EEG Umlage entfällt, Einspeisevergütung steigt, weniger Bürokratiehürden, Bundesregierung will 100 Prozent Ökostrom 2035

Laut einer Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts Appino wollen 25 Prozent der deutschen Hauseigentümer in diesem Jahr in eine Photovoltaikanlage investieren
Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/solarenergie-boom-ukraine-krieg-101.html

Vielleicht weht der Wind auch daher.

Aufgrund der Energiepreise wollen viele Hausbesitzer PV aufs Dach. Die Solateure kommen sowieso nicht hinterher. Warum dann noch den Markt durch eine Erhöhung der Einspeisevergütung anregen? Muss der Staat weniger ausgeben.

auch wenn der EEG-Entwurf noch vor dem Ukraine-Krieg zustande gekommen ist so sind die Änderungen wohl doch ziemlich positiv, wenn es darum geht, Deutschland unabhängiger von Energieimporten zu machen.

Die EEG-Einspeisevergütung fördert zu aller erst den Bau von PV-Großanlagen.
Klar, das ist blöde und ärgert mich auch, dass das Privatleuten erstmal nix nützt.
Aber in der Summe werden wir durch den Bau weiterer Großanlagen schneller mehr EE im Netz haben, als wenn die paar Hansel, die sich bislang noch keinerlei Gedanken um PV auf ihrem Häusledach gemacht haben, nun gemächlich (25% in der Studie sehe ich als sehr gemächlich an) überlegen, vielleicht eventuell wenn alles passt und nix dazwischen kommt und die Frau und der Nachbar zustimmen und es das optische Bild des Daches nicht verschandelt und es die Urlaubskasse zulässt - dann doch mal 4,5kWp zu installieren.

Durch die Nutzung mit WP und E-Auto braucht es nicht zwingend Einspeisevergütung, da ist der Eigennutzen auch so groß genug. Wenn nur die Preise mal wieder fallen, aktuell ist ja katastrophal, da hilft auch eine Einspeisevergütung nix.
1.800 - 2.500€ / 1kWp installiert vom Solateur :crazy:

Schön wäre noch, wenn die Hälfte der 25%, die jetzt gerne PV bauen würden noch ein bisschen Kohle übrig hätten, um gleichzeitig noch ne Ausparrendämmung aufs Dach zu hauen. Wenn da eh schon jemand oben am klettern ist...


1.800 - 2.500€ / 1kWp installiert vom Solateur :crazy:
das ist krass

selbst wenn diese 25% sich dazu entscheiden würden eine pv zu installieren gäbe es wohl nicht genug handwerker dafür

Das ganze stimmt wohl leider....wozu etwas subventionieren, wenn ohnehin grad genug Nachfrage und kaum Kapazitäten da sind die zu bedienen....und was den Preis angeht: 3000€ pro kwp!! Gerade meinem Kollegen unterbreitet worden. ...und ohne Speicher...Danach hat er gar nicht mehr nachgefragt....glaub weil ihm das gleich mal die Schuhe sammt Socken in eins ausgezogen hat :mrgreen:

da bleibt nur noch selber bauen und wenns kein elektriker abnimmt als insel ohne anschluss ans netz ausführen und über ein externes ladegerät den akku im winter nachladen
extreme zeiten, extreme maßnamen

ja schade. Das wird bei den Privatleuten auch dazu führen, dass sie sich
a) keinerlei PV bauen lassen weil zu teuer
b) nur eine Minimalanlage mit lächerlichen 2,5kWp o.ä. bauen lassen, wenn das irgendwo gesetzlich vorgeschrieben ist (BaWü und teilweise KFW)

In beiden Fällen wird kein Überschuss ins öffentliche Netz gehen und zur Energiewende beitragen :thumbdown:

Aber vielleicht führen die Engpässe bei chinesischen Modulen und deutschen Solateuren nun dazu, dass wieder ein, zwei Deutsche Modulfabriken entstehen und dazu auch mehr Solateurfirmen. Ein Bekannter ist Dachdecker und dessen Chef ist nun auch dabei, neu ins Solargeschäft ein zu steigen.

Das wären beides wünschenswerte Entwicklungen - bringt uns aber akut erstmal nix.

Also meine Cousine hat jetzt ein Angebot erhalten für einen Stall mit Biberschwanz = Metalldachziegel nötig.
1150 € / kWp bei knapp 29kwp.
Speicher Optional (da Landwirtschaft mit 15000kWh im Jahr) bei 15 kWh mit 9.200€ (ERA Powerstorage + Sunny Boy5.0).
Installation mit Glück und baldiger Unterschrift heuer noch

Dann handelt es sich dabei um einen sehr fairen Solateur. Im Grunde kann och die Handwerker auch verstehen. Hab nen Bekannter, der is Tischler. Der hat mal gesagt er muss momentan mit Mann und Maus 24/7 arbeiten...er sollte nen Angebot für ne Arztpraxis abgeben...weil er eigentlich keine Zeit hatte hat er ein "Mondpreisangebot" abgegeben...und dann mit Schrecken festgestellt, dass wohl die Konkurrenten ein noch größeres Mondpreisangebot abgegeben haben...aber jetzt wo der Auftrag eben da war hat er das natürlich mitgenommen und in 2 Monaten den kompletten Jahresumsatz gemacht. Und so denken es die Solateure eben auch...verwerflich ist das im Grunde nicht. Wir leben halt im Kapitalismus.

