Druckprüfung, mit vieviel Druck eigentlich?

Also eine Stillstandsdruckprüfung dient dem Nachweis der Dichtigkeit. Sie wird mit dem Maximalen Betriebsduck der Anlage durchgeführt. 41,5 oder 44 wie auch immer der Hersteller das angibt. Die Region der Zahl stimmt aber fausformel war mal 38bar für R410A/R32 Anlagen. Ich denke so machen es die meisten in der Praxis.

Die Druckfestigkeitsprüfung ist eine Bauteilprüfung bzw. eine Anlagenprüfung, die vom Errichter (Das seid dann Ihr oder der Fachbetrieb definiert dich die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG) der Anlage durchgeführt wird. Sie muss mit dem 1,1 fachen des Maximalen Betriebs Ducks ausgeführt werden DIN EN 378. Ich spar mir hier jede Erläuterung denn: DIY Finger weg!

Meiner Meinung nach reichen 30bar oder eben auch 38 um eine Undichte zu finde. Denn die DIY Inbetriebnahme ist in DE eh nicht zulässig, gemacht wird es dennoch. Wieso dann hier paragrafenreiten! Ich für meinen Teil würde auf ein China Manometer und China Schläuche kein 40bar geben aber das soll jeder machen, wie er denkt.

@Thomas:du liegst leider nicht richtig mit deiner Aussage!

Anbei mal ein Bild von eine Druckprüfung die Schiefgelaufen ist, als ich anwesend war! Ging grade so gut, die Splitter schossen am Azubi vorbei!

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Hallo

Druckprüfung bei Kupferrohren darf nur mit maximal dem 1,35 fachen des maximalen Betriebsdrucks gemacht werden. Darüber gibt es sonst bleibende Verformung des Materials.

Beim Kältemittel R32 sind Drücke über 10 Bar im Leitungssystem nur bei über 40 Grad Aussentemperatur zu erwarten.

Bei der Druckprobe also 15 Bar auf keinen Fall überschreiten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

[/quote] Leider falsch!!!

Beim Kältemittel R32 sind Drücke über 41,5 Bar im Leitungssystem nur bei über 40 Grad Aussentemperatur zu erwarten.

Die Druckprobe soll jedoch 45 Bar nicht überschreiten.

Ich drücke immer mit 44Bar 24 Stunden lang ab. Das System muss diese Drücke aushalten.

Hat doch eher was mit der Temperatur im Kältekreislauf zu tun. Und da sind die Drücke beim Heizen besonders hoch, da geht es bis etwa 60 Grad hoch. Nach Dampfdrucktabelle sind das dann 39,3 bar abs bzw. 38,3 bar Überdruck.

Es kommt auch immer darauf an, was man mit der Druckprüfung überhaupt nachweisen will. Es geht hier eigentlich nur darum, kleinere Undichtigkeiten zu finden. Da ist man mit 20 bar auch schon ganz gut dabei. Klar, es kann durchaus sein, dass man eine extrem kleine Undichtigkeit mit 20bar nicht mehr nachweisen kann, mit 40bar aber schon. Aber normal bedeutet ja Stickstoffdrucktest eher ein Grobtest, die feinen Sachen kann man später auch noch mit einem Schnüffler finden.

Bei meiner neuen Panasonic Etherea steht 11Bar.

In der alten Anleitung steht 10-42 Bar

Problem ist auch: Wenn man mit so einer kleinen 1 Liter Einwegflasche arbeitet, kann es schon schwierig werden, überhaupt die 40 bar zu erreichen. Wenn man dann vielleicht zweimal testen will, reicht es definitiv nicht. Insofern bietet sich an, besser nur mit 20bar zu testen. Und dann auch der Billig-China-Kram. So eine Monteureinheit sollte auch 40 bar aushalten, aber da würde ich auch lieber nur mit 20 bar draufgehen. Wäre nicht die erste Monteureinheit chinesischer Billigbauweise, die jemanden um die Ohren fliegt. Am besten auch mit Schutzbrille arbeiten und Abstand halten von der Monteureinheit.

Kann mir jemand sagen wie das mit dem Abdrücken bei einer vorbefüllten Anlage funktioniert? Das Kältemittel ist ja nur im AG. Drückt man dann nur den Teil zwischen Ausgang und Eingang des AG ab und schließt dann das AG an? Dann hat man aber die Anschlüsse am AG nicht geprüft.

Als erstes Anschließen und Vakuum ziehen, dann weißt du schon grob, ob es dicht ist

Dann mit Stickstoff füllen bis xx Bar und am besten 24h stehen lassen, wenn der Druck bleibt, wieder vakuumieren, und erst dann die Ventile öffnen.

Aber hier mein Rat, hol dir jemanden zur Hilfe, oder schaue dir zumindest ein Paar YouTube Videos an :wink: , hab dir schon im anderen Fred angedeutet, was du gekonnt ignoriert hast und deine Frage unter meiner Antwort noch einmal gepostet hast. :yum:

Lies mal die zentralen Threads zur Installation hier:

Die Kurzantwort: Du drückst den kompletten Kältekreislauf von AG zu IG ab und nicht den Teil im AG, wo das Kältemittel hinter den Inbus-Ventilen verschlossen ist. Dieser Teil wurde ja schon ab Werk auf Dichtigkeit geprüft.