Guten Morgen, für mein E-Auto mit kleiner Batterie (44 kWh) suche ich eine einfache (und nach Möglichkeit günstige) Lösung zum Laden ohne Dach - PV. Mir schwebt eine Insellösung aus Balkonkraftwerk - Speicher vor, an die ich etwa 6 Module anschließen könnte. Das langsame Laden mit Ladeziegel reicht mir völlig aus.
Als (eigentlich bessere) Alternative habe ich schon mehrfach bei MyHammer erfolglos die Anmeldung mehrerer Balkonkraftwerke als normale PV-Anlage ausgeschrieben. Ein oder mehrere Balkonkraftwerke als normale PV-Anlage anzumelden, ist aber offenbar kein Standard. Da hat sich leider kein Elektriker gemeldet, der es machen wollte. Ein Nachteil wäre auch, dass dann ein neuer Zählerschrank angeschafft werden müsste, weil der alte noch aus den 70ern stammt.
Andersherum - eine Insel, die über ein BKW WR Überschuss verbrät.
6 Module mit hoher Leerlaufspannung über einen Laderegler an einen Akku.
Das auf 6A begrenzt?
6x230V = .....
10A x 230V = 2kW
Ok - einfach günstig zuverlässig: Growatt SPF 3000
Jetzt der Trick:
Wenn man nicht die Karre lädt, den WR ausschalten. Jetzt ist das nur noch ein Laderegler
Das ist ein Insel WR - ...
Module dran
Akku dran
Steckdose dran
Fertig
Lädt dann zuerst über alles was die Module liefern und den Rest aus dem Akku. Bei felhender PV und fehlendem Verbraucher schläft der Growatt ein/Standby. Gibt weitere Optionen.....
Der Akku ist dann ausreichend zu wählen.
Evtl dem WR andere Lufter verpassen - dann ist der leise. Bei angedacht geringer Leistung langsam drehende, dann ist der nahezu still.
das hängt vom Ladebedarf ab. Wenn du etwas mehr als 44 kWh zum voll laden brauchst, sollte der Akku größer sein. Deine Idee mit BKW zu arbeiten könnte suboptimal sein.
Wenn du (nur) 6 Module á 500Wp installieren kannst, dann erwarte ich bei 3 kWp an sehr sonnigen Tagen einen Tagesertrag von 15 bis 18 kWh (5 bis 6 fache von der Peak Leistung). Davon brauchst du dann 3 Tage hintereinander, um den Hausakku zu füllen. Beim Umladen kommt es zu Verlusten und es würde bei der Beschränkung nach deiner Vorgabe auf 1,5 kw dann ja auch 30 Stunden dauern.
Mein Aufbau: PV-> MPPT Ladergerät -> Akku -> InselWR + Umschalter auf Netz für die Wallbox und dann möglichst 10A Ladestrom oder mehr.
Ui, sorry, ich bin nur ein fachlich ziemlich beschränkter Plug & Play - User. Hast Du vielleicht einen Link zu einem Youtube - Video, das Deine Lösung etwas näher und laientauglich darstellt?
Der neue/kommende Anker Solix 4 Pro sollte das wohl können, 2500 Watt Ausgangsleistung, passend dazu 5 kWh Speicherkapazität. Hab da vor ner Weile auch mal recherchiert ohne so recht fündig zu werden (Garage ohne Stromanschluß, Schwiegervater will sich ggf. nochmal ein neues Auto kaufen ...).
Vielen Dank, das klingt ziemlich laientauglich. Da ich im Prinzip spätestens alle 100km nachlade, muss es jetzt wahrscheinlich nicht der absolute Monsterspeicher sein…
Nach der 0.5 C Regel sollte man für 2.5 kW halt 5 kWh Kapazität haben, um den Akku zu schonen. Der Growatt nach Vavuum wäre sicherlich auch nicht verkehrt, flexibler, günstiger zu erweitern etc., aber da sollte man dann halt nicht das erste mal an 230V gearbeitet haben. Hab mich noch nicht schlau gemacht, wieweit man dafür bei beiden Varianten bei ner Insel ggf. noch nen Erdungsstab setzen muß, damit die Ladeelektronik sich nicht verweigert.
Es braucht kein Video für den SPF 3500 von Growatt.
Module anschließen - ein String mit 6 Modulen.
Akku anschließen - Plus an Plus, Minus an Minus
BMS Kommunikation anschließen - Netzwerkkabel reinstecken
Ladekabel anschließen - oder ne Steckdose an AC Out.
100km = 20kWh Kapazität
Das ist eher Minimum......