Wenn das stimmt, dann gehören die Grünen Politiker auf den Mond geschossen

https://www.pv-magazine.de/2022/03/29/eeg-osterpaket-bringt-keine-verbesserung-fuer-normale-photovoltaik-dachanlagen/

der erste Kommentar unterhalb des verlinkten ARtikels ist auch interessant:

Meine Vermutung ist, dass bei dem Entwurf die Bundesnetzagentur federführend mit am Tisch saß. Denen sind doch kleine Selbstverbraucheranlagen seit langem ein Dorn im Auge, weil die Nutzer dann einfach frecherweise von dem Standardlastprofil abweichen (Das Prosumer-Modell der Bundesnetzagentur, 23.06.20 in PV-Magazine).

Von einem Bilanzierungsproblem wird da geschwafelt, wenn nur noch Volleinspeisungsanlagen gebaut werden, erledigt sich diese „Unsitte“, dass der Verbraucher seinen Verbrauch an den Sonnenschein anpasst, ganz von selbst.
Aber Du hast Recht, dazu sollten Politiker eigentlich da sein, um die Belange der Bürger im Auge zu behalten und nicht die, einer Bundesbehörde

du schreibst " Wenn das stimmt, dann gehören die Grünen Politiker auf den Mond geschossen "
Ich bin jetzt etwas unsicher ... wer hat nochmal dafür gesorgt das die Solarteure vor Jahre keine Aufträge mehr bekamen und sich einen anderen Job suchen mußten ???

Ok, lass mich meine Aussage korrigieren:

Wenn das stimmt, dann gehören die Politiker auf den Mond geschossen

selber in die hand nehmen, ich gebe schon lange nichts mehr auf irgendwelche politiker oder deren sinnlose regularien

Ich bin natürlich für Regeln, aber Regeln die der Sache dienen und nicht vorzugsweise dem großen Geld.
Der Lobbyismus muss sehr eingegrenzt werden....

na ja, wenn der Strompreis steigt, was er zwangsläufig macht, dann werden die kleinen Anlagen von ganz alleine gebaut, da braucht es keine Förderung mehr... ich bin ja fast vom Glauben abgefallen als ich die Preise in Münster (oder wo das war) gesehen habe, 41cent pro kWh... Gewerbekunden waren schon bei über 60cent... da kann die PV Anlage auch 2k/kWhp kosten...

Natürlich haben die Lobbyisten ihre Stifte mit auf dem Papier, aber das war so dick, das konnte der Habeck in diesen stürmischen Zeiten nicht mehr quer lesen...
Ich hätte auch erwartet, bis 10-15kWp Anlagen (natürlich fachgerecht aufgebaut - privat oder Firma) wie bei BKW eine Meldung durch den Elektriker abgeben müssen, Eingespeiste Energie wird mit 8-10cent vergütet und gut ist es... nix Steuer hin oder her, das dient doch nur als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme im Finanzamt. Wann begreifen die das denn mal. Die Netzbetreiber verpflichten lokale Speicher aufzubauen um die Überschüsse Netz-dienlich zu verwerten.

Ich bin natürlich für Regeln....
Ich weiß wohl was du meinst, dennoch reizt mich das jetzt zum Widerspruch.

Ich lebe und arbeite in der Nähe der niederländischen Grenze und hinter dieser Grenze ist der Umgang mit privaten PV ganz anders "geregelt" ... quasi ohne Regeln. Der Zähler läuft halt rückwärts, alle haben was davon und gut ist. Dort sollen die sich um die Überschüsse kümmern, deren Geschäft das ist. Und das funktioniert.
Die Netzbetreiber verpflichten lokale Speicher aufzubauen um die Überschüsse Netz-dienlich zu verwerten.

dann sind wir aber nicht mehr bei 41ct/kwh sondern bei 80 oder mehr
Die Netzbetreiber verpflichten lokale Speicher aufzubauen um die Überschüsse Netz-dienlich zu verwerten.
Wünsch dir das lieber nicht, dann reden wir von Strompreisen von deutlich über einem Euro pro kWh.
Die können nicht, so wie wir, mal im DIY einen 15 kWh Speicher zu 2000€ hinsetzen.

Wobei die Netzbetreiber es sicher gerne machen würden. Denen sind für alle Investitionen vom Staat Gewinne garantiert.
Zusätzlich Gebietsmonopol, das ist faktisch eine Gelddruckmaschine, denn Investitionen können nicht Scheitern.
Ich bin natürlich für Regeln....


Ich lebe und arbeite in der Nähe der niederländischen Grenze und hinter dieser Grenze ist der Umgang mit privaten PV
Also, ich lebe in der Nähe der niederländischen Grenze ... ;-) ... und mir sind diese " Regelung " bekannt.
Hättest du minimal weiter gelesen so hättest du gelesen ... wenn sie der Sache dienlich sind ... ;-)
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Soweit ich aber gehärt habe gibt es das nicht mehr oder wird zurückgefahren ... warum ??? habe gehört weil die Dächer nicht voll gemacht werden.
Aber da bin ich nicht sicher ob es wirklich so ist.
Gruß aus der Nähe