Auch das haben wir schon diskutiert, und du kannst es ab hier nachlesen:
https:// Gut genug geplant? 16S mit Cornex PF173-314A, JK BMS PB2A16S20P und Multiplus II 5000 - #33 von u-f-o
Welche Rückschlüsse du daraus ziehst bleibt dir überlassen
. Prismatische Zellen bleiben außerdem immer auch ein Sicherheitsrisiko wenn sie liegend verbaut/betrieben werden, warum ist oben ausreichend erklärt.
Dieses Thema ist Glaubensfrage. Wie so viele Dinge, bei denen es keine klar definierten Vorgaben gibt.
Klar ist, wenn die Zellen ausgasen entsteht Wasserstoff. Der ist leichter als Luft also steigt nach oben. Reichert er sich an, kann es ein explosionsfähiges Gemisch werden.
Muss man die Zellen also nach oben einbauen ? Nein! Man muss dafür sorgen, dass der Wasserstoff so er entsteht sich nicht anreichert. Das geht mit Einbaulage stehend ginge aber auch mit Absaugung Abschaltung mit Sensor automatisches Eintauchen in Wasser bei Gasalarm
.
Darüber ob es für die Zellen schädlich ist, wenn sie liegen gibt es keine klare Sachlage. Es wird einerseits behauptet das wäre so, andere behaupten die streuung bei der Herstellung wäre größer als die Auswirkungen von einbaulage, wieder andere fabulieren die tollsten dinge ohne Nachweiß. sogar die Verspannung hat nach Tests von mehreren Instituen eine Auswirkung, aber die ist im normalen Einsatz zu Hause von solchen Zellen eher vernachlässigbar, da diese meist nicht mit Max Strom geladen bzw. entladen werden.
Bei Zellen für Flugzeuge im Staplerbetrieb, bei E-autos gelten natürlich ganz andere Bedingungen alleine von Temperaturunterschieden und eben max Laden max entladen.
also denke ich die meisten Erkenntnisse sind für Zellen, die zu Hause verwendet werden eher vernachlässigbar, weshalb viele Hersteller die Zellen liegend einbauen, da sie die Lade/Entladeströme auf ungefährliche Werte begrenzen und daher eine Zelle meist nur ausgast wenn sie kaputt ist.
Wer aber natürlich seine Batterie 35 Jahre verwenden will, absolut keine Risiken haben will und nur gut schlafen kann, wenn alles ideal ist, muss andere Prinzipien anwenden, als jemand (wie ich z.B.) der die Zellen gerne armortisieren möchte (Betrieb ca 15 Jahre) weiß dass absolute Sicherheit nicht existiert (meine akkus wurden vom Hochwasser überflutet und haben zwar gekokelt, aber sonst nix passiert, die elektronik wurde ausgetausch, die Zellen laufen wunderbar weiter) und ich versuche die Dinge so pragmatisch wie möglich zu gestalten. Daher sind meine Zellen stehend, da ich damit kein Problem habe und genug Platz und es bei 8 15 KWH Packs sowieso egal ist ob sie stehen oder liegen, da ich sie gestapelt habe.
Stefan
Ihr diskutiert hier über die Verspannung - die ich in meinem Pack ganz sicher habe, aufgrund der ab Werk (CATL ?) verschweißten Eisenkisten. Und das die “Polposition” nach oben der Idealzustand wäre (am Anfang???) ist mir auch bewusst.
Das die Zellen sich aufgrund chemischer Vorgänge ändern ist Fakt und wird auch nicht bestritten. Aber offenbar ist das Thema Ausgasung nur produktionsbedingt in den ersten Zyklen tatsächlich ein Thema und somit fällt das Hauptargument gegen die liegende Variante weg.
Zudem ist in einem luftdichtem Behälter mit einer dicht gewickelten Folie das Elektrolyt anders zu sehen als in einem Behälter wo ein paar Platten nebeneinander in der Flüssigkeit stehen (z.B. Bleibatterie). Bei den geringen Abständen der Wicklungen kommen noch ganz andere Kräfte ins Spiel, wie z.B. die Kapillarität oder Adhäsion.
Grundsätzlich verstehe ich auch nicht, warum so viele professionelle Hersteller dann die (neuen!!!) Zellen liegend verbauen - man handelt sich doch langfristig nur Ärger ein, wenn es tatsächlich ein großes Problem wäre.
Ich zweifle daher etwas - vermutlich auch deswegen, weil es in der Praxis zehntausendfach anders gehandhabt wird und es definitiv kein Verbot der Hersteller für diese Einbaulage gibt.
“Die Kunden wollen das so” scheint schlagendes Argument zu sein
OK,
Sorry
Das ist so ziemlich das billigste Argument - wenn es nicht ginge, könnte man keine Gewährleistung und Garantie geben und man hätte nach kurzer Zeit massiven Ärger.
Hauptsache es überlebt die Garantiezeit (oder die bis der Lieferant schließt und neu aufmacht unter anderm Namen)
Langfristig spielt doch bei vielen Herstellern keine Rolle. Wenn ein Speicher nur 8 Jahre durchhält und keine 15 Jahre, wen interessiert das dann noch? Gibt genügend Firmen, die sich für so langfristige Haltbarkeit nicht interessieren.