Die Regel sagt - Auto braucht 20kWh
Kosten:
SOF 300€ mit Chance
16kWh Akku ca. 1500€
Insgesamt unter 2000€ bei 16kWh Akku.
5kWh Anker Solix pro - 1500€ ohne WR !
3 x 5 = 15kW fur nur 4500€ ohne WR !
Der Conow CBE2000 Pro von Tuya soll auch 2500W liefern. Tuya ist natürlich eher der Software - Spezialist. Außer den üblichen YouTube - Anpreisungen finde ich fast nichts über den Speicher…
Bei der reinen Insel wird das Auto nur soweit geladen, wie der Inselstrom aus PV und Akku reicht. Kommt da nix mehr, wird der Ladevorgang abgebrochen. Das will man nicht, also braucht es noch eine PV Vorrangschaltung, die dann, wenn der InselWR abschaltet, auf Netz umschaltet. Die sollte eine Zulassung haben, denn wenn man von Insel auf Netz umschaltet, dann braucht es eine kurze allpolige Unterbrechung, bevor das andere Netz verbunden wird. Also werden Arbeiten am 230V Netz nötig. Steckerfertig gibt es das m.A. nicht.
Der Growatt hat untern eine Unschaltung, die bei leerem Akku auf Netz umschaltet.
Dann entsprechen den Insel WR über AC IN an 230V anschließen.
Bei nicht vorhandenen Grid, wird der Akku vollständig entladen. Mit aufgehender Sonne dann auf voreingestellten SOC, bevor der AC Ausgang wieder aktiviert wird.
Diese Hysterese verhindert ein permanentes Ein/Aus/Ein...
Man kann und wird sich überlegen, was man will, denn im Winter funktioniert das eher mittel. Dann ladt der Growatt nur langsam - bzw findet das Autoladen am eigenen Akku nur sehr gering Anwendung.
Es wird damit immer eine alternative Lademöglichkeit notwendig. Insofern die automatisierte Umschaltung eventuell gar nicht benutzen ist auch eine Option
@Neulingleider Ein wichtiger Aspekt ... Wenn sagen wir mit vollem 5 kWh Akku startest und den mit sagen wir 2000 Watt entlädst während nur 1000 Watt vom Dach kommen, ist der nach nicht ganz 5h leer und das Laden hört auf. Bräuchte man dann ne Logik, die bei sagen wir 4 kWh im Akku wieder anfängt zu laden, wenn das Stehzeug da ist. Keine Ahnung ob und wie man sowas implementiert bekäme. Vermutlich ne Frage des Ladeziegels. Stünde das Ding bei Dir denn wie in unserem use case abseits in einer im Winter kalten Garage oder gehts Dir nur um ne rechtliche Insel und alles ist im warmen? Die 20 kWh von Vavuum sind natürlich nett und bequem, aber die willste wohl eher nicht hin&her transportieren und dann brauchts im Winter ne Möglichkeit das Ding zu heizen und zumindest dafür genug Strom vom Dach ...
Die Steuerung und das Abschalten kurz vor dem Erreichen der Entladeschluss Spannung des Akku macht der InselWR. Dort wird auch eingestellt, ab welcher Akku Spannung der WR wieder in Betrieb geht. Bei den komplett Geräten mit Akku und WR mit Notstrom Ausgang ist das vom Hersteller schon richtig eingerichtet.
Der "Ladeziegel" sieht an seinem Eingang nur, ob 230V anliegen. Manche Ladeziegel machen Sicherheitstests und dann kann es sein, dass die Sicherheitsprüfung den Ladevorgang nicht freischaltet, weil er den Inselstrom nicht akzeptiert (Fi- oder Erdungsmessungen). Nimmt einen anderen, der das nicht macht und gut ist´s.
Ich werfe mal die Frage der Sinnhaftigkeit ein 2tes mal auf. Mein Ausgang sind 3,4 kWp. Diese Anlage hat im Dez. 2025 gerade mal 37 kWh geschafft. Das heißt, der TE hätte in diesem Monat den Tank nicht voll bekommen. Ab April gibt es Tage, an denen die PV 18 kWh liefert. Wenn dann kein Auto geladen wird, dann ist ein 5 kWh Akku ruck-zuck voll und der restliche PV Strom bleibt ungenutzt. Kommt der TE abends zum laden, hat er nur 5 kWh, obwohl 18kWh möglich gewesen sind.
Mein Fazit: eine reine Insel nur zum sporadischen Laden eines BEV braucht
mehr PV als 6 Module,
braucht einen deutlich größeren Akku, der mindestens einen vollen Sonnentag abspeichern kann
einen umsichtigen Fahrer, der die Strecken nach Wetterlage plant
und für den Winter eine "Brücke" zum Netz des Versorgers