Ein wärmeisoliertes Gehäuse für EVE MB56 entsteht

Ich baue gerade ein wärmeisoliertes Gehäuse für 16x EVE MB56 und zeige ein paar Bilder. Das Gehäuse wird draußen in einem Blech-Fahrradschuppen stehen, deswegen muß es für den Winter isoliert und beheizt sein. Ich habe mal gerechnet und hoffe mit 20W Heizleistung für 15K Temperaturdifferenz auszukommen.

Das Fahrgestell, 4 Lenkrollen mit Vierkantrohren::

Die äußere Kiste (ein Mischmasch aus gebrauchten Alublechen, neuen verzinkten Stahlblechen, OSB-Platten)

Die innere Kiste mal fürs Foto dazugestellt, die wird dann die Zellen aufnehmen (alle hintereinander). Zwischen Innenkiste und Außenkiste wird rundherum rund 12cm Platz sein, der mit Mineralwolle gefüllt wird. Als Heizung habe ich einen Widerstandsdraht vorgesehen, den man in verschiedenen Ohm/m bekommt. Muß noch mal rechnen, ob meine Rechnung mit den 20 Watt noch stimmt und welchen Draht ich dann nehme.
Im Winter soll der Deckel der äußeren Kiste zu sein, im Sommer kann ich die Deckelschicht Mineralwolle entfernen, dann sollte es genug Kühlfläche haben.

die Kopfplatten, geschweisst aus Flachstahl 100x8 und ein paar Rohrstücken.

verpresst wird dann über 4 Federn mit Steifigkeit je 120 N/mm:

Die Zellen habe ich zwar schon da, aber jetzt gibt es erst mal etwas Bastelpause, ich brauche noch ein paar Kleinteile und bekomme ca. im Mai ein BMS von Alexander (das AHED-BMS von "Nimbus4").

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Kleines Update:
Die Innenkiste steht auf einem 12cm hohen Holzrahmen (denn die Wärmeisolierung würde ja sonst plattgedrückt werden. Die Zwischenräume sind mit Glaswolle gefüllt.

Und hier steht dann auch die Innenkiste drin. Auf den Aluboden kommt später noch eine HDPE-Platte zur elektrischen Isolierung:

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Für den Winterbetrieb (die Kiste steht ja im Fahrradschuppen) ist jetzt die Heizung drin: Das rote Kabel an der Seite ist ein Heizkabel, 5m Länge und 75 Ohm. Das wird dann über einen DCDC-Labornetzteil versorgt, d.h. je nach gewünschter Heizleistung speise ich das dann ungeregelt mit 25V oder 35V oder 48V... Gemäß Wärmeisolationsrechnung werde ich so mit 20W auskommen.

Und die Zellen sind jetzt auch drin. Verspannt über 4 Federn mit 120 N/mm, die 9mm angezogen wurden. Macht also in Summe 4300 N Vorspannkraft. Im Datenblatt werden 3000-7000N empfohlen.

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Es läuft seit ein paar Tagen.
Zellverbinder aus Kabel mit Kabelschuhen, weil die mitgelieferten Verbinder längs bocksteif waren.

PE-Platte (schwarz) als elektrische Isolation:

innerer Deckel drauf:

(ohne Bild): im Winter und jetzt nur für den Heizungstest kommt auf den inneren Deckel noch eine Schicht 120mm Glaswolle oben drauf. Im Sommer sollte über die unisolierte Oberseite genug Wärme abgegeben werden können. Schätze ich zumindest.

äußerer Deckel drauf:

Zum Testen der Heizung habe ich die Heizkabel an 35V angeschlossen, da fließen dann 0,45A, macht also knapp 16W. Die Außentemperaturen lagen im Testzeitraum zwischen 2°C nachts und 17°C tagsüber. Damit haben sich die Zellen dann nach 4 Tagen Dauerheizung auf 25°C erwärmt. Die kleinen schnelleren Anstiege sind die Eigenerwärmung beim Aufladen vormittags.
Fazit: Heizung funktioniert, kein großer Fehler bei der Berechnung der nötigen Heizleistung.


Ab 18.5. habe ich die Heizung wieder abgeschaltet.

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