthalten. Den Analogkanal habe ich mir angesehen, da ist die Grenzfrequenz unter 300 kHz, und durch die Filterfunktion eine reine Mittelwert Bildung. Ich sehe nicht, wie es da gelingen soll, mit beliebigen Methoden die Messung auszutricksen, weder für noch gegen den Versorger. ( Ich nehme durchaus an, dass es heute besseres gibt)

Die wahren Methoden liegen woanders, aber das ist ein anderes Thema. Aber auch da liegt die Chance für Vorteile durch, ähhh, Messfehler eher auf der Seite des Verbrauchers.

Interessant.

Ich hatte schonmal gehört, dass Ferrarizähler genauer und Langzeitstabiler sein sollen als Smartmeter. Aber das nochmals so bestätigt zu sehen ist nett.

Stimmt also doch, dass Smartmeter vor allem billiger sind als die Scheiben.

vor allem können die mehr... :wink:

Was den Wert des Grundrechts auf Unverletzlichkeit der Wohnung betrifft, das wird den Menschen gerade gezeigt. "Bitte einen Moment, ich muß nur kurz die gespeicherten Verbrauchsdaten löschen".

Wer die Möglichkeiten eines Smartmeters oder einer MME nutzen will - bitte sehr. Damit wird ja auch geködert - man könne seinen Verbrauch analysieren und optimieren. Mit der Taschenlampe! Von Aufsitzgeräten zum automatischen Auslesen ist gar nicht die Rede. Ja, letzteres hat einen Nutzen, aber man hält die optische Schnittstelle auch permanent offen.

Mir geht es um was anderes: ich möchte nur das an Datensammlung zulassen, was zur Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung notwendig ist. Dazu eine MME mit ausschließlicher Speicherung des Gesamtverbrauchs zertifizieren und zur Auswahl anbieten. Wo ist das Problem? Nicht gewollt! Ooh.

Jeder sollte mittlerweile die Salamitaktik kennen: erst alle mit MME ausstatten, dann ein Zusatzgerät zum Auslesen zur Pflicht machen oder über PL oder was weiß ich auslesen. Neue Firmware drauf, und schon kann der Zähler Dinge, von denen beim Einbau nie die Rede war. Oder gleich ein Smartmeter mit Außenanbindung zur Pflicht. Wehret den Anfängen.

Und nein, ich bin weder gegen MME noch gegen eine Datenerfassung zur Steuerung und Auswertung. Aber Letzteres bitte auf meinem Eigentum unter meiner ausschließlicher Kontrolle.

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