Als Mitleser bin bereits des öfteren hier gewesen und war immer wieder begeistert über die interessanten Beiträge unterschiedlicher Themen. Seit 2011 betreibe eine 8,9 kWp PV Anlage 38° Ausrichtung SW mit zwei WR 3 kW u. 5 kW von SMA.
Mit der Anlage bin ich soweit zufrieden.
Gerne würde ich die Anlage in Zukunft mit einer optimale Speicherlösung und einer Notstromversorgung ausstatten.
Wichtig wäre mir die Einspeisung und den Netzbezug zu reduzieren.
Noch bin ich rüstig und fachlich einigermaßen qualifiziert, eine Erweiterung selbst in die Hand zu nehmen.
Meine Erfahrungen und neue Möglichkeiten hier auszutauschen würde mir Spaß machen.
Das kann Mann heute alles preiswert machen. Ein paar Fragen musst du dir selbst beantworten
- Sollen die aktuellen Wechselrichter bleiben oder durch einen Hybridwechselrichter ersetzt werden.
- Wenn neuer Wechselrichter dann LV-Batterie oder HV-Batterie
- Wieviel soll vom Notstrom übernommen werden
- Soll das System 1 oder 3 phasig sein
Wenn die Wechselrichter bleiben geht eigentlich nur ein AC gekoppeltes Batterie-System.
Alle Konzepte brauchen (direkt nach dem Zähler) ein sogenanntes Smartmeter damit das System die Batterie bei Solarüberschuss lädt bzw. bei drohendem Bezug aus der Batterie liefert.
Alle Wege haben Vor- und Nachteile
Hallo Berny,
vielen Dank für dein Beitrag in dem du mir mit deinen wichtigen Fragen sozusagen einen roten Faden vor gibst.
1.Sollen die aktuellen Wechselrichter bleiben oder durch einen Hybridwechselrichter ersetzt werden.
Das kommt darauf an, ob ich einen passenden Hybridwechselrichter für vorhandene PV-Module (Strangspannung) finde.
2.Wenn neuer Wechselrichter dann LV-Batterie oder HV-Batterie
Das ist dann sicher abhängig vom Kosten/Nutzen der Investition
2.Wieviel soll vom Notstrom übernommen werden
Wenigstens so viel, dass Kühlschränke, Gefriertruhen, Licht, TV und Öl-Heizung betrieben werden können.
3.Soll das System 1 oder 3 phasig sein
Derzeit ist die Anlage so geschaltet, dass Überschuss auf zwei Phasen L1 und L2 eingespeist wird.
Eine 3 Phasen Lösung scheint mir für die Notstromversorgung praktikabler und einfacher umzusetzen.
Möchte nicht extra eine reine Notstrom Phase installieren.
Vor einigen Jahren hatte ich einmal mit einem Wechselrichtersystem SOLARIX PLI 5000-48 geliebäugelt. Hier wurde eine USV-Umschaltzeit von 10 ms angegeben und es konnte ein 3-Phasen Konzept damit realisiert werden.
Allerdings habe ich das verworfen da Max. 145 Voc (115 Vmpp) für den Solarix PLI 5000-48 angegeben waren. Meine Anlage hat eine Strangspannung von max 640 V und ich wollte nicht alle Module zu neuen Gruppen (Strängen) zusammenfassen oder gar Parallel schalten, was zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erforderlich gemacht hätte, der Aufwand wäre mir dann zu groß gewesen.
Sicher alle Wege haben Vor- und Nachteile
Du hattest geschrieben fachlich einigermaßen qualifiziert.
Wieviel kannst du / willst du selber machen bzw. machen lassen ?
Hybridwechselrichter die mit 640V Stringspannung umgehen können gibt es heute beliebig viele.
DC gekoppelte HV-Batterie-Systeme haben geringere Verluste als LV-Batterie-Systeme.
AC gekoppelte Batterie ist bezüglich Verlusten noch etwas schlechter.
Zu DC-LV schau mal hier die Deye Beträge.
Zu AC-LV ist Victron häufig, kannst du hier auch einiges lesen.
Ich habe Growatt mit HV-Batterie
Zu Notstrom, da gibt es manuelles Umschalten und andere haben einen EPS-Ausgang an den die wichtigsten Verbraucher separat angeschlossen werden können.
Bei der Batterie Hast du die Entscheidung, neben der Größe zu fällen DIY oder kaufen.
Hallo,
sieh dir mal den Multi RS 48/6000 von Victron an, der hat inzwischen auch die Zulassung als dreiphasige Ausführung.
viel Erfolg
mobilsolar
Ich habe ein älteres Modell, rein offgrid. Bin super zufrieden. Das neue Modell mit AC Anschluss ist besser, da dies auf Netz umschalten kann, wenn kein PV Strom mehr vorhanden ist ( und auch Akku leer ist)
Zu beachten ist, dass man den Ausgang nicht auf das normale Netz schalten kann, das ist und bleibt ein offgrid wechselrichter. Man kann so also nix in das öffentliche Netz einspeisen. Dafür hat man strom, auch wenn das öffentliche netz ausfällt. Der wechselrichter schaltet nicht ab, da der Ausgang nicht am öffentlichen Netz angeschlossen ist.
Was geht ist, dass man normale wechselrichter, die eigentlich auf das normale Stromnetz angeschlossen werden, auf den Ausgang des offgrid klemmt. So kann gut die kapazität der PV Anlage angehoben werden. Die wechselrichter versorgen die aktuelle Last, überschüssige Leistung wird über den offgrid wechselrichter in den Akku gespeichert.
Ich bin begeistert und überzeugt von diesen Wechselrichtern.
Wenn im sommer die 6 kw Panelleistung des offgrid wechselrichters ausreicht, könnte man die normalen wechselrichter abklemmen vom Ausgang des offgrid wechselrichtes. Diese in der übergangszeit und im winter auf dem offgrid netz laufen lassen. Vielleicht findet sich im sommer ja eine andere verwendung der normalen wechselrichter.
Eine dreiphasige Anlage braucht (fast) keiner. Ein normaler haushalt kann locker mit einer phase versorgt werden. Wenn es denn keine Drehstromgeräte zu versorgen gibt. Herd und backofen können auf einphasig umgeklemmt werden oder man lässt einfach Herd-Backofen weiter auf normalem Netz laufen.
on grid. Es gibt von dem RS6000 mehrere Versionen, ich meine den Multi RS....
sonnige Grüße
mobilsolar
Bist du sicher ? AC input grid connection bedeutet, dass die netzspannung durchgeschaltet werden kann. Die Schaltbilder zeigen es gut, keine verbindung des Ausgangs auf netz.
Es gibt verschiedene versionen. Eigentlich alle offgrid.
@alter-hase
nope... hab ich schon so gemeint, der Multi RS hat Power Assist und ist ein Hybridwechselrichter. Steht im ersten Satz des pdf, das ich gepostet habe.
MULTI eben, kann den [Multiplus 2 mit MPPT) ersetzen.
sonnige Grüße
mobilsolar
Hallo @ All,
erst einmal eine Frage zu den Forenregeln.
Bin jetzt etwas irritiert ob das so in Ordnung ist, dass das angeschnittene Thema von mir hier im "Stell dich vor" anstelle in einer wiederfindbaren Kategorie diskutiert wird.
Sollte ich besser einen separaten Beitrag starten?
Berny, vielen Dank für deine weiteren Empfehlungen. Bin die nächsten Tage leider zeitlich anders eingebunden, so dass ich nicht immer sofort antworten kann.
Mein "Projekt" ist auch eher langfristig zu sehen, Zur Zeit bekomme ich für den Überschuß noch eine Einspeisevergütung.
Spätestens bis 2031 muss ich eine Speicherlösung realisiert haben.
Aktuell bin ich dabei einen Teil der Energie mittels 6 kW Heizstab bei Bedarf in den Heizungspeicher zu transferieren.
Ein Victron EM24 Energiezähler Dreiphasig 65A soll das managen.
Habe die komplette Anlage 2011 selbt installiert. Eine Abmachung mit dem Händler war die Teile zu liefern, Zähler setzen und Abnahme durchführen.
Könnte mir vorstellen einen Speicher selbst zu bauen, bin aber derzeit noch nicht gut genug über die optimalen Möglichkeiten informiert.
Frage mich auch ob ein Fertigspeicher in Bezug auf Garantieleistung, Wirkungsgrad des Batteriemanagment evtl. nicht günstiger ist.
@alter-hase und @mobilsolar auch Euch recht herzlichen Dank für Eure Beiträge zum Thema.
sonnige Grüße Tom
Ich würde bis 2031 warten, erst dann Akku machen. Du bekommst gut einspeisevergütung. Die preise werden wahrscheinlich sinken und es wird weiter entwickelte Produkte geben. Es macht kein sinn, jetzt schon was zu machen.
Bezüglich Wirkungsgrad wird es keinen Unterschied geben zwischen gekauft und DIY. Garantie schön und gut. meistens funktioniert das Zeug in der Garantiezeit und die Probleme kommen danach und dann kommt das Problem repariert das noch jemand oder muss es ersetzt werden.
Bei DIY kennst du deine Brocken und im Fehlerfall kannst du es reparieren bzw. ein Modul tauschen.
Da größte Problem ist die Batterie / der Speicher muss mit der darüberliegenden Instanz (Wechselrichter) reden. Hier ändern sich die Protokolle immer mal wieder und wenn dann was ausgetauscht werden muss und die alte Generation nicht mehr zu bekommen ist darfst du alles tauschen. Bei DIY kannst du da besser reagieren und Aufwand / Kosten kleiner halten.
In deinem Fall sieht das für mich so aus "never touch a running machine" sprich lass das aktuelle System unangetastet. Und kopple den Speicher AC. Wahrscheinlich wird es dann 1 phasig. Zur Speichergröße musst du mal schauen was du über Nacht brauchst und dann das 1,5 - 2 fache wählen. Notstrom ist dann halt etwas eingeschränkt aber bisher in Deutschland ja noch kein großes Thema.
So ist das eigentlich gedacht. Nicht jeder hält sich dran, wir mods verschieben das dann einfach irgendwann. Ohne grosses Hallo. Entwickelt sich manchmal einfach so.
Pluspunkt für dich, dass du daran gedacht hast. Nochmals willkommen.
Danke, ja die Überlegung habe ich auch schon gehabt, andererseits könnte ich auch heute schon in den Abendstunden ein wenig Energie aus einem Speicher nutzen und eine evtl. Notstromversorgung realisieren.
Das ist natürlich ein sehr gutes Argument und entspricht auch meiner Philosophie. Trotzdem finde ich DIY Speicher, wenn ich mir so einige Beiträge dazu hier anschaue, doch mit einigem Aufwand und geballtem Wissen verbunden. Gut, ich habe jetzt erst nur wenige Beiträge dazu überflogen und bin beim Federdruck hängeen geblieben. Da gibt es bei mir, wie ich feststellen musste ein großes Defizit.
Danke fürs verschieben ![]()
Ich habe mir ein 15 kwh Speicher gekauft. Kann in den bereich diy eingeordnet werden, weil ich die Akku und BMS selbst verdrahten musste. Ist aber ein komplett paket, das musste nur zusammen gebaut werden. Die parameter, wie man das BMS einstellen muss, sind hier im forum. Der Akku hat 1.500 Euro gekostet. Man kann einiges an Geld sparen.
Da ist aber keine steuerung dabei, wann wie viel strom gespeichert und wann wie viel strom in das hausnetz gegeben wird. Es gibt mittlerweile komplett set (Akku + steuerung per App) . Da muss man wissen was man will , was man sich zu traut.
Die frage, wie man Einspeiseanlagen umbaut, kommen jetzt schon häufig. Das wird noch zunehmen.
Es gibt mittlerweile sehr weit entwickelte Hardware, man kann sich raus suchen, was am besten zur eigenen Situation passt.
Danke @alter-hase, das klingt wie du es beschreibst recht einfach. Allerdings hattte ich mir Gestern einige Seiten durchgelesen, dabei ging es um "nur zusammen gebaut werden"
genauer um Gewindestäbe und Pressdruck.
Das hat mich dann doch etwas nachdenklich werden lassen. In wie weit das und warum notwendig ist.
Andererseits habe ich auch eine Sammelbestellung hier:
entdeckt. Scheint mir ein guter Deal zu sein.
Da bin ich leider zu spät, weil ich auf die Schnelle auch gar nicht wüsste für welches Set ich mich entscheiden sollte.
Ich habe ja noch gar kein Konzept, für das was in meinem Kopf herum schwirrt.
Aber gut zu wissen, dass hier im Forum einiges an "Knoff Hoff" vorhanden ist und durch Kommunikation ausgegraben werden kann.
Zunächst einmal vielen Dank, werde mich hier weiter tummeln und wissen ansammeln.
LG Tom
Das liest sich schlimmer als es ist. Der Hintergrund ist in den prismatischen Zellen sind kleine Mengen Restgase die beim Vakuum ziehen übriggeblieben sind. Bei en erste Lade- Entlade-Vorgängen wollen die aus dem porösen Batteriematerial raus und blähen ohne Vorsichtmaßnahme die Zellen auf. Um das zu unterbinden werden die Zellen vorgespannt ob der vom Hersteller empfohlene Wert (meist 300kp) um 10% unterschritten oder um 50% überschritten wird ist nicht relevant.
Mit anderen worten da wird überall nur mit Wasser gekocht. Bei LV-Batterien sind die Zellverbinder eigentlich das Kritische. Hier sind die einfachen flachen zweite Wahl die mit einem Längenausgleich zwischen den Polen sind vorzuziehen.
Hallo Tom , denke du wirst via Ac coupling und Victron Multiplus gut beraten sein , ohne Veränderung der Strings oder Netz-Wechselrichteraustausch
LG Lars
Wow, das geht ja hier mit den Informationen sehr fix. Danke sehr @Berny und @lar s
Ahaa, Restgase im Vakuum, jetzt habe ich das verstanden.
Klingt interessant, werde ich mir einmal genauer anschauen und dann überlegen mit welchen weiteren Komponenten ich mich vertraut machen muss.
Schönes Wochenende Euch
Die meisten haben sich für das Set vier entschieden. Letztendlich war eher die Frage bzgl. dem BMS ob JK oder Seplos.
Bei 90€/kwh inkl CE Zertifikat kann man fast keine Box mehr selbst zusammenschrauben...
Bis morgen Abend habt ihr noch Zeit, dann geht die Liste mit den Teilnehmenden an Amy